Pressekompass Ist Schengen gescheitert? Das sagen die Medien

Die Freizügigkeit in Europa gerät in der Flüchtlingskrise in echte Gefahr - muss man mit allen Mitteln am Schengener Abkommen festhalten? Oder ist es gar schon beerdigt? Die Meinungstrends der Medien.

Grenze von Österreich und Italien: Europa steht vor drängenden Fragen
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Grenze von Österreich und Italien: Europa steht vor drängenden Fragen




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christiewarwel 26.01.2016
1. Schengen-Abkommen
Das Schengen-Abkommen wurde in dem Moment beerdigt, als Politiker sich eigenmächtig und selbstherrlich über die Vereinbarungen hinweggesetzt haben, anstatt sich mit aller Kraft für die getroffenen Vereinbarungen einzusetzen. Schengen steht nämlich nicht nur für den Fall der INNEREN Grenzen, sondern beinhaltet auch die Sicherung der AUßEN Grenzen. Anderswo nennt man das Vertragsbruch.
Msc 26.01.2016
2.
Ich verstehe die Diskussion nach wie vor nicht. Griechenland hält sich nicht an die Regeln, das ist bekannt. Aber wenn die Flüchtlinge Griechenland nach Norden verlassen, dann verlassen sie auch den Schengenraum wieder. Die nächste EU-Aussengrenze ist in Ungarn und Slowenien. Und wessen Medien waren wohl die Ersten, die auf deren Maßnahmen mit Grenzschließung nach Süden hin (ganz im Sinne von Schengen!) eingedroschen haben? Die Deutschen natürlich. Schengen gilt nicht für Menschen von außerhalb des Schengenraums! Diese DÜRFEN sich nicht in andere Mitgliedsländer bewegen ohne dies anzumelden. Schengen ist nicht gescheitert, es ist immer noch die nicht existierende Asylpolitik. Asylbewerber müssen europaweit registriert und verteilt werden! Dublin-Abkommen! Und dann dürfen die sich auch nicht mehr bewegen, Residenzpflicht! Und ja, da muss man dann vielleicht auch mal über rigorose Maßnahmen nachdenken um das durchzusetzen.
movfaltin 26.01.2016
3. Was sagen die Medien?
Mit Verlaub, es würde von einem Mindestmaß an Demokratieverständnis zeugen und Bescheidenheit, wenn man nicht immer wieder dieselben üblichen Verdächtigen mit erhöhtem Sendungsbewusstsein befragen würde, sondern einmal die Bevölkerung. Dass Medienmeinung die Bevölkerungsmeinung mitnichten widerspiegelt, sondern zu großen Teilen diametral läuft, sollte klar sein. Warum muss ich den Spiegel lesen, um dort zu finden, was andere anderswo zugänglich herauskrakeelen? Ich müsste ihn allenfalls lesen, wenn er Informationen bereithielte. Tut er leider nicht, stattdessen feiert er sich selbst und seinesgleichen. Viel Spaß weiterhin am Kiosk!
querdenker101 26.01.2016
4. Schengen
ist mit nichten gescheitert. Manchmal erfordern nur die Umstände eine zeitweise Ausnahme von der Regel. Ist doch nichts besonderes. Es wird nur als Druckmittel benutzt. Sonst gar nichts.
otto_iii 26.01.2016
5. 732
Sonst hat der Staat doch auch keine Hemmungen, etwa beim Luftverkehr auf unbestimmte Zeit zum Zwecke der Sicherheit teure und zeitaufwendige Kontrollen anzuordnen. Oder aus Sicherheitsgründen Großveranstaltungen komplett abzusagen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind da zweitrangig. Es gäbe natürlich auch andere effektive Stellschrauben um die Migrationsströme einzudämmen. Die werden aber erst ergriffen, wenn die negativen Folgen nationaler Grenzschließungen tatsächlich spürbar werden. Solange Deutschland für den Rest Europas die Probleme alleine löst besteht andernorts überhaupt kein Handlungsbedarf.
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