Denkmal in Südafrikas Hauptstadt Mandela-Statue wacht über Pretoria

Pretoria hat ein neues Wahrzeichen: Jacob Zuma hat in der südafrikanischen Hauptstadt ein Denkmal des gestorbenen Nationalhelden Nelson Mandela enthüllt. Mit der Zeremonie endete die zehntägige Trauerzeit für den Friedensnobelpreisträger.

Mandela-Denkmal in Pretoria: Aufruf zur Vereinigung der Regenbogennation
Getty Images

Mandela-Denkmal in Pretoria: Aufruf zur Vereinigung der Regenbogennation


Pretoria - Aus der Ferne sieht es ein bisschen aus wie die Christusstatue in Rio de Janeiro. Neun Meter hoch ist das Bronzedenkmal für Nelson Mandela in Pretoria. Es zeigt einen lächelnden Altpräsidenten, mit erhobenen ausgestreckten Händen. Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat es am Montag enthüllt.

Die Statue steht vor den historischen "Union Buildings", in denen Amtsräume der Regierung und des Präsidenten untergebracht sind.

Der Tag der Enthüllung war in mehrfacher Hinsicht symbolträchtig: Am 16. Dezember begeht Südafrika den "Versöhnungstag", der dem Ausgleich und Frieden zwischen den verschiedenen Völkern, Hautfarben und Volksgruppen gewidmet ist. Zudem war am Sonntag zum Ende einer zehntägigen Staatstrauer Mandela in Qunu zu Grabe getragen worden.

Das Denkmal hat etwa eine halbe Million Euro gekostet

Die Enthüllung signalisiere das Ende der Trauerzeit und "den Beginn einer Zeit, in der das Vermächtnis Madibas gefeiert und gelebt wird", heißt es in einer Regierungserklärung. Die Statue der südafrikanischen Bildhauer Andre Prinsloo und Ruhan Janse van Vuuren hat nach Angaben der Regierung umgerechnet etwa 560.000 Euro gekostet.

Die Geste, die das Denkmal zeigt, sei eine Aufforderung an die Südafrikaner, "uns als Regenbogennation zu vereinen", sagte Zuma bei der Enthüllung der Statue im Amphitheater vor den Regierungsgebäuden vor Tausenden Zuschauern. Hier waren in der vergangenen Woche insgesamt mehr als 100.000 Südafrikaner an dem aufgebahrten Leichnam des Nationalhelden vorbeidefiliert.

Mandela war am 5. Dezember nach langer, schwerer Krankheit in Johannesburg im Alter von 95 Jahren gestorben. Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem hatte er 27 Jahre im Gefängnis verbracht. Der spätere Friedensnobelpreisträger führte Südafrika zu Demokratie und Aussöhnung und wurde 1994 erster schwarzer Präsident des Landes.

syd/dpa



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lizard_of_oz 16.12.2013
1. Ganz offen und ehrlich
Zitat von sysopGetty ImagesPretoria hat ein neues Wahrzeichen: Jacob Zuma hat in der südafrikanischen Hauptstadt ein Denkmal des gestorbenen Nationalhelden Nelson Mandela enthüllt. Mit der Zeremonie endete die zehntägige Trauerzeit für den Friedensnobelpreisträger. http://www.spiegel.de/politik/ausland/pretoria-jacob-zuma-hat-nelson-mandela-statue-eingeweiht-a-939373.html
Die Statue sieht furchtbar aus. Würde ich als Miniatur nicht für geschenkt haben wollen und auch nicht um sie nur zu verkaufen. Der arme Mandela, man hätte besser einen echten Künstler genommen und nicht so einen, der es für 15.000€ macht, damit man sich den Rest einstecken kann.
mwp_nba 16.12.2013
2. Geht nich um Beauty sondern Symbolik
@lizard_of_oz du hast leider nicht verstanden, hier geht um Symbol und Ehre. 1/2 Million ist auch nicht viel für Mandela. Diese Freiheit ist einmalig und unbezahlbar. Bitte schreibe nächstes Mal über die GroKo oder DSDS, da sind bessere Themen für dich.
denkpanzer 16.12.2013
3.
Um auf der Mandela Welle mitzureiten hat Zuma also noch schnell eine Statue hingestellt. Lenkt wuderbar von den Defiziten der Zuma-Regierung ab und den Armen ist damit auch wenig geholfen. Ich hoffe, Mandela hinterlässt etwas mehr als teure Statuen. Seine Botschaft ist jetzt wichtiger denn je.
dr doolittle 16.12.2013
4. optional
Lächerlicher Personenkult, wir können nur hoffen, dass Südafrika jetzt zur Normalität zurückfindet und sich mit den wichtigen aktuellen Problemen und Personalien beschäftigt, wie zB den Korruptionsvorwürfen gegen Zuma. Eine Geldverschwendung und Glorifizierung wie während der letzten 10 Tage mit den Feiern zur Selbstbeweihräucherung des ANC und dieser monumentalen monströsen Statue wäre sicherlich nicht im Sinne Mandelas. Die 6 Millionen Rand wären besser in Mandelas Stiftung für Kinder oder in die Errichtung von Kinderheimen, Schulen oder Kindergärten investiert worden.
weltwoduwolle 16.12.2013
5. one earth one nation.
So wie es mandela mit einer nationalen sowie zum teil auch internationalen Versöhnung getan hat,so sollte es vielleicht mal die gesamte Menschheit ein klein weg tun und sich nicht immer aus niederen Beweggründen-sei es Macht,gier oder Religion usw. Gegenseitig die köpfe einhauen.in Bezug auf Religion koennte man sagen:ohne Religionsfrieden kein weltfrieden.aber so ist es halt nun leider mal:es wird so lange kriege geben so lange der Mensch existiert,außer er wird eines Tages mal von außerirdischen angegriffen.utopisch zu glauben ob dann die gesamte Menschheit mal zusammensteht!!!!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.