Australien, Europa, USA Frauen demonstrieren weltweit gegen Trump

Hunderte Märsche sind geplant - Australien machte den Anfang, es folgt Europa, dann schließen sich die USA an: Weltweit demonstrieren heute Gegner des neuen US-Präsidenten Donald Trump für Frauen- und Menschenrechte.

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In Australien und Neuseeland sind am Samstag Tausende Frauen gegen den neuen US-Präsidenten Donald Trump auf die Straße gegangen. Es war der Auftakt einer weltweiten Protestaktion einen Tag nach Trumps Vereidigung.

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Heft 4/2017
Die neue Weltordnung

Geplant sind weltweit mehr als 600 Märsche gegen den neuen US-Präsidenten und für Frauenrechte. Höhepunkt soll der Protestzug "Million Women March" in der US-Hauptstadt Washington am Nachmittag werden, zu dem die Organisatoren mindestens 200.000 Teilnehmer erwarten. Das wäre eine der größten Kundgebungen, die das Land in den vergangenen Jahren erlebt hat.

Rund 50 Redner haben sich angesagt, darunter auch eine Reihe von Prominenten wie die Schauspielerinnen Ashley Judd und Scarlett Johansson, der Regisseur Michael Moore und die Sängerinnen Cher und Katy Perry.

Bereits am frühen Samstagmorgen - mehrere Stunden vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung - strömten Demonstranten in Washington zusammen. Auch in anderen Städten des Landes waren Demonstrationen gegen Trump geplant.

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Proteste gegen Trump: "Frauen der Welt, vereinigt euch"

Im australischen Sydney zogen etwa 3000 Frauen und Männer vom Hyde Park zum US-Konsulat. In Melbourne beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter 5000 Menschen an der Aktion. Unter anderem auch vor dem Brandenburger Tor in Berlin, in Rom, London, Prag, Amsterdam, Südafrika, auf den Philippinen und in Macau gingen am Samstag Menschen auf die Straße.

Trump hat nicht nur mit seinen Bemerkungen über Frauen, sondern auch mit zahlreichen Ausfällen gegen Einwanderer, Muslime, Menschen mit Behinderung oder Medien für Entsetzen gesorgt. Im Wahlkampf tauchte ein Video von 2005 auf, in dem zu hören ist, wie sich Trump vulgär über Frauen äußert. Mehrere Frauen warfen ihm zudem sexuelle Belästigung vor.

Mindy Freiband, eine der Organisatorinnen in Sydney, betonte, dass es nicht nur darum gehe, gegen Trump zu demonstrieren, sondern allgemein gegen Hassreden, Frauenfeindlichkeit, Bigotterie und Fremdenfeindlichkeit. "Wir wollen mit Frauen rund um den Globus eine vereinte Stimme präsentieren."

Bereits am Freitag hatten weltweit Tausende gegen Trump protestiert. In Washington kam es am Rande der Amtseinführung zu Ausschreitungen, bei denen nach Angaben der Behörden mehr als 200 Menschen festgenommen wurden.

lov/AFP/dpa/Reuters

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