Washington Hunderte Menschen demonstrieren gegen NSA-Spionage

Der Protest in den USA gegen die NSA-Ausspähung hält sich weiter in engen Grenzen. Einige hundert Menschen sind am Samstag durch Washington gezogen - mit riesiger Handy-Attrappe und Fake-Drohne.


Washington - In der amerikanischen Hauptstadt haben am Samstag mehrere hundert Menschen gegen die Spionageaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA demonstriert. Dutzende Teilnehmer brachten überdimensionale Handy-Attrappen mit - offensichtlich in Anspielung auf jüngste Enthüllungen, nach denen die NSA auch die Handys ausländischer Spitzenpolitiker überwacht haben soll, so auch das von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Demonstranten zogen auf die Museumsmeile im Zentrum der US-Hauptstadt. Auch die Nachbildung einer Drohne hatten die Demonstranten dabei.

Zu der Protestaktion hatte die Organisation Stop Watching Us aufgerufen, der etwa 100 Gruppen angehören. Sie fordern volle Aufklärung über den Umfang der NSA-Spähprogramme sowie scharfe Kontrollen. Via Internet hat die Organisation Unterschriften für eine Petition gesammelt.

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Anti-NSA-Demo in Washington: "Stop Watching Us"
Bis Samstag kamen nach Medienberichten rund 570.000 zusammen. Die Petition sollte dem Kongress im Zuge der Demonstration am Samstag übermittelt werden.

lei/dpa



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