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Protest von Indios: Tränengas gegen Demonstranten in Peru

Neue Gewalt in Peru: Die Polizei ging mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die im ganzen Land den Protest der Indios unterstützten. Die Ureinwohner wehren sich gegen die Ausbeutung ihres Lebensraums am Amazonas.

Lima - Krawalle in Lima: In Perus Hauptstadt setzte die Polizei Tränengas gegen Demonstranten ein, die nach dem gewaltsamen Einsatz von Sicherheitskräften vor einer Woche den Protest von Indios im Amazonasgebiet unterstützten. Es kam zu Zusammenstößen von Polizisten und Hunderten Studenten, von denen einige Steine und Brandsätze warfen. Landesweit gingen am Donnerstag mindestens 20.000 Studenten, Gewerkschafter und Ureinwohner auf die Straße.

Kundgebung in Lima: Polizist führt Demonstranten ab Zur Großansicht
REUTERS

Kundgebung in Lima: Polizist führt Demonstranten ab

Die Indios wehren sich gegen Gesetze, die ihrer Meinung nach die Ausbeutung ihres Landes durch ausländische Unternehmen ermöglichen. Einige der Demonstranten in der Nähe des Kongresses in Lima riefen "Der Dschungel ist nicht zu verkaufen". Verletzt wurde bei dem Polizeieinsatz offenbar niemand. Nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AP wurden mehrere Menschen festgenommen.

Der Kongress hatte am Mittwoch zwei von den Indios kritisierte Verordnungen bis auf weiteres ausgesetzt. Präsident Alan García hat erklärt, die Regelungen seien für die Entwicklung Perus nötig.

Die Proteste der Indios begannen im April und sind vergangene Woche eskaliert. Bei Zusammenstößen von Demonstranten und der Polizei wurden am vergangenen Freitag unbestätigten Angaben zufolge mehr als 50 Menschen getötet. Es waren die schwersten Unruhen in dem südamerikanischen Land seit dem Vorgehen gegen die Guerillaorganisation Leuchtender Pfad vor mehr als zehn Jahren.

als/dpa/AP

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