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Protestaufrufe: China schränkt Pressefreiheit ein

Für Journalisten in China wird das Arbeiten noch schwieriger: Als Reaktion auf Protestaufrufe im Internet hat die Regierung die Pressefreiheit weiter eingeschränkt. Kleine Freiheiten, die seit den Olympischen Spielen galten, sind passé.

Proteste in China: Reporter unter Beobachtung Fotos
REUTERS

Peking - Die chinesische Regierung schränkt die Pressefreiheit massiv weiter ein. Peking reagiert damit auf regimefeindliche Protestaufrufe im Internet. Einige der im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking geschaffenen Freiräume für ausländische Journalisten wurden wieder abgeschafft. An etlichen öffentlichen Plätzen in den Metropolen Peking und Shanghai dürfen ausländische Journalisten nicht mehr arbeiten.

So berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP, der in Shanghai auf dem Friedensplatz fotografieren wollte, ihm sei die Arbeit verwehrt worden. Der Bereich sei für Journalisten verboten, habe man ihm gesagt. Von ausländischen Journalisten, die auf einer beliebten Einkaufsstraße in Peking fotografieren und filmen wollten, wurde eine Sondergenehmigung verlangt.

Bereits am Wochenende hatte sich die Situation für ausländische Reporter in China verschärft. Mehrere von ihnen waren festgenommen worden - unter ihnen waren die China-Korrespondenten von ARD und ZDF und ihre Kamerateams sowie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa. Ihnen wurde vorgeworfen, ohne Genehmigung aus der berühmten Haupteinkaufsstraße Wangfujing berichten zu wollen, wo am Sonntag zu "Jasmin-Protesten" aufgerufen worden war. Einige Reporter beklagten ruppiges Vorgehen der Sicherheitskräfte in Uniform und Zivil.

Auch die chinesischen Internetzensoren sind derzeit noch aktiver als sonst. Schlüsselwörter wie "Jasmin", "Ägypten", " Libyen", "Tunesien" oder "Demokratie" sind in den Suchmaschinen blockiert. Twitter ist in China ohnehin geblockt und kann nur von wenigen erreicht werden. Aber auch im Ausland angesiedelte Dissidenten-Seiten wie Boxun werden derzeit verstärkt kontrolliert.

Die chinesische Regierung befürchtet Beobachtern zufolge, dass sich die Revolten in Nordafrika bis nach Asien ausbreiten könnten. Deshalb werde mit einem massiven Polizeiaufgebot und strengen Verboten versucht, Proteste bereits im Keim zu ersticken.

ler/dapd

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insgesamt 13 Beiträge
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1.
Tommi16 01.03.2011
Zitat von sysopFür Journalisten in China wird das Arbeiten noch schwieriger: Als Reaktion auf Protestaufrufe im Internet hat die Regierung die Pressefreiheit weiter eingeschränkt. Kleine Freiheiten, die seit den Olympischen*Spielen*galten, sind passé. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,748282,00.html
Ist die "Jasminrevolution" schon vorbei ? Nur noch Aufrufe im Netz ? Schade.
2. Nur nicht aufregen
Susiisttot 01.03.2011
die Zensur schreitet auch in Deutschland immer weiter voran - einigein Deutschland wären froh diese technischen Möglichkeiten zur Kontrolle zu haben, die man in China einsetzt. Und ansonsten interessiert es eh keine westliche Regierung, solange man nur ordentlich Geld mit denen verdienen kann. Money makes the world go round...
3. Sie armer
angst+money 01.03.2011
Zitat von Susiisttotdie Zensur schreitet auch in Deutschland immer weiter voran - einigein Deutschland wären froh diese technischen Möglichkeiten zur Kontrolle zu haben, die man in China einsetzt. Und ansonsten interessiert es eh keine westliche Regierung, solange man nur ordentlich Geld mit denen verdienen kann. Money makes the world go round...
Jetzt wollen Sie Diktatur spielen und keiner spielt mit und löscht Ihren Beitrag. Quark ist halt nicht strafbar.
4. China schränkt "Pressefreiheit" ein
Regulisssima 01.03.2011
Es gibt keine Pressefreiheit in China, also kann man sie nicht einschränken !
5. Die Menschenrechte der anderen
born47 01.03.2011
Man sollte hellhörig werden bei Leuten die sich um Menschenrechte und Freiheiten eines fremden Volkes kümmern während sie befürworten das das eigene Volk mit Hartz IV entmündigt, durch Dumpinglöhne verarmt und mit einem katastrophalen Bildungswesen verdummt sowie durch Politikerlüge und Scheinwahlen politisch entrechtet wird.
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