Provokative Drohung Iran will Kriegsschiffe vor Amerikas Küste schicken

Ist es eine leere Drohgebärde oder riskiert Teheran eine Konfrontation mit den USA? Irans Marine-Chefkommandeur hat angekündigt, dass sein Land Kriegsschiffe in die Nähe von US-Hoheitsgewässern entsenden will - eine Revanche für amerikanische Schiffe nahe der Seegrenze Irans.

Iranisches Manöver im Persischen Golf: "Globaler Unterdrücker"
REUTERS/ FARS NEWS

Iranisches Manöver im Persischen Golf: "Globaler Unterdrücker"


Teheran - Das angespannte Verhältnis zwischen den USA und Iran steht vor einer weiteren Belastungsprobe: Teheran will Marineschiffe nahe US-Hoheitsgewässern entsenden und ein deutliches Signal militärischer Stärke senden. "Unsere Marine wird eine starke Präsenz unweit der Hoheitsgewässer der USA haben", sagte Teherans Marine-Chefkommandeur Habibollah Sajari laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna am Dienstag. Grund sei die militärische Präsenz des "globalen Unterdrückers" unweit der Seegrenze Irans - damit meinte Sajari die USA.

Bereits im Juli hatte der Admiral angekündigt, Iran werde eine "Flotte in den Atlantik entsenden".

Die iranische Marine verstärkt bereits seit dem vergangenen Jahr ihre Präsenz in internationalen Gewässern. Regelmäßig werden Schiffe in den Indischen Ozean und den Golf von Aden entsendet, um iranische Handelsschiffe in der Region vor Angriffen somalischer Piraten zu schützen. Im Februar hatte Iran erstmals zwei Kriegsschiffe ins Mittelmeer geschickt. Sie passierten damals den Suezkanal - die Aktion galt als massive Provokation Israels.

Irans Ankündigung, Kriegsschiffe vor die US-Küste zu senden, kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt: Aus Sorge vor einem Marinekonflikt ziehen Vertreter der US-Regierung einen direkten Draht zu Teheran in Erwägung, so hatte es vergangene Woche das "Wall Street Journal" berichtet. Grund seien Vorkommnisse im Persischen Golf. So sei es dort zu Beinahe-Kollisionen von iranischen und US-Marinebooten gekommen. Der Zeitung zufolge fürchten US-Regierungsvertreter, dass ein Missverständnis auf hoher See zu einem Konflikt der beiden Länder führen könnte.

Eine Art rotes Telefon zwischen den beiden Ländern ist von Teheran aber offenbar nicht erwünscht. Aus iranischer Sicht sei die US-Präsenz im Persischen Golf "illegitim" und ergebe keinerlei Sinn, zitierte die Nachrichtenagentur AFP Ali Fadavi, einen hochrangingen Vertreter der iranischen Revolutionsgarden.

hen/AFP



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frubi 28.09.2011
1. .
Zitat von sysopIst es eine leere Drohgebärde oder riskiert Teheran eine militärische Konfrontation mit den USA? Irans Marine-Chefkommandeur hat angekündigt, dass sein Land Kriegsschiffe nahe US-Hoheitsgewässern entsenden will - eine Revanche für US-Schiffe nahe der Seegrenze Irans. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,788746,00.html
Leeres Geschwätz, damit unsere Medien mal wieder was zum schreiben haben. Die Regierungsmitglieder wissen ganz genau, dass man sich ohne Unterstützung militärisch nicht mit den Amerikanern anlegen kann. Zudem haben die Amerikaner überall in der Region Truppen und könnten den Iran ziemlich schnell angreifen.
adam68161 28.09.2011
2. Gute Lösung!
wenn die Iraner ihre Flotte vor den USA-Küsten parken, ist das doch eine gute Lösung: Die US-Marine spart sich so den weiten Weg und kann die Schiffe vom Festland aus versenken...
realistano 28.09.2011
3. Spiegel online macht auch scherze
Zitat von sysopIst es eine leere Drohgebärde oder riskiert Teheran eine militärische Konfrontation mit den USA? Irans Marine-Chefkommandeur hat angekündigt, dass sein Land Kriegsschiffe nahe US-Hoheitsgewässern entsenden will - eine Revanche für US-Schiffe nahe der Seegrenze Irans. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,788746,00.html
Soll das ein Mittwochs Scherz sein? So dumm kann doch kein Ahmadis und auch kein Nejats sein.
bunterepublik 28.09.2011
4. Freiheit der Meere
Kann in der Ausübung internationaler Rechte eine Provokation liegen? Solange sich Iran an internationale Übereinkommen hält, ist keine Provokation vorhanden. Eine Provokation bestünde doch nur dann, wenn hier Grenzen von Verträgen derart übertreten würden, dass eine Sanktion gegen diese Übertretung moralisch nicht gerechtfertigt wäre.
Sharoun 28.09.2011
5. Provokation?
Zitat von sysopIst es eine leere Drohgebärde oder riskiert Teheran eine militärische Konfrontation mit den USA? Irans Marine-Chefkommandeur hat angekündigt, dass sein Land Kriegsschiffe nahe US-Hoheitsgewässern entsenden will - eine Revanche für US-Schiffe nahe der Seegrenze Irans. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,788746,00.html
Nur wenn die permanente Präsenz der waffenstarrenden amerikanischen Marine vor der Haustür nicht gerade wohlgesonnener Staaten ebenfalls als Riskierung einer militärischen Konfrontation gewertet wird. Das wiederum hätte Konsequenzen für die bisherige Bewertung der USA - auch im Umgang der Supermächte untereinander.
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