Bronzestatue des russischen Präsidenten Ave, Putin!

Hätten Sie ihn erkannt? Diese Bronzestatue soll Wladimir Putin darstellen - als römischen Feldherrn. Von Kosaken in St. Petersburg bestellt, wird die Büste schon bald einen Vorort der Metropole zieren.

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St. Petersburg - Wladimir Putin liebt Posen - das ist kein Geheimnis. Ob auf den legendären Oben-ohne-PR-Fotos aus der russischen Pampa oder beim demonstrativ staatsmännischen Gang durch die goldenen Türen des Kreml: Der russische Präsident weiß sich zu inszenieren. Doch was derzeit in seiner Heimatstadt St. Petersburg entsteht, könnte selbst ihm ein klein wenig zu weit gehen.

Dort werkelt Bildhauer Pawel Greshnikow an einer Bronzestatue, die Putin als römischen Imperator zeigt. Der Staatschef verkörpere wie damalige Herrscher im alten Rom Weisheit und Mut, sagte der Chef der Kosakengesellschaft, Andrej Poljakow, dem Fernsehsender NTW. Sie hat die Statue bei der örtlichen Akademie der Künste in Auftrag gegeben. Im Mai soll sie in einem Vorort der ehemaligen Zarenmetropole aufgestellt werden. Kosaken treten für eine Ordnung nach zaristischer und russisch-orthodoxer Tradition ein.

Bis zur Enthüllung der Statue ist es also noch etwas hin. Vorerst beschäftigen ohnehin eher die Spekulationen über den aktuellen Verbleib von Putin (nicht nur) die russischen Medien. Putin hatte am vergangenen Mittwoch eine Reise nach Kasachstan kurzfristig verschieben lassen - und sich seit Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt.

Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow wollte dazu auch am Sonntag keine Stellungnahme abgeben. "Kein Kommentar, das Thema ist beendet", sagte er der Agentur Interfax zufolge zu Gerüchten um die Gesundheit des 62-Jährigen.

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Putins Inszenierungen: Der Jäger, der Fischer, der Kämpfer
Die Spekulationen reichen von schwerer Krankheit über Entführung bis hin zur heimlichen Geburt eines Kindes der angeblichen Geliebten (einen Überblick finden Sie hier). Besonders aufmerksam dürften Kreml-Beobachter daher auf einen Termin am Montag schauen. Dann ist ein Treffen Putins mit seinem kirgisischen Amtskollegen Almasbek Atambajew in St. Petersburg geplant.

jok/dpa

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