Athen - Griechenlands Hauptstadt im Ausnahmezustand: Im Zentrum von Athen kam es bis tief in die Nacht zu schweren Straßenschlachten. Maskierte verschanzten sich in zwei Gebäuden der Universität und der Polytechnischen Hochschule und warfen immer wieder Steine und Flaschen auf Polizisten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein.
Zuvor hatten Jugendliche auch die Universität von Athen besetzt und die Fahne der anarchistischen Bewegung gehisst. In mehreren Teilen der Stadt wurden Fensterscheiben von Banken eingeworfen oder Abfallbehälter in Brand gesetzt. Insgesamt beteiligten sich mehrere tausend Personen an den Straßenschlachten.
Anlass der Krawalle am Wochenende war der erste Jahrestag des Todes des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos, der von Polizisten erschossen wurde.
In Athen wurden 177 Personen wegen Störung der öffentlichen Ordnung verhaftet. Weitere 103 wurden in Thessaloniki verhaftet. Auch in Patras und Ioannina kam es zu Demonstrationen.
Mehr als 10.000 Polizisten sind seit Samstag im Einsatz. Für Montagnachmittag wurde in der griechischen Hauptstadt eine neue Demonstration von Schülern, Studenten und Lehrern angekündigt.
als/AP/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Ausschreitungen in Griechenland | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH