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Reaktionen auf "Anatomie einer Krise": Von "Shut up" bis "Großes Lob"

Selten hat eine SPIEGEL-ONLINE-Serie ein so starkes (und kontroverses) internationales Echo gefunden wie die 13-teilige "Anatomie einer Krise" von Jochen Bölsche, der die Hintergründe des weltpolitischen Geschehens zwischen Mitte Februar und Mitte März 2003 analysiert hat. SPIEGEL ONLINE dokumentiert Auszüge aus Stellungnahmen der Leser.

Herzlichen Dank für Ihre ausgezeichneten Artikel. Ich bin neulich auf folgendes passende Zitat gestoßen: "Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie's lesen." (Karl Kraus)

I. KARENOVICZ (Schweiz)

Hier in Amerika gibt es ein schönes Wort: You just don't get it. Wer hat denn die Amerikaner auf dem Balkan um Hilfe gerufen?

ULRICH PENDL New York

I found this article ("Der Krieg, der aus dem Think Tank kam") on the website of German news magazine DER SPIEGEL. I thought it was one of the best pieces of journalism on the Iraq conflict I have read.

ALUN BREWARD Sydney

"Noch nie solch einen Scheiss gelesen"

Noch nie habe ich solch einen Scheiss gelesen. Die Amerikaner haben Euch von den Nazis befreit und Deutschland wieder aufgebaut, genau das werden sie auch im Irak tun. Ich nehme an, dass Du ein übrig gebliebener Kommunist bist.

WALTER SCHMETZ (USA)

Großes Lob für die spannenden und offensichtlich hervorragend recherchierten Hintergrundberichte. Auch der Artikel, den ich gerade lese, ist wieder informativer als alles, was ich bisher über die Irak-Politik der USA gelesen habe.

MALTE HEYNEN Chefreporter, ProSieben Television Unterföhring

"Widerstand gegen 'Brainwashington'" (Serienteil 13) ist ein großartiger Artikel. Danke! Langsam bekomme ich Angst, dass mich meine Kinder später auch mal fragen könnten: "Ja, habt ihr denn gar nichts gemerkt? So was kann man doch nicht übersehen!"

MARKUS JAHNKE Dresden

"Your article is right on the mark"

I am very sad to say that your article is right on the mark. I was Professor at the Universität zu Köln in the 1970's and I remember that a very low level of anti American sentiment existed at that time. It also focused on the attitude that the American administration had on Europe ("you owe us and you will do what we say"). Many of my friends referred to (then) West Germany as the 51st state. I am ashamed and embarrassed by the belligerent and irrational posturer the Bush administration has taken toward those who would take a perfectly reasonable independent view of US policy.

I am even more embarrassed that many Americans share that opinion. Not all of us do. I do hope that you and your European colleagues will continue to be critical of our shameless attempt a political world domination. I am certain that some of our rhetoric must seem familiar to those who remember how World War Two started.

DENNIS T. BROWN Professor and Head Department of Molecular and Structural Biochemistry NC State University Raleigh (USA)

Ich lese die Beiträge von Jochen Bölsche in SPIEGEL ONLINE immer mit großem Interesse. Ich bewundere, wie schnell und gründlich Sie komplexe Themen aufbereiten.

FRANK SCHIRRMACHER Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt/Main

"Hat Ihnen ein GI den Kaugummi verweigert?"

Ich lese ja irgendwie gerne Ihre Märchen- und Diffamierungsgeschichten. Sie sind so weit im Reich kombinativer Absurdität, dass man sie gar nicht im einzelnen kommentieren kann. Ihre Meisterschaft im Zusammenraufen einzelner Grashalme lässt Sie verständlicherweise einen Wald sehen, der nur in ihrer hasserfüllten Imagination sprießen kann, die natürlich bei "den anderen" das Hasserfülltsein sieht. Hat Ihnen als Kind ein GI den Kaugummi verweigert?

TOMAS LANSKY (USA)

"Die PR-Maschine der Bush-Krieger" ist ein echt guter Bericht. Wurde auch Zeit, dass sich mal jemand traut, die Wahrheit zu schreiben.

H. KÖCKER Bremen

Mit Interesse und Vergnügen lese ich Ihre Beiträge in SPIEGEL ONLINE, weil sie vieles von hinter den Kulissen erzählen. Amerikanische Zeitungen, die ich im Internet lese, entbehren völlig einer kritischen Haltung. Ich finde es schade, dass SPIEGEL ONLINE nur in deutscher Sprache publiziert wird, weil die Amerikaner nur eine Sprache können. Dieses Argument trifft auch auf das United Kingdom, Australien und manche wichtige andere Teile der Welt zu. Deshalb (nicht für mich selbst) ist es vielleicht zu empfehlen, die wichtigsten Beiträge über die Irak-Krise auch in englischer Sprache zu publizieren. Bitte standhalten!

HANS KOMARNICKI (Niederlande)

Ist eine Übersetzung geplant? Ich würde das gerne mal ein paar naiven amerikanischen Bekannten mailen, auch auf die Gefahr hin, dass die danach auf irgendwelchen Schwarzen Listen stehen.

TORSTEN DITTEL (Deutschland)

"Hoffentlich kein Nuklearangriff auf Berlin oder Paris"

Sie geben sich ja wirklich sehr viel Mühe, auf den antiamerikanischen Zug aufzuspringen. Was soll das? Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass es wahrscheinlich 55 Millionen (Opfer des Zweiten Weltkrieges) weniger hätte geben können, wenn wir Amerikaner am Anfang des Hitlerterrors nicht so zögerlich gewesen wären?

Wenn sich Deutschland und Frankreich zu ihren Bündnisverpflichtungen bekannt hätten, wäre die Irak-Angelegenheit bereits erledigt! Amerika hat am 11. September 2001 einen grossen Schock erlitten. Die Terroristen dieser Welt wollen Amerika mit allen Mitteln zerstören! Vor allem mit Atomwaffen, und das ist unsere große Sorge!

Der derzeitige deutsche Außenminister und der wohl unfähigste Bundeskanzler aller Zeiten haben beide eine Vergangenheit, die nicht gerade Zuversicht einflößt. Amerika braucht wieder Sicherheit und Schutz. Leider war es ein großer Fehler, auf die Europäer zu zählen.

Das selbstgefällige Gelaber der deutschen "Journalisten" und "Politiker" kann hier schon lange keiner mehr ertragen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass kein terroristischer Nuklearangriff auf Berlin oder Paris erfolgt! Übrigens gibt es bei uns keine antigermanistische Bewegung. Gründe dafür gäbe es genügend!

MARTIN KRAG Palm Beach

Unglaubliches Entsetzen über das US-Fernsehen

Ich bin derzeit geschäftlich in den USA. Mit unglaublichem Entsetzen verfolge ich jeden Tag den "O'Reilly Factor" auf Fox, über den Sie auch schon trefflich berichteten. Ein Höhepunkt war wohl die Sendung vom 12. März, als ein so genannter "Fox Analyst" zum Boykott gegen Frankreich aufrief. Es sollte uns zu denken geben, dass jetzt Amerikaner versuchen, sich in deutschen Medien einzukaufen.

JOCHEN MÜLLER (z. Zt. USA)

Ihre Artikel treffen die Situation in den USA. Da ich selbst viel drüben bin, kann ich es recht gut beurteilen. Patriot Act I und II etc. sind in Europa noch nicht richtig wahrgenommen worden. Die meisten wissen so gut wie nichts von diesem ganzen Themenkomplex US-Medien, Murdoch - vor allem O'Reilly! - , Homeland Security Department, Patriot Act etc.

RAINER LANGE (Deutschland)

Beinahe jeden Tag ein neuer Artikel von Jochen Bölsche bei SPIEGEL ONLINE, nicht schlecht. Ich bin zur Zeit als Student in Indien und freue mich, dass ich für einschlägige Hintergrundinformationen bei meiner Standard-Informationsquelle fündig werde. Gut, dass es solcherlei Artikel in den Mainstream-Medien gibt - das spricht für die deutsche Presselandschaft. Machen Sie weiter mit ihrer wichtigen Arbeit.

INGO-CH. BAUER z. Zt. Bangalore (Indien)

"Der SPIEGEL sollte in den USA eine Zeitung herausgeben"

Ich bin Schweizer und lebe in den USA. Ich habe hier viele Amerikaner kennengelernt, die die aktuellen Handlungen der Administration zutiefst verurteilen (Sie können sich wahrscheinlich kaum vorstellen, wie populär der Gewalt ablehnende Film "Bowling for Columbine" hier ist). Ich kenne aber auch Leute, die für einen Krieg im Irak argumentieren.

Deren Hauptargument ist fast immer die Befreiung der irakischen Bevölkerung von deren Diktator. Wenn die Aktionen der Amerikaner wirklich dieses Ziel haben, und wenn diese nicht als Krieg, sondern als vernünftige, vom UN-Sicherheitsrat sanktionierte Polizeiaktion stattfindet, und wenn Saddam Hussein danach dem Internationalen Gerichtshof übergeben wird, dann kann ich diese Meinung sogar unterstützen. Leider bezweifle ich sehr stark, dass das wahre Ziel der Administration wirklich derart uneigennützig ist.

Grundsätzlich finde ich es extrem wichtig, dass die Bevölkerung der Welt, und speziell das amerikanische Volk, vollständig über die aktuelle Situation informiert wird. Die nachhaltige Lösung des Problems ist aus meiner Sicht ziemlich klar: Die amerikanische Bevölkerung, die letztendlich die mächtige Administration durch die Wahl des Präsidenten bestimmt, sollte besseren Zugang zu ungefilterten Meinungen aus dem ganzen politischen Spektrum erhalten. Wenn Sie dazu etwas beitragen wollen, sollte der SPIEGEL auch in den USA eine Zeitung oder ein Magazin herauszugeben. Auch eine englische Ausgabe von SPIEGEL ONLINE wäre bereits ein guter Beitrag. Darin wäre eine fundierte, korrekte und sachliche Berichterstattung, die trotzdem für alle verständlich ist, extrem wichtig.

MATTHIAS HAUSWIRTH Boulder (USA)



"Get lost and shut up"

Why don't you Germans stop selling high technology, military equipment to Iraq? It violates the U.N. resolutions you so cherish. I can't wait to see what you have to say when the evidence of Germany's connections to Iraq are revealed after the war. Your relations with the Arabs are a veiled way for your country to continue its anti-Semitic tradition. Get lost and shut up.

Jeff Robbins (USA)

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