Reaktionen auf Tod von John McCain "Wir stehen alle in seiner Schuld"

Dienst am Land, Dienst am Volk - bis zur Selbstaufgabe: Die Reaktionen auf seinen Tod widmen sich dem bewegten Leben des US-Politikers John McCain. Ein Ex-Präsident feiert ihn als "Patriot erster Güte".

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Ex-US-Präsident Barack Obama: "Wenige von uns wurden je so auf die Probe gestellt oder gefordert, so viel Mut zu zeigen. Aber jeder von uns kann nach solchem Mut streben und das allgemeine Wohl über das eigene stellen. John hat uns gezeigt, was das bedeuten kann - und dafür stehen wir alle in seiner Schuld."


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Ex-US-Präsident Bill Clinton: "Er war ein begabter, harter Politiker und ein vertrauter Kollege, neben dem Hillary im Senat dienen durfte. Immer wieder setzte er sich über Lagerdenken und Parteizwänge hinweg, um das Beste für sein Land zu tun. Er ist seinen eigenen Weg gegangen, wenn es der richtige Weg war."


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Ex-US-Präsident George W. Bush: "Manche Leben sind von solcher Fülle, dass ein Ende kaum vorstellbar erscheint. Manche Stimmen sind so lebendig, dass sie kaum verstummen können. John McCain war ein Mann von tiefster Überzeugung und ein Patriot erster Güte. Er hat der Öffentlichkeit gedient, in bester Tradition unseres Landes. Und für mich war er ein Freund, den ich aufs Tiefste vermissen werde."


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Ex-US-Vizepräsident Joe Biden: "Als Kriegsgefangener hat John das Schlimmste erlebt, was Menschen anderen Menschen zufügen können. In der Politik hat er seine höchsten Ziele nie erreicht. Am Ende seines Lebens musste er sich einer grausamen, unnachgiebigen Krankheit stellen. Und trotz allem hat er nie aus den Augen verloren, woran er am meisten geglaubt hat: das Land vor allem anderen. Was ihn antrieb, ist nie verloschen: Wir sind auf dieser Welt, um uns etwas Wichtigerem zu widmen als nur uns selbst."


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US-Präsident Donald Trump: "Meine tiefste Anteilnahme und mein Respekt gehen an die Familie von Senator John McCain. Unsere Herzen und Gebete sind mit euch!"


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Mehrheitsführer im US-Senat Mitch McConnell: "In einer Zeit voll Zynismus über nationale Einheit und Dienst an der Öffentlichkeit war John McCain ein leuchtendes Vorbild. Er hat uns gezeigt, dass grenzenloser Patriotismus und Selbstaufgabe keine überkommenen Ideen sind - sondern die Grundsteine für ein bemerkenswertes Leben."


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US-Verteidigungsminister James Mattis: "Wir haben einen Mann verloren, der unerschütterlich die höchsten Ideale unseres Landes repräsentierte. (...) Senator McCain stellte den Dienst an der Nation immer vor sich selbst. Er erkannte, dass einflussreiche und leidenschaftliche Menschen dienen müssen, um unser Demokratie-Experiment lange andauern zu lassen."

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Tochter Meghan McCain: "Alles, was mich ausmacht, habe ich ihm zu verdanken. Jetzt, da er weg ist, wird es die Aufgabe meines Lebens sein, seinem Beispiel, seinen Erwartungen und seiner Liebe gerecht zu werden."


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Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wir verlieren mit ihm einen Menschen, dessen persönlicher Mut und dessen Aufrichtigkeit auch sein politisches Wirken prägten. (...) John McCain war geleitet von der festen Überzeugung, dass der Sinn jeglicher politischer Arbeit im Dienst für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu finden sei. Sein Tod ist ein Verlust für alle, die diese Überzeugung teilen."


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Deutschlands Außenminister Heiko Maas: "Er stand für ein Amerika, das ein verlässlicher und enger Partner ist, das aus Stärke Verantwortung für andere übernimmt und auch in schwierigen Momenten zu seinen Werten und Prinzipien steht."


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Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen: "Gerade wir Deutschen wissen, was wir über Jahrzehnte teils schwieriger Zeiten an ihm hatten. Seine Überzeugungen werden noch lange weiter wirken, für sein Land und auch für uns."


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Kanadas Premier Justin Trudeau: "John McCain war ein amerikanischer Patriot. Ein Held, der sich für sein Land und ein Leben im Dienst des Volkes hingegeben hat. Damit wurde er für Millionen zur Inspiration. Heute stehen die Kanadier neben den Amerikanern, um sein Leben zu feiern und seinen Tod zu betrauern."


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Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu: "Seine Unterstützung für Israel war unerschütterlich, schöpfte aus seinem Glauben an Demokratie und Freiheit. Der Staat Israel salutiert John McCain."

jok

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