Europawahl Grünen-Abgeordnete Harms kandidiert nicht nochmal für EU-Parlament

Rebecca Harms, Abgeordnete der europäischen Grünen, will wegen Differenzen mit ihren Fraktionskollegen bei der Europawahl 2019 nicht mehr antreten. Das habe "nicht zuerst mit den deutschen Grünen zu tun".

Rebecca Harms (Mi.), deutsche Politikerin und Mitglied des Eurpäischen Parlaments, nimmt an der Parade «Kiev Pride» für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender teil.
DPA

Rebecca Harms (Mi.), deutsche Politikerin und Mitglied des Eurpäischen Parlaments, nimmt an der Parade «Kiev Pride» für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender teil.


Sie hat in Gorleben in den Achtzigern gegen Castor-Transporter gekämpft und dann bei den Grünen Karriere gemacht. Von 2009 bis 2016 war Rebecca Harms die Fraktionsvorsitzende der Europäischen Grünen im EU-Parlament. Bei der kommenden Europawahl will sie wegen Differenzen mit ihren Fraktionskollegen nicht mehr antreten.

"Unbehagen gewachsen"

"In den letzten Monaten ist mein Unbehagen an der politischen Stimmung und Orientierung in unserer Fraktion im Europäischen Parlament gewachsen", schrieb die 61-Jährige aus Niedersachsen in einer Erklärung auf ihrer Website. Der Schritt habe "nicht zuerst mit den deutschen Grünen zu tun".

"Ohne politische Heimat in der Fraktion"

Sie könne Entscheidungen der EU-Grünen in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, der Handelspolitik und der Flüchtlingspolitik immer weniger mittragen. In der Debatte über Strategien gegen anti-europäische Parteien und Bewegungen dringe sie nicht durch. "Für mich macht die Arbeit mit Sitz aber ohne politische Heimat in der Fraktion keinen Sinn", schrieb Harms. Im Mai 2019 wird ein neues EU-Parlament gewählt.

höh/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.