Gewaltsame Proteste Peruanische Regierung ruft Notstand in Andenprovinz aus

Zwei Menschen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt: Nach gewaltsamen Protesten gegen ein Schweizer Bergbauunternehmen in Peru hat die Regierung des südamerikanischen Landes den Notstand über die Provinz Espinar verhängt.


Lima - Für 30 Tage gilt in der peruanischen Provinz Espinar in der Andenregion Cusco jetzt der Notstand. Damit reagierte die Regierung auf gewaltsame Proteste gegen ein Schweizer Bergbauunternehmen. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften waren zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Wie Innenminister Wilver Calle mitteilte, wurden allein am Montag bei Demonstrationen 30 Polizisten verletzt. Am Vortag seien es 46 gewesen. Wie es zu den Todesopfern kam, wurde nicht genauer erklärt. Calle sagte lediglich, Polizisten hätten zur Selbstverteidigung das Feuer eröffnen müssen, nachdem sie mit Steinen beworfen worden seien.

Die Demonstranten werfen dem Schweizer Bergbauunternehmen Xstrata vor, mit der Tintaya-Kupfermine Flüsse zu verseuchen und die Umwelt zu zerstören. Die Proteste dauern bereits seit mehr als einer Woche an. Die Demonstranten fordern unter anderem die sofortige Einstellung der Arbeiten in der Kupfermine.

hen/dpa/dapd

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