Reince Priebus Republikaner-Boss soll Stabschef im Weißen Haus werden

Die ersten großen Personalien unter US-Präsident Trump sind bekannt: Der Parteichef der Republikaner, Reince Priebus, soll die organisatorische Leitung des Weißen Hauses übernehmen, Stephen Bannon wird Chefstratege.

Reince Priebus (l.), Stephen Bannon (r.)
AP

Reince Priebus (l.), Stephen Bannon (r.)


Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich für den Parteivorsitzenden Reince Priebus als Stabschef im Weißen Haus entschieden. Das gab Trump in einer Pressemitteilung bekannt.

Der Stabschef ist der zweitwichtigste Mann im Weißen Haus. Er leitet den Mitarbeiterstab und entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt.

Im Gespräch war neben Priebus auch Trumps Wahlkampfleiter Steve Bannon. US-Medien kommentierten im Vorfeld, Trumps Entscheidung werde zeigen, ob er nach einem aggressiven Wahlkampf Kurs auf Versöhnung und Ausgleich nehme oder auf Konfrontation setze.

Bannon, konservativer Provokateur und ehemaliger Chef der radikalkonservativen Website Breitbart News, hetzt seit Jahren gegen das Establishment der Republikaner. Im Vergleich zu ihm dürfte Priebus auf eine moderatere Politik hinwirken.

Anders als Bannon kennt Priebus den Politikbetrieb in Washington aus dem Effeff. Er war einer der ersten führenden Republikaner, die ihren Frieden mit dem in der Partei umstrittenen Präsidentschaftskandidaten Trump schlossen.

Priebus könnte für Trump Brücken bauen zu führenden Republikanern im Kongress, beispielsweise zu Paul Ryan, dem Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses.

Offenbar soll aber auch Bannon eine wichtige Rolle im Trumpschen Machtzentrum spielen: Er wird Chefstratege im Weißen Haus und Seniorberater des Präsidenten.

In der vom Trump-Team verbreiteten Pressemitteilung heißt es, Bannon und Priebus sollen dem Präsidenten "gleichberechtigt" zuarbeiten.

Ein Porträt von Steve Bannon lesen Sie hier.

Eine Übersicht zu Trumps engsten Mitarbeitern finden Sie hier.

wal/dpa



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Ultras 13.11.2016
1. Gute Entscheidung
Ein weiterer Schritt hin zur Versöhnung mit der Republikanischen Partei. Trump setzt den Kurs fort, den er mit seiner Wahlsiegrede begonnen hat. Er ist auf Kompromiss aus, das lässt Großes erhoffen.
infam 13.11.2016
2. Perfekt !
Sehr gute Wahl - Gratulation ! Weiter so - man darf wirklich gespannt sein.
Kasimir_Finsterbold 13.11.2016
3.
Gut, beim ersten lag ich schon mal richtig. Mein Tipp für den Stabschef war Reince Priebus und er ist es nun auch geworden. Meine Vermutung war richtig.
damalswarallesbesser 13.11.2016
4. Gaanz großes Kino.....
So so, Priebus und Bannon sollen also "gleichberechtigt" Trump zuarbeiten. Ich höre förmlich, wie da schon die Messer gewetzt werden. Viel Spaß, Mister Trump, das wird noch ein fröhliches Polit-Meucheln geben. Mal schauen, wer von den beiden den längeren Atem hat.
carlitom 14.11.2016
5.
Zitat von UltrasEin weiterer Schritt hin zur Versöhnung mit der Republikanischen Partei. Trump setzt den Kurs fort, den er mit seiner Wahlsiegrede begonnen hat. Er ist auf Kompromiss aus, das lässt Großes erhoffen.
Auf Bannon bezieht sich Ihr Statement sicher nicht. Der ist nämlich das Gegenteil eines Kompromisses. Trump bleibt bei seiner Linie: unberechenbar und für und gegen alles zugleich.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.