US-Wahl 2016 Republikaner Rand Paul bewirbt sich als Präsident

Das Rennen um die republikanische Kandidatur für das Präsidentenamt nimmt weiter Fahrt auf: Senator Rand Paul hat als zweiter seine Bewerbung verkündet - bei Vater Ron hatte es dreimal nicht geklappt.

Senator Paul: Kandidatur als US-Präsident
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Senator Paul: Kandidatur als US-Präsident


Der radikalliberale US-Senator Rand Paul hat seine Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner 2016 verkündet. "Ich bewerbe mich als Präsident, um unser Land zu den Prinzipien von Freiheit und begrenztem Staat zurückzuführen", schrieb Paul am Dienstag auf seiner Internetseite. Der 52-jährige gelernte Augenarzt wollte anschließend mit einem Auftritt in Louisville im Bundesstaat Kentucky seinen Wahlkampf einläuten.

Paul gehört zum libertären Flügel der republikanischen Partei, der den Staat auf das Allernötigste begrenzen will. Der Senator lehnt staatliche Einmischungen in die Wirtschaft strikt ab, vertritt zugleich aber auch eher liberale Haltungen in der Drogenpolitik und beim Schutz der Bürgerrechte. Außenpolitisch sieht er das Engagement des US-Militärs in der Welt skeptisch.

Vater Ron bewarb sich dreimal als US-Präsident

Der Politiker hatte im November 2010 mit Unterstützung der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung einen Senatssitz im Bundesstaat Kentucky errungen. Sein Vater Ron Paul hatte sich 2008 und 2012 vergeblich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner beworben, nachdem er 1988 bereits erfolglos für die Libertarian Party angetreten war.

Mit Pauls Erklärung nimmt das Rennen um die republikanische Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im November 2016 weiter Fahrt auf: Ende März hatte bereits der christlich-konservative Senator Ted Cruz aus Texas als erster Republikaner offiziell seine Ambitionen verkündet. Sehr wahrscheinlich ist außerdem die Bewerbung des früheren Gouverneurs von Florida, Jeb Bush. Der Sohn von Ex-Präsident George H. W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush gilt als Wunschkandidat des republikanischen Establishments.

US-Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Als große Favoritin für die Kandidatur bei seinen Demokraten gilt die frühere Außenministerin und ehemalige First Lady Hillary Clinton. Ihre offizielle Bewerbung wird noch in diesem Monat erwartet.

sas/AFP

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