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Restaurant in Nordpolen: Putin-Anhänger müssen draußen bleiben 

Aufkleber in Gdingen: Hunde erlaubt, Putin-Anhänger unerwünscht Zur Großansicht
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Aufkleber in Gdingen: Hunde erlaubt, Putin-Anhänger unerwünscht

Putin-Sympathisanten? Nein danke! In einem ukrainischen Restaurant in Polen werden Anhänger des russischen Präsidenten nicht bedient. Die Besitzer wollen damit ein Zeichen gegen die Politik des Kreml-Chefs setzen.

Gdingen/Sopot - "Kleine Ukraine", auf Polnisch "Mala Ukraina". So haben Wiktoria und Wadim Sikerko ihr Restaurant im Zentrum der polnischen Ostseestadt Gdingen (Gdynia) genannt. Die Fassade des Hauses schmücken die für die Ukraine typischen rot-weißen Muster, über der Eingangstür hängen blau-gelbe Fahnen.

Die Sikerkos stammen aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Erst vor vier Monaten sind sie mit ihren drei Kindern nach Polen gezogen, um sich ein neues Leben aufzubauen - und darin wollen sie mit Putin-Sympathisanten nichts zu tun haben. Gefolgsleute des russischen Präsidenten sind in ihrer Gaststätte nicht willkommen. Das soll ein rot-gelber Aufkleber an der Eingangstür deutlich machen. Er zeigt ein durchgestrichenes Porträt des russischen Staatschefs und den Satz: "Putin-Anhängern ist der Zutritt verboten." Neben dem Schild ist ein weiteres zu sehen: ein roter Hund, ebenfalls auf gelben Hintergrund, nicht durchgestrichen - er darf rein.

"Wir sind gegen eine Politik, die das Leben vieler Ukrainer zerstört", sagte Wadim Sikerko der Zeitung "Gazeta Wyborcza". "Wir sind nach Polen gezogen, aber ein großer Teil unserer Familie lebt weiter in der Ukraine. Der Aufkleber ist der einzige Weg, wie wir ihnen helfen können", begründete er die Aktion. "Wir können nicht tolerieren, was in der Ukraine passiert, die Situation ist sehr schwierig. Und Putin ist daran schuld."

Restaurant "Kleine Ukraine" in Gdingen: "Wir sind gegen eine Politik, die das Leben vieler Ukrainer zerstört" Zur Großansicht
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Restaurant "Kleine Ukraine" in Gdingen: "Wir sind gegen eine Politik, die das Leben vieler Ukrainer zerstört"

Gegen russische Gäste an sich habe er nicht das Geringste, sagte der Wirt. Nur wenn sie der Politik Putins zustimmten, seien sie unerwünscht.

Im benachbarten Ferienort Sopot hatte vor einigen Monaten ein Restaurantbesitzer für Aufregung gesorgt, weil er angekündigt hatte, generell keine Russen mehr bedienen zu wollen. Ein entsprechendes handgeschriebenes Schild soll er aber wieder entfernt haben.

In Polen verfolgen viele Menschen das Vorgehen von Präsident Putin mit Sorge. Er hatte die Krim-Annexion zuletzt einen "Meilenstein der Geschichte" genannt. Die Angst vor dem unberechenbaren Nachbarn Russland ist nach wie vor ein großes Thema. Seit Ausbruch der Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten sind in der Ostukraine mehr als 4700 Menschen ums Leben gekommen.

Zuletzt hatte der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna angekündigt, dass sein Land in diesem Monat mehr als 200 Ukrainer mit polnischen Wurzeln aus der Ostukraine evakuieren will. Es werde alles unternommen, um die Menschen aus dem Konfliktgebiet zu Jahresbeginn in Sicherheit zu bringen.

heb

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