Streit um Sanktionen Tillerson glaubt an bessere Zeiten zwischen Russland und den USA

Russlands Einmischung in den US-Wahlkampf, die amerikanischen Sanktionen - die Beziehung zwischen Washington und Moskau haben sich massiv verschlechtert. US-Außenminister Tillerson droht - und macht Hoffnung.

Rex Tillerson
US DEPARTMENT OF STATE HANDO/REX/Shutterstock

Rex Tillerson


US-Außenminister Rex Tillerson hat mit Blick auf die Russlandbeziehungen die Hoffnung geäußert, die derzeitigen Spannungen zwischen den Ländern wieder abbauen zu können. Es sei nicht sinnvoll, die Verbindungen zum Kreml wegen der möglichen russischen Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf abzubrechen.

"Wir sollten Bereiche finden, in denen wir zusammenarbeiten können", sagte Tillerson. In den Bereichen, in denen man unterschiedlicher Ansicht sei, müsse es dennoch Wege geben, seine Ansichten zu äußern.

Tillerson und der russischen Außenminister Sergej Lawrow hatten sich am Sonntag am Rande der Asean-Konferenz in Manila getroffen. Es war das erste Treffen der beiden, nachdem die amerikanische Regierung kürzlich neuen Sanktionen wegen der mutmaßlichen russischen Cyberinterventionen im US-Wahlkampf und der Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 verhängt hatte. Lawrow soll bei dem Gespräch laut Tillerson auch Bereitschaft signalisiert haben, über die Entwicklungen in der Ukraine zu sprechen.

Die russische Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf sei ein "ernsthafter Vorfall" gewesen, sagte Tillerson. Er habe Lawrow verdeutlicht, "dass dieser Vorfall ernsthaftes Misstrauen gesät" habe. Russlands Einmischung habe die Beziehungen zwischen beiden Ländern "beschädigt". Das solle die Beziehungen aber nicht dauerhaft beeinflussen.

Dennoch kündigte Tillerson an, auf die jüngsten diplomatischen Strafmaßnahmen Russlands reagieren zu wollen - genauere Details nannte er aber nicht. Bis zum 1. September müssen die USA das Personal ihrer Vertretungen in Russland um 755 Mitarbeiter senken. Der Kreml hatte mit diesem Schritt auf die neuen US-Sanktionen reagiert.

mho/Reuters/dpa

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