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Millionendeal von Rheinmetall: Bundesregierung stoppt Rüstungsgeschäft mit Moskau

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall muss auf ein hundert Millionen Euro schweres Geschäft in Russland verzichten. Laut einem Zeitungsbericht hat Bundeswirtschaftsminister Gabriel den Deal mit Verweis auf die Ukraine-Krise endgültig untersagt.

Berlin - Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise hat die Bundesregierung einem Zeitungsbericht zufolge ein umfangreiches deutsch-russisches Rüstungsgeschäft endgültig gestoppt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein Schreiben des Wirtschaftsministeriums berichtet, widerrief das von Sigmar Gabriel (SPD) geführte Ressort die von der schwarz-gelben Vorgängerregierung erteilte Genehmigung für den Bau eines Gefechtsübungszentrums (GÜZ) durch die Düsseldorfer Firma Rheinmetall. Das Volumen des Rüstungsgeschäfts betrage rund hundert Millionen Euro.

Bereits im März war bekannt geworden, dass Gabriel den Deal wegen der Krim-Krise vorläufig gestoppt habe. Nun ist offenbar eine endgültige Entscheidung gefallen.

Das Gefechtsübungszentrum, das in der Stadt Mulino in der Wolga-Region erbaut und noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden sollte, war laut "SZ" zur Ausbildung von Soldaten mit technisch hochentwickelten Simulationsinstrumenten vorgesehen. Pro Jahr hätten bis zu 30.000 Soldaten in einer solchen Anlage ausgebildet werden können.

Deutschland gehe mit dem Widerruf der Ausfuhrgenehmigung noch über die von der Europäischen Union beschlossenen Sanktionen gegen Russland hinaus. Die Maßnahmen, die unter anderem ein Moratorium für Rüstungsgeschäfte vorsehen und seit Ende vergangener Woche in Kraft sind, schließen eigentlich keine bereits vereinbarten Geschäfte ein.

wal/Reuters

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insgesamt 35 Beiträge
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1. Niebel
noalk 04.08.2014
Tja, dumm gelaufen für ihn. War für Rheinmetall hoffentlich eine Fehlinvestition.
2. Sieht so aus
Haywood Ublomey 04.08.2014
als ob Niebel dort zum falschen Zeitpunkt angeheuert hat. Sooo ein Pech aber auch.
3. Na, Engel Gabriel sei Dank
luciusvoldemort 04.08.2014
gilt das nur für Deutschland. Die Franzosen dürfen ihre zwei Flugzeugträger ruhig an Russland liefern, denn dieser Vertrag muß natürlich eingehalten werden. Die Uneinigkeit der heutigen EU wird eines Tages ihr Ende sein.
4.
FreakShow789 04.08.2014
Na dann wird der Gaspreis sicher bald kräftig steigen.
5. Überraschung! :)
doclocke 04.08.2014
Hinter anderen gut sichtbaren körperlichen Attributen des Herrn Gabriel steckt wohl auch ein kräftiges Rückgrat. Zumindest sieht es nach einem mutigen und sehr verantwortungsbewusstem Schritt aus, meine Hochachtung! Würde von SPON gerne bald mehr über die Hintergründe erfahren -insbesondere die Haltung von CDU und Rheinmetall zu dieser Entscheidung.
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