Umstrittene Einladung US-Botschafter Grenell sagt Essen mit Österreichs Kanzler Kurz ab

Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland, wollte Österreichs Kanzler Kurz in Berlin zum Essen einladen - und zog damit den Unmut der Bundesregierung auf sich. Nun wurde der ungewöhnliche Termin abgesagt.

Richard Grenell
DPA

Richard Grenell


Österreichs Kanzler Sebastian Kurz trifft am Dienstag Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es wird unter anderem um die Flüchtlingspolitik gehen. Ein weiterer Termin wurde indes abgesagt: der bei US-Botschafter Richard Grenell. Die offizielle Begründung für die Absage: Termingründe.

Die Einladung hatte zusammen mit einem umstrittenen Interview Grenells für scharfe Kritik aus der Regierungskoalition gesorgt. Im Gespräch mit dem ultrarechten Portal Breitbart hatte der US-Botschafter Anfang vergangener Woche gesagt: "Ich möchte andere Konservative in Europa, andere Anführer, definitiv stärken."

Bereits an diesem Wochenende relativierte er diese Aussage jedoch. "Ich bedaure die Tatsache, dass meine Worte falsch interpretiert wurden", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Um es klarzustellen: Ich habe nicht die Absicht, mich in politische Angelegenheiten aktiv einzumischen." Der Diplomat sagte weiter: "Ich sehe mich verpflichtet, mit allen Regierungen und allen politischen Parteien zusammenzuarbeiten, um die transatlantischen Beziehungen zu stärken."

dop/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.