US-Wahlkampf Santorum ist jetzt Romney-Fan

Kuschelkurs bei den US-Republikanern: Rick Santorum bittet seine Anhänger nach seinem Rückzug, Spitzenkandidat Mitt Romney im Vorwahlkampf zu unterstützen - dabei hatte er zuvor kaum ein gutes Haar an seinem Konkurrenten gelassen. Alles vergessen, jetzt geht es gegen Obama.

Da waren sie noch Gegner: Santorum und Romney im Februar bei einer TV-Debatte
REUTERS

Da waren sie noch Gegner: Santorum und Romney im Februar bei einer TV-Debatte


Washington - Kehrtwende im Rennen um die republikanische US-Präsidentschaftskandidatur: Nach seinem Ausstieg hat Ex-Senator Rick Santorum seine Anhänger aufgefordert, seinen einstigen Rivalen Mitt Romney zu unterstützen. Wie mehrere US-Medien berichteten, hat Santorum eine E-Mail an seine Anhänger geschickt. Darin bat er, seinen ehemaligen Konkurrenten Romney bei der Wahl im November gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama zu helfen, "um die schwierigste Wahl unseres Lebens zu gewinnen".

Zwar hätten er und Romney in der Vergangenheit Differenzen gehabt, jedoch sei er nach einem Treffen mit dem Ex-Gouverneur von Massachusetts beeindruckt von dessen Wirtschaftsverständnis gewesen und den zentralen Familienthemen in seiner Wahlkampagne, ließ Santorum wissen. "Vor allem stimmen wir dabei überein, dass Präsident Obama besiegt werden muss", betonte Santorum. Der Exsenator war bei den Vorwahlen der schärfste Konkurrent Romneys gewesen und hatte ihm wiederholt vorgeworfen, dass er kein "echter Konservativer" sei.

Santorum hatte Anfang April das Handtuch geworfen, nachdem Romney bei den Vorwahlen einen uneinholbaren Vorsprung erreicht hatte. Der besonders bei wertkonservativen Republikanern beliebte Santorum hat aber zunächst keine Wahlempfehlung für Romney gegeben. Am Freitag trafen sich dann beide, um ihre Gegensätze zu überbrücken.

Romney hat zwar noch nicht die erforderlichen 1144 Delegierten hinter sich, die er zu seiner offiziellen Nominierung als Herausforderer von Präsident Barack Obama auf einem Parteitag Ende August benötigt. Aber inoffiziell gilt er bereits als republikanischer Spitzenkandidat. Nach Berechnungen des Senders CNN dürfte er noch im Mai die Marke 1144 erreichen.

vks/dpa/Reuters/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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der.letzte.dodo 09.05.2012
1. Vielleicht ist ja ein Würstchen für ihn drin
Vize-Präsident oder so Für den Fall des Falles :-)
henniman 09.05.2012
2. egal, was solls
Der GOP-Kandidat wird eh Ron Paul sein. Wurde hier schon berichtet, dass er am Wochenende Maine und Navada gewonnen hat ?
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