Harare/Rom - Der Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe, ist am Sonntag trotz des Einreiseverbots der Europäischen Union nach Rom zur Amtseinführung des neuen Papstes Franziskus gereist. Der 89 Jahre alte Staatschef Simbabwes darf wegen der Verletzung der Menschenrechte und Wahlmanipulationen eigentlich seit 2002 nicht mehr in die EU einreisen.
Da der Vatikan ein eigenständiger Staat auf dem Boden der EU sei, habe in diesem Fall das EU-Einreiseverbot keine Gültigkeit, bestätigte der EU-Botschafter in Simbabwe, Aldo Dell'Ariccia. Mugabe sei deshalb ein EU-Einreisevisum erteilt worden. Die Amtseinführung von Franziskus findet am Dienstag statt. Zu den Feierlichkeiten werden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet.
Für den konservativen Katholiken Mugabe ist es nicht der erste Besuch im Kirchenstaat. 2005 hatte er auch an den Begräbnisfeierlichkeiten von Papst Johannes Paul II. und 2011 an dessen Seligsprechung teilgenommen. Trotz des Protests von Menschenrechtsgruppen und Politikern war er von Kirchenoberen dabei stets freundlich empfangen worden.
ade/dpa/Reuters
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Robert Mugabe | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH