Zimbabwes Diktator: Mugabe reist zu Franziskus` Amtseinführung

Grausamer Diktator, aber gläubiger Christ - Zimbabwes ewiger Diktator Robert Mugabe will zur Amtseinführung von Papst Franziskus in den Vatikan reisen. Der Mini-Kirchenstaat in Rom ist das einzige Fleckchen in der EU, das Mugabe besuchen darf.

Freundliche Begrüßung: 2005 reiste Mugabe zur Beerdigung von Papst Johannes Paul II. Zur Großansicht
AFP

Freundliche Begrüßung: 2005 reiste Mugabe zur Beerdigung von Papst Johannes Paul II.

Harare/Rom - Der Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe, ist am Sonntag trotz des Einreiseverbots der Europäischen Union nach Rom zur Amtseinführung des neuen Papstes Franziskus gereist. Der 89 Jahre alte Staatschef Simbabwes darf wegen der Verletzung der Menschenrechte und Wahlmanipulationen eigentlich seit 2002 nicht mehr in die EU einreisen.

Da der Vatikan ein eigenständiger Staat auf dem Boden der EU sei, habe in diesem Fall das EU-Einreiseverbot keine Gültigkeit, bestätigte der EU-Botschafter in Simbabwe, Aldo Dell'Ariccia. Mugabe sei deshalb ein EU-Einreisevisum erteilt worden. Die Amtseinführung von Franziskus findet am Dienstag statt. Zu den Feierlichkeiten werden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet.

Für den konservativen Katholiken Mugabe ist es nicht der erste Besuch im Kirchenstaat. 2005 hatte er auch an den Begräbnisfeierlichkeiten von Papst Johannes Paul II. und 2011 an dessen Seligsprechung teilgenommen. Trotz des Protests von Menschenrechtsgruppen und Politikern war er von Kirchenoberen dabei stets freundlich empfangen worden.

ade/dpa/Reuters

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Grausamer Diktator im Vatikan,
guentherprien 17.03.2013
na, dann wollen wir mal sehen, wie der Vatikan zu Europa und seinen Gesetzen steht !
2. Ist ja klar, dass die Pfaffen
Augustusrex 17.03.2013
so einen Erzverbrecher freundlich empfangen. Es ist zum Kotzen.
3. optional
afrokrema 17.03.2013
Großes Tennis, der Eine ist gegen Homosexuelle, der Andere kümmert sich gar nicht um Menschenrechte. Man könnte fast sagen, dass es praktisch ist wenn die beiden auf einem Haufen sind...
4. optional
karuso 17.03.2013
Da sieht man doch gleich, wie der Papst zu Menschenrechtverletzer steht und welche Position die Kirche einnimmt. Man kann die Armen nicht trösten und einem Diktator mit Freuden die Hand schütteln. Wie Unglaubwürdig ist das denn.Was bedeutet es Christ zu sein ? Hat es überhaupt noch eine Bedeutung ?
5. Schauen wir mal...
DerNachfrager 17.03.2013
Als gelernter Jesuitenpater ist Franziskus kein Idiot - das konnte man schon sehen. Ebensowenig ist er ein Fan vom System "die weißen sind schuld !" Ich bin gespannt, wie er den Despoten von Harare begrüßen wird.
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