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Trotz Spesenskandal: Roms Bürgermeister tritt doch nicht ab

Roms Bürgermeister Marino: Rücktritt vom Rücktritt Zur Großansicht
REUTERS

Roms Bürgermeister Marino: Rücktritt vom Rücktritt

Mitte Oktober erklärte Ignazio Marino seinen Rücktritt als Bürgermeister von Rom - happige Spesenrechnungen waren ihm zum Verhängnis geworden. Nun will er doch im Amt bleiben.

Italiens Hauptstadt Rom droht das politische Chaos: Eigentlich wäre Bürgermeister Ignazio Marino nur noch bis Sonntag im Amt gewesen. Doch nun hat es sich der 60-Jährige offenbar anders überlegt. "Ich habe mich entschieden, meinen am 12. Oktober eingereichten Rücktritt zurückzuziehen", teilte er auf Facebook mit.

Marino war 2013 als großer Hoffnungsträger ins Amt gekommen. Doch während seiner Amtszeit kam es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten. Unter anderem geriet er wegen happiger Spesenabrechnungen in die Kritik. Mehr als 20.000 Euro soll er für private Essen abgerechnet haben. Der Bürgermeister sprach von Geschäftsterminen und anderen offiziellen Anlässen, mehrere Medien hingegen von privaten Treffen.

Als der Druck zu groß wurde, erklärte er Mitte Oktober seinen Rücktritt. Marino gehört der Demokratischen Partei (PD) von Ministerpräsident Matteo Renzi an.

PD-Präsident Matteo Orfini, der in der Partei zugleich die Zuständigkeit für die Hauptstadt hat, berief am Donnerstagnachmittag die PD-Vertreter im Stadtrat ein. Laut Medienberichten erklärten die 19 PD-Stadträte, sie würden kollektiv zurücktreten, falls Marino nun doch im Amt bleiben wolle.

brk/dpa/AFP

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insgesamt 6 Beiträge
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1. piano, piano
windpillow 29.10.2015
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
2. Italien halt.
jabba1 29.10.2015
So wie ich Italien kenne ist das doch die Normalität. Wo ist das Problem. Bei uns passiert das sicher niemals.
3. So einfach ist die Sache wiederum nicht
deltametro2 29.10.2015
Es geht hier um innerparteilichen Kleinkrieg. Marino hat viele Feinde in der Politik und manche gingen so weit als aufzuspüren wo und wann er falsch geparkt hat. Viele der Vorwürfe gegen ihn wurden maßlos übertrieben. In der Bevölkerung hat er viele Anhänger. Gewiss, er ist kein Heiliger, aber mit "Italien halt" zu kommentieren ist das übliche deutsche Pauschalurteil und beweist das derjenige der es schreibt sich nicht über die Details der Geschichte informiert hat.
4. Nur die Ruhe,
postit2012 29.10.2015
Zitat von deltametro2Es geht hier um innerparteilichen Kleinkrieg. Marino hat viele Feinde in der Politik und manche gingen so weit als aufzuspüren wo und wann er falsch geparkt hat. Viele der Vorwürfe gegen ihn wurden maßlos übertrieben. In der Bevölkerung hat er viele Anhänger. Gewiss, er ist kein Heiliger, aber mit "Italien halt" zu kommentieren ist das übliche deutsche Pauschalurteil und beweist das derjenige der es schreibt sich nicht über die Details der Geschichte informiert hat.
Der Schlußsatz von jabba1 (Bei uns passiert das sicher niemals) ist Indiz für eine zarte Ironie. Nach meinem Gefühl sind sich Italien und Deutschland viel ähnlicher als viele Leute hier wie dort glauben. Wenn nur Küche und Wetter auch noch konvergieren könnten, aber bitte in die richtige Richtung...
5. Ithaker
amdorf 29.10.2015
Die heutige Bevölkerung von Italien hat mit den Römern absolut nichts zu tun. Am besten erkennt man das am Zustand des Millitärs. Vor 2000 hätte er im Zirkus Maximus auftreten dürfen.
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Fläche: 301.336 km²

Bevölkerung: 60,796 Mio.

Hauptstadt: Rom

Staatsoberhaupt:
Sergio Mattarella

Regierungschef: Matteo Renzi

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