Vorwahlen der Republikaner Romney siegt souverän in Illinois

Nächster Triumph für Mitt Romney: Der Ex-Gouverneur setzte sich auch bei den Vorwahlen der Republikaner in Illinois durch. Er gewann die Abstimmung mit klarem Vorsprung vor seinem schärfsten Rivalen Rick Santorum.

Mitt Romney: Triumph in Illinois
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Mitt Romney: Triumph in Illinois


Washington - Mitt Romney ist offenbar nicht aufzuhalten im Rennen der Republikaner um die Herausforderung von US-Präsident Barack Obama. Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts ist am Dienstag seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat auch bei den Vorwahlen im Bundesstaat Illinois gesiegt. Nach Auszählung von 75 Prozent der Wahlbezirke kam Romney auf 47 Prozent der Stimmen, sein hartnäckigster Mitbewerber Rick Santorum landete bei 35 Prozent.

In der Vorwahl ging es für die Bewerber um 54 Delegiertenstimmen. Romney führte vor der Wahl in Illinois mit 522 Stimmen deutlich vor Santorum, der 252 Delegierte für den Nominierungsparteitag im August verbuchen konnte. Abgeschlagen, aber weiter im Rennen waren auch Newt Gingrich mit 136 Stimmen und Ron Paul mit 50. Für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat sind 1144 Stimmen nötig.

Romney bejubelte sein Abschneiden in dem bevölkerungsreichen Staat als "außerordentlichen Erfolg". In seiner Siegesrede machte er klar, sich bereits in der Rolle des Obama-Herausforderers zu verstehen. "Es ist Zeit, dieses Wort zu sagen: Genug! Wir haben genug", rief er seinen Unterstützern in Schaumburg (Illinois) zu. Er habe 25 Jahre lang in der Wirtschaft gearbeitet und dabei sehr viel über die Schaffung von Arbeitsplätzen gelernt, während Obama als "Professor für Verfassungsrecht" keine Erfahrung damit gemacht habe.

Santorum hingegen warnte in seiner Rede, den ehemaligen Geschäftsmann zum Kandidaten fürs Weiße Haus zu machen. "Wir brauchen keinen Manager, wir brauchen jemanden, der den Regierungsapparat an den Wurzeln packt", sagte der ultrakonservative Katholik und warf Romney erneut Wankelmütigkeit in der politischen Ausrichtung vor: "Wir brauchen jemanden, dem man vertrauen kann."

Wählernachfragen zufolge schnitt Romney besonders bei Wählern gut ab, die die Wirtschaft und das Haushaltsdefizit als wichtigstes Wahlkampfthema betrachten. Auch jene Republikaner stimmten für ihn, die einen aussichtsreichen Gegner Obamas wollen.

Santorum kam dagegen bei Wählern gut an, die auf moralkonservative und religiöse Werte setzen. Von ihnen gibt es aber in Illinois nur eine überschaubare Zahl. Im Wahlkampf gaben Multimillionär Romney und sein Unterstützerkomitee für Fernsehwerbespots mit 3,5 Millionen Dollar (2,7 Millionen Euro) das Siebenfache von dem aus, was Santorum zur Verfügung stand.

als/dpa/dapd

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Seite 1
Dosengabel 21.03.2012
1.
Zitat von sysopREUTERSNächster Triumph für Mitt Romney: Der Ex-Gouverneur setzte sich auch bei den Vorwahlen der Republikaner in Illinois durch. Er gewann die Abstimmung mit klarem Vorsprung vor seinem schärfsten Rivalen Rick Santorum. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,822667,00.html
Ein Gewinn für die USA. Ein fortschrittlicher Mann aus dem Mittelstand, zukunftsorientiert, ein Mann des Volkes. Mit Mitt kann die USA nur gewinnen. So, ich geh weiter Steine klopfen.
TheK79 21.03.2012
2.
Das Kernproblem ist ja noch, dass der Typ das kleinste Übel von den (de facto) drei Typen ist. Die beiden anderen wären allerdings wenigstens zuverlässig chancenlos gegen Obama, weil sie jeden vergraulen, der auch nur *minimal* liberal ist.
DrStrang3love 21.03.2012
3.
Zitat von DosengabelEin Gewinn für die USA. Ein fortschrittlicher Mann aus dem Mittelstand, zukunftsorientiert, ein Mann des Volkes. Mit Mitt kann die USA nur gewinnen. So, ich geh weiter Steine klopfen.
Ich hoffe ernsthaft, das war Ironie. Romney kommt weder aus dem "Mittelstand" (wohlhabende Politikerfamilie), gibt sich politisch rückwärtsgewandt (wenn auch nicht in dem Maße wie Santorum) und hat mit seinen Äußerungen gezeigt, dass er wohl der am weitesten vom Volk entfernte Kandidat ist.
Dosengabel 21.03.2012
4.
Zitat von DrStrang3loveIch hoffe ernsthaft, das war Ironie. Romney kommt weder aus dem "Mittelstand" (wohlhabende Politikerfamilie), gibt sich politisch rückwärtsgewandt (wenn auch nicht in dem Maße wie Santorum) und hat mit seinen Äußerungen gezeigt, dass er wohl der am weitesten vom Volk entfernte Kandidat ist.
Das war Ironie
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