Vorwahlen der Republikaner: Romney gewinnt in Puerto Rico

Mitt Romney hat einen weiteren klaren Sieg eingefahren: In Puerto Rico lag der republikanische Anwärter für die Präsidentschaftskandidatur schon bei Beginn der Stimmenauszählung weit vor seinem stärksten Konkurrenten - Rick Santorum hatte die spanischsprechende Bevölkerung verärgert.

Washington - Der Kandidatenmarathon der US-Republikaner geht weiter. Diesmal stimmte Puerto Rico ab. Dort hat sich Mitt Romney klar an die Spitze gesetzt: Nach Auszählung von über zehn Prozent der Stimmen, führte der Ex-Gouverneur nach Informationen des TV-Senders CNN mit 82 Prozent. Enrique Melendez von der puerto-ricanischen Wahlkommission sagte, Romney werde über 50 Prozent der Stimmen erreichen und sich damit alle 20 Delegierten der Insel für den Nominierungsparteitag der Partei im August sichern.

Weit abgeschlagen folgte mit neun Prozent Romneys stärkster Herausforderer, der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum. Dahinter rangierten Newt Gingrich und Ron Paul.

Nach den jüngsten Niederlagen bei den Vorwahlen in den Südstaaten Mississippi und Alabama würde Romney damit nun wieder einen dicken Sieg einfahren. Die 20 Delegiertenstimmen des Territoriums werden an alle Kandidaten proportional verteilt. Erhält der Sieger jedoch über 50 Prozent des Votums, stehen ihm alle Delegiertenstimmen zu. Um im August beim Parteitag der Republikaner zum Gegenkandidaten von Präsident Barack Obama aufgestellt zu werden, muss ein Bewerber mindestens 1144 Delegierte sammeln.

Der bisherige Spitzenreiter Romney galt in Puerto Rico als Favorit für die Vorwahl. Der Multimillionär wird vom dortigen republikanischen Gouverneur Luis Fortuño unterstützt. Eines der Hauptthemen im Wahlkampf des Territoriums ist sein Status: Die Bevölkerung soll sich im November in einem Referendum dafür aussprechen, ob sie Puerto Rico zum 51. US-Staat machen will. Der frühere Gouverneur des US-Staats Massachusetts unterstützt dies. Sein stärkster Herausforderer Santorum hatte die Puerto Ricaner mit der Forderung verärgert, sie müssten Englisch zu ihrer offiziellen Sprache machen, um den Staatenstatus zu erwerben. Bislang ist das Spanisch. Die Bewohner der Territorien sind zwar US-Bürger, dürfen sich aber an den Präsidentenwahlen im November nicht direkt beteiligen.

Die Kandidaten-Anwärter liefen sich derweil bereits für die wichtige Vorwahl am kommenden Dienstag in Illinois warm. Ein Sieg des Bundesstaats im Mittleren Westen, in dem Obama Senator war, gilt als bedeutend.

lgr/dpa/AP

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insgesamt 6 Beiträge
hienstorfer 19.03.2012
Puerto Roico ist noch nicht einmal im Congress anerkannt, und es kann noch nicht einamal bei Präsidentschaftswahlen mitwählen. Der Spiegel ist einfach journalistisch unfäihig. unfassbar dass das zum Thema werden konnte!!! Kauft [...]
Puerto Roico ist noch nicht einmal im Congress anerkannt, und es kann noch nicht einamal bei Präsidentschaftswahlen mitwählen. Der Spiegel ist einfach journalistisch unfäihig. unfassbar dass das zum Thema werden konnte!!! Kauft Euch endlich das Buch "American Politics"
deus-Lo-vult 19.03.2012
Vlt hätte SPON einmal die Güte uns mitzuteilen, welche Rolle Puerto Rico bei den Präsidentschaftswahlen spielt? Oder ist Puerto Rico klammheimlich zum 51. Bundesstaat geworden?
Zitat von sysopMitt Romney hat einen weiteren klaren Sieg eingefahren: In Puerto Rico lag der republikanische Anwärter für die Präsidentschaftskandidatur schon bei Beginn der Stimmenauszählung weit vor seinem stärksten Konkurrenten -Rick Santorum hatte di
Vlt hätte SPON einmal die Güte uns mitzuteilen, welche Rolle Puerto Rico bei den Präsidentschaftswahlen spielt? Oder ist Puerto Rico klammheimlich zum 51. Bundesstaat geworden?
McMuffin 19.03.2012
Zumindest sind sie auf dem Weg zum 51. Bundesstaat. Bis dahin dürfen sie zwar nicht über den Präsidenten mitbestimmen, aber über die Kandidaten. Um 20 Delegierte für den nominierungsparteitag ging es bei der Wahl. Steht alles [...]
Zitat von deus-Lo-vultVlt hätte SPON einmal die Güte uns mitzuteilen, welche Rolle Puerto Rico bei den Präsidentschaftswahlen spielt? Oder ist Puerto Rico klammheimlich zum 51. Bundesstaat geworden?
Zumindest sind sie auf dem Weg zum 51. Bundesstaat. Bis dahin dürfen sie zwar nicht über den Präsidenten mitbestimmen, aber über die Kandidaten. Um 20 Delegierte für den nominierungsparteitag ging es bei der Wahl. Steht alles im Artikel, aber dafür müsste man ihn erst lesen und dann posten.
zephyros 19.03.2012
vllt. erstmal den Artikel lesen? Aber nee, direkt loskrakeelen
Zitat von hienstorferPuerto Roico ist noch nicht einmal im Congress anerkannt, und es kann noch nicht einamal bei Präsidentschaftswahlen mitwählen. Der Spiegel ist einfach journalistisch unfäihig. unfassbar dass das zum Thema werden konnte!!! Kauft Euch endlich das Buch "American Politics"
vllt. erstmal den Artikel lesen? Aber nee, direkt loskrakeelen
freivolk 19.03.2012
Die Territtories und assozierten Gebiete dürfen bei den Primarys traditionell mitmachen. In den letzten Wochen fanden auch Abstimmungen auf Guam, American Samoa und den Virgin Islands statt. Und da jeder Deligierte zählt, kann [...]
Zitat von hienstorferPuerto Roico ist noch nicht einmal im Congress anerkannt, und es kann noch nicht einamal bei Präsidentschaftswahlen mitwählen. Der Spiegel ist einfach journalistisch unfäihig. unfassbar dass das zum Thema werden konnte!!! Kauft Euch endlich das Buch "American Politics"
Die Territtories und assozierten Gebiete dürfen bei den Primarys traditionell mitmachen. In den letzten Wochen fanden auch Abstimmungen auf Guam, American Samoa und den Virgin Islands statt. Und da jeder Deligierte zählt, kann jede dieser Abstimmungen entscheidend sein.
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  • Montag, 19.03.2012 – 00:33 Uhr
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US-Wahl
In den USA liegt die exekutive Gewalt grundsätzlich beim Präsidenten, der Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte in einer Person ist. Der Präsident wird alle vier Jahre neu gewählt, eine einmalige Wiederwahl ist möglich.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ist eine indirekte Wahl: Am Wahltag, der immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November stattfindet, wählt die US-Bevölkerung in jedem Bundesstaat Wahlmänner. Diese bilden das Wahlmännergremium, das offiziell erst im Dezember den Präsidenten und seinen Vize wählt. Dabei gilt in den allermeisten Bundesstaaten das Mehrheitswahlrecht: Die Wahlmänner eines Bundesstaates stimmen alle für den Präsidentschaftskandidaten, der in ihrem Staat die meisten Stimmen bekommen hat. Für den Gegner sind alle Wahlmänner verloren - egal wie knapp das Ergebnis ist ("Winner takes all"-Prinzip).




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