Obamas Vereidigung Romney bleibt Feier fern

Es war das erste Mal seit 1989, dass ein Wahlverlierer bei der Vereidigung des Siegers nicht erschien: Mitt Romney ist den Feierlichkeiten zum Beginn von Barack Obamas zweiter Amtszeit ferngeblieben. Auch die früheren Präsidenten George Bush senior und sein Sohn George W. Bush kamen nicht.


Washington - Drei prominente Republikaner fehlten am Montag bei den Vereidigungsfeiern für US-Präsident Barack Obama. Mitt Romney, der im November die Wahl gegen Obama verloren hatte, verbrachte den Tag in seinem Haus im kalifornischen La Jolla.

Nach Angaben von CBS News war es das erste Mal seit 1989, dass der jeweilige Wahlverlierer nicht zur Vereidigung des Siegers erschien. Allerdings hat sich Romney insgesamt seit der Wahl in der Öffentlichkeit rar gemacht. Auch Obamas Vorgänger George W. Bush und dessen Vater, Ex-Präsident George H.W. Bush, blieben den Feiern fern.

Bush Senior war erst vor kurzem nach wochenlanger Behandlung wegen eines hartnäckigen Hustens in Zusammenhang mit einer Bronchitis aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er und seine Frau Barbara schickten nach Medienberichten aber Obama, First Lady Michelle "und ihren wundervollen Mädchen" die besten Wünsche "zu diesem historischen Tag". In der schriftlichen Erklärung hieß es weiter: "Möge Gott der Allmächtige sie und unser wunderbares Land in den nächsten vier Jahren segnen."

wal/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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svenni1064 22.01.2013
1. GW war dort
Der gute Texaner stand 5 Plätze rechts von Obama am Kapitol in der 2. Reihe.
Verun 22.01.2013
2. Gefahr des Westens
Zitat von sysopREUTERSEs war das erste Mal seit 1989, dass ein Wahlverlierer bei der Vereidigung des Siegers nicht erschien: Mitt Romney ist den Feierlichkeiten zum Beginn von Barack Obamas zweiter Amtszeit ferngeblieben. Auch die früheren Präsidenten George Bush senior und sein Sohn George W. Bush kamen nicht. http://www.spiegel.de/politik/ausland/romney-und-bush-bleiben-obama-feier-fern-a-878908.html
Genau das ist die Gefahr, die von Amerika ausgeht. Rückgang der Säkularisierung und fundamentalisierung des Staates.
Hermes75 22.01.2013
3.
Zitat von VerunGenau das ist die Gefahr, die von Amerika ausgeht. Rückgang der Säkularisierung und fundamentalisierung des Staates.
Und das schließen Sie aus ein paar Zeilen einer Rede? Ist ihnen schon aufgefallen, dass auch deutsche Politiker (zumindest die meisten) ihren Amtseid mit "sowar mit Gott helfe" abschließen. Als Atheist halte ich das übrigens für einen guten Hinweis, dass es keinen Gott geben kann - denn geholfen hat der noch nie ;-) In den USA sind immer noch große Gruppen der Bevölkerung religiös und kein Spitzenpolitiker kann es sich leisten, mit denen zu brechen indem er sich offen als nicht-religiös bekennt. Obama ist aber so säkulär wie es ein US-Präsident überhaupt sein kann. Auch kann ich zumindest bei der aktuellen US-Regierung keinerlei religiöse Einflüsse erkennen - unter Bush jr. war das noch anders. Dass Bush sen. in seinem Alter und in schlechten Gesundheitszustand nicht mehr ins kalte Washington begibt ist verständlich und auf eine Rückkehr Bush jr. kann die Welt sicher gut verzichten...
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