Ermittlungen zur Russlandaffäre Rudy Giuliani schließt sich Trumps Anwaltsteam an

Der ehemalige New Yorker Bürgermeister unterstützt Donald Trumps Team aus Juristen. Rudy Giuliani will eigenen Angaben zufolge ein Ende der Russlandermittlungen bewirken, "zum Wohle des Landes".

Giuliani und Trump (Ende 2016)
AP

Giuliani und Trump (Ende 2016)


Rudolph "Rudy" Giuliani wird das Anwaltsteam des US-Präsidenten in der Russlandaffäre verstärken. Er tue das, weil er hoffe, "zum Wohle des Landes" ein Ende der Untersuchungen zur Russlandaffäre erreichen zu können, sagte der 73-Jährige laut "Washington Post". In einem Interview mit der Zeitung sagte Giuliani, er habe größten Respekt für den Präsidenten und für FBI-Sonderermittler Robert Mueller.

Mueller und seine Mitarbeiter untersuchen, ob Russland die Präsidentschaftswahl 2016 beeinflusst hat und ob es dabei eine Zusammenarbeit mit dem Trump-Team gab.

Giuliani soll nun an der Seite der Anwälte Ty Cobb und Jay Sekulow arbeiten. Er wird dafür dem Bericht zufolge die Anwaltsfirma Greenberg Traurig verlassen. Die "Washington Post" berichtet zudem, dass sich auch die Anwälte Jane Serene Raskin und Marty Raskin dem Trump-Team angeschlossen hätten.

"Rudy ist großartig", sagte Trump laut einer Erklärung seines Beraters Jay Sekulow, aus der die Zeitung zitiert. "Er ist schon lange mein Freund und will die Angelegenheit schnell zum Wohle des Landes regeln."

Giuliani ist Jurist und arbeitete als Bundesstaatsanwalt für den südlichen Distrikt von New York. Von 1994 bis Ende 2001 war er Bürgermeister von New York City. Nach den Anschlägen vom 11. September wurde er als Krisenmanager noch vom gesamten Volk geschätzt, später wandelte er sich zu einem von Trumps verlässlichsten Law-and-Order-Vorkämpfern.

Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zählte Giuliani zu den lautstärksten Unterstützern Trumps, er ergriff auf zahlreichen Veranstaltungen Partei für den Kandidaten der Republikaner und beteiligte sich an der Verbreitung von Verschwörungstheorien über Hillary Clinton. Nach Trumps Wahlsieg wurde Giuliani - selbst Mitglied bei den Republikanern - für mehrere Positionen in der Regierung gehandelt.

aar/dpa

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