Managua/Tegucigapla - Der gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, ist am Freitagabend von Nicaragua kommend in seine alte Heimat zurückgekehrt - allerdings nur kurz. In der Stadt Las Manos machte er einige Schritte über die Grenze nach Honduras, um dort mit Militärvertretern zu sprechen, ging jedoch sogleich wieder zurück.
Weil sein begleitender Konvoi knapp vorher an einer vom Militär eingerichteten Straßensperre gestoppt worden war, ging Zelaya zu Fuß bis nach Las Manos. Wäre er auf honduranischem Boden geblieben, wäre er verhaftet worden. Die dortige Polizei erklärte, sie habe einen "strategischen Plan" für seine Festnahme. Zelaya werden von der Interims-Regierung Verstöße gegen die Verfassung vorgeworfen.
US-Außenministerin Hillary Clinton hat Zelayas Rückkehrversuch als unbekümmert verurteilt. Mit seinem Verhalten helfe er nicht, in Honduras wieder demokatrische und verfassungsgerechte Zustände herzustellen, sagte sie.
Trotz einer im Grenzgebiet zu Nicaragua verhängten Ausgangssperre bis zum frühen Morgen hatten sich Tausende Anhänger Zelayas auf den Weg gemacht, um ihn bei seiner erwarteten Rückkehr zu empfangen und anschließend in die Hauptstadt Tegucigalpa zu begleiten. Zelaya selbst war auf seinem Weg von internationalen Reportern umringt.
Bereits vor der Ankunft des Präsidenten ist es am Grenzübergang zu ersten Zusammenstößen gekommen, bei denen laut örtlichen Medienberichten mehrere Personen verletzt wurden.
Es ist Zelayas zweiter Anlauf, in seine Heimat zurückzukehren. Bereits eine Woche nach seinem Sturz und der Vertreibung aus Honduras hatte er es auf dem Luftweg versucht. Soldaten hatten jedoch die Landebahn des Flughafens der Hauptstadt Tegucigalpa mit Militärfahrzeugen blockiert, so dass Zelayas Maschine abdrehen musste.
can/dpa/AFP/Reuters/AP
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