Honolulu - Die US-Regierung verspricht sich von dem Deal einen starken Impuls für die schwächelnde Wirtschaft: Die USA haben mit Saudi-Arabien einen Vertrag zur Lieferung von Kampfjets im Gesamtwert von knapp 30 Milliarden Dollar geschlossen.
Das US-Präsidialamt teilte am Donnerstag mit, der Auftrag werde in den USA mehr als 50.000 Arbeitsplätze sichern und der US-Wirtschaft pro Jahr einen Schub von 3,5 Milliarden Dollar geben. Die Einigung sieht die Produktion von 84 neuen Flugzeugen durch Boeing sowie die Modernisierung von 70 bestehenden Maschinen vor. Hinzu kämen noch die Lieferung von Munition, Ersatzteilen, sowie Training und Wartung, teilte ein Sprecher in Honolulu mit, wo US-Präsident Barack Obama derzeit seine Ferien verbringt.
Die Vereinbarung sei ein Zeichen dafür, dass die USA auf ein starkes saudi-arabisches Militär in der Region setzten, heißt es weiter in der Erklärung.
Bereits vor etwa einem Jahr hatte der US-Kongress einem auf zehn Jahre angelegten Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien im Wert von 60 Milliarden Dollar zugestimmt. Darin enthalten war der Verkauf von F-15-Flugzeugen, Hubschraubern, verschiedener Raketen, Bomben sowie Radarwarnungssystemen und Nachtsichtgeräten. Einige Abgeordnete stimmten dem Geschäft erst zu, nachdem ihnen versichert wurde, dass es keine Bedrohung für die militärische Überlegenheit Israels in der Region darstelle.
Der "New York Times" zufolge will die Obama-Regierung zudem ein Geschäft mit dem Irak abwickeln. Dabei gehe es um Kriegsmaterial im Wert von elf Milliarden Dollar. Der Plan ist innerhalb der Regierung aber höchst umstritten.
hen/Reuters/dapd
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