Rüstung USA wollen Atomwaffen-Arsenal modernisieren

Es geht um 5113 Sprengköpfe, den Austausch von Trägersystemen und die Erneuerung der Stützpunkte: Die USA planen laut "Washington Post" die Modernisierung des kompletten Atomwaffen-Arsenals.

Ausgemustert: Eine B53 im Werk Pantex Plant bei Amarillo in Texas
AFP

Ausgemustert: Eine B53 im Werk Pantex Plant bei Amarillo in Texas


Hamburg - Zwei Jahrzehnte lang soll die USA ihr Arsenal an Atomwaffen vernachlässigt haben, berichtet die "Washington Post". Nun stehe die wohl kostenträchtigste Modernisierung in der Geschichte des Landes bevor. Vorgesehen seien die Instandhaltung und Verbesserung der 5113 US-Atomsprengköpfe, ein Austausch der Trägersysteme und die Erneuerung der Atomstützpunkte.

Wie teuer die Umsetzung wird, ist noch unklar. Die Zeitung zitiert eine Studie des Stimson Center aus Washington, derzufolge in den kommenden zehn Jahren Kosten von mindestens 352 Milliarden Dollar (268 Milliarden Euro) für die Modernisierung des Atomwaffen-Arsenals anfallen werden.

Andere Schätzungen gehen demnach von noch deutlich höheren Kosten aus. Experten zufolge wird die Umsetzung der Pläne vor allem deshalb so teuer, weil so viele Jahre lang nicht in die Instandhaltung investiert wurde.

jjc/AFP

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quark@mailinator.com 16.09.2012
1. Aber sich über andere aufregen ...
Der Atomwaffensperrvertrag sieht nicht nur vor, daß andere Länder keine Atomwaffen bekommen dürfen, bzw. freiwillig darauf verzichten und Kontrollen zulassen. NEIN, im Gegenzug hatten sich die damaligen Nuklearmächte verpflichtet, ihr Atomwaffenarsenal abzurüsten. Und das auch nicht erst zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Wenn die USA also nicht daran denken das zu tun, wieso fordern sie weiter lauthals von den anderen, sich an den Vertrag zu halten ? Klar, oder ?
edgarzander 16.09.2012
2. Modernisieren statt Verrotten
Na ein Glück modernisieren die Amis. Wäre ja noch schöner, wenn die Ihre Waffen irgendwo in der freien Natur verrotten lassen würden (s. russ. Atom-Uboote in der Barentssee).
tailspin 16.09.2012
3. Schlagt den Politikern die Waffen aus der Hand
Militaertechnik ist so ziemlich das unproduktivste, fuer das man Geld ausgeben kann. Ein stetig wachsender, die Wirtschaft bankrottierender, Geldstrom geht in rein destruktive Techniken. Dabei sind Kriege heute nicht gerade populaer. Frueher gabs noch den Hurrapatriotismus, oder man konnte wenigstens noch das Gold des Feindes und dessen Frauen rauben. Gute alte Zeiten. Alles vorbei. Heute heisst das: Win Hearts and Minds of your Enemy. Wer wollte ohnehin schon was mit Burka verkleideten Frauen anfangen? Freunde macht man sich damit weder damals noch heute. Die meiste Besorgnis macht aber der Gedanke, dass Atomwaffen oder WMD generell in der Hand von wenigen unkontrollierbaren Politikern sind, die eine ganz personliche Agenda haben koennen. Die heisse oder potentielle Konflikte, Furcht bei Freund und Feind, genannt Abschreckung, schueren und als ein Mittel zum Machterhalt ansehen. Inzwischen haben wir wieder mal lernen muessen, dass die meisten Politiker nicht die allerhellsten Koepfe oder die geradlinigsten Charaktere sind. Selbst die eigene Bevoelkerung erfaehrt nicht viel Achtung und ist vor allem eine statistische Groesse fuer die Wiederwahl. Warum sollen solche Leute ueber WMD verfuegen durfen? Die Verbreitung von Furcht ist ein Merkmal totalitaerer Staaten. Wir sind auf dem besten Wege dahin. Daher weg mit den Waffen.
Philosophie 16.09.2012
4. optional
Es gab keine Periode in der Geschichte des Homo Sapiens in der sich diese Spezies freiwillig ihrer Waffen entledigte.Daher ist diese Meldung keiner Überraschung wert.
Websingularität 16.09.2012
5. westliche Doppelmoral
Zitat von sysopAFPEs geht um 5113 Sprengköpfe, den Austausch von Trägersystemen und die Erneuerung der Stützpunkte: Die USA planen laut "Washington Post" die Modernisierung des kompletten Atomwaffen-Arsenals. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,856070,00.html
Ich dachte Obama wollte eine Welt ohne Atomwaffen. Offenbar alles Lüge. Außerdem können die Atomwaffen die USA auch nicht mehr schützen. Was bringt es einem Selbstmordattentäter mit der Todesstrafe zu drohen? Der Iran besitzt heute schon das gleiche Vernichtungspotential, auch ohne Atomwaffen. Es genügt schon, westliche Atomkraftwerke ins Ziel zu nehmen, da braucht der Iran die Atombombe nicht unbedingt. Aber die USA sind ja bekannt, dass sie sich schwächere Gegner aussuchten, wie Afghanistan oder Irak. Dem Iran gegenüber wäre es glaubhafter die eigenen Atomwaffen abzurüsten, weil sie heutzutage keinen strategischen Vorteil mehr bringen. Mit einer Abrüstung kann man nur gewinnen.
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