Hamburg - Zwei Jahrzehnte lang soll die USA ihr Arsenal an Atomwaffen vernachlässigt haben, berichtet die "Washington Post". Nun stehe die wohl kostenträchtigste Modernisierung in der Geschichte des Landes bevor. Vorgesehen seien die Instandhaltung und Verbesserung der 5113 US-Atomsprengköpfe, ein Austausch der Trägersysteme und die Erneuerung der Atomstützpunkte.
Wie teuer die Umsetzung wird, ist noch unklar. Die Zeitung zitiert eine Studie des Stimson Center aus Washington, derzufolge in den kommenden zehn Jahren Kosten von mindestens 352 Milliarden Dollar (268 Milliarden Euro) für die Modernisierung des Atomwaffen-Arsenals anfallen werden.
Andere Schätzungen gehen demnach von noch deutlich höheren Kosten aus. Experten zufolge wird die Umsetzung der Pläne vor allem deshalb so teuer, weil so viele Jahre lang nicht in die Instandhaltung investiert wurde.
jjc/AFP
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Atomwaffensicherheit in den USA | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH