Schwarzes Meer Rumänien besorgt über Russlands Militärpräsenz

Die Situation habe sich "dramatisch verändert": Das Nato-Mitglied Rumänien meldet ein erhöhtes Militäraufkommen Russlands im Schwarzen Meer. Bukarest will das zum Thema seiner EU-Präsidentschaft machen.

Russischer Militärschiff im Schwarzen Meer
AP

Russischer Militärschiff im Schwarzen Meer


Rumäniens Verteidigungsminister ist besorgt: Sein Land, sagte Mihai Fifor, beobachte eine wachsende russische Militärpräsenz im Schwarzen Meer. "Die Situation hat sich im letzten Jahr dramatisch verändert." Er warnte: Russland nutze das Schwarze Meer, um seinen Einfluss im östlichen Mittelmeerraum auszubauen.

Als Abschreckung gegen Russland will Bukarest deshalb noch vor Ende des Jahres gezielt in Kampfjets und Militärausrüstung investieren. Details nannte der Minister nicht. Fifor sagte aber, Rumänien erfülle schon heute das Ziel der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts für Verteidigung auszugeben - und werde das auch in Zukunft tun.

Rumänien will EU-Präsidentschaft nutzen

Ab Januar 2019 wird Rumänien den Sitz der EU-Präsidentschaft übernehmen. Spätestens dann will Bukarest laut Fifor die Verteidigung Europas zu einem Schwerpunktthema machen. Es soll auch darum gehen, wie man in sich in Zukunft gegen russische Cyberattacken wappnet.

Anfang des Jahres hatte die Nato bereits angekündigt, häufiger Manöver im Schwarzen Meer durchzuführen. Rumänien plante, zusätzliche Kampfjets und Ausrüstung, unter anderem Patriot-Raketen, einzukaufen.

Neben Rumänien liegen auch die Nato-Mitglieder Türkei und Bulgarien am Schwarzen Meer, genauso wie die Ukraine und Georgien, die ihrerseits direkte Grenzkonflikte mit Moskau haben.

mst/Reuters



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