Russlandaffäre Neue E-Mail bringt Trumps-Wahlkampfteam weiter in Bedrängnis

Mehrere Ausschüsse untersuchen die möglichen Verbindungen von Trumps Wahlkampfteam nach Russland. Nun ist bei den Ermittlungen offenbar eine E-Mail aufgetaucht, die zu Wladimir Putin führen soll.

Wladimir Putin und Donald Trump
DPA

Wladimir Putin und Donald Trump


Die vergangenen Wochen waren turbulent für US-Präsident Donald Trump. Auf den tödlichen Nazi-Aufmarsch in Charlottesville folgte die Entlassung von Chefberater Stephen Bannon, dann überraschte der Republikaner mit einer neuen Afghanistan-Strategie. Die Russland-Ermittlungen gerieten dabei fast in den Hintergrund - doch nun taucht eine E-Mail auf, die für neuen Ärger sorgen könnte.

Laut einem Bericht des Senders CNN entdeckten Ermittler des Kongresses eine E-Mail, die Kontakte von Trumps Wahlkampfteam zur Regierung in Moskau nahelegt.

Sie soll von einem engen Mitarbeiters Trumps stammen. In der Nachricht sei es um die Bemühungen gegangen, ein Treffen von Mitgliedern des Wahlkampfteams mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu arrangieren. Das berichtete CNN unter Berufung auf eigene Quellen.

Demnach wurde die E-Mail vom jetzigen stellvertretenden Stabschef des Präsidenten, Rick Dearborn, an andere führende Mitglieder des Kampagnenteams geschickt.

Dearborn habe darin über "eine Person" informiert, die die Verbindung zu Putin habe herstellen wollen. Die E-Mail sei im Juni 2016 abgeschickt worden. Zu der Zeit hatte sich der Sohn von Trump, Donald Trump Junior, mit Russen getroffen, die ihm angeblich kompromittierendes Material über Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton angeboten haben sollen.

Neben mehreren Kongress-Ausschüssen untersucht auch der vom Justizministerium eingesetzte Sonderermittler Robert Mueller, ob Trumps Wahlkampfteam mit russischen Stellen zusammengearbeitet hat. Trump hat die Ermittlungen als "Hexenjagd" bezeichnet.

Anlass der Untersuchungen ist die Frage, ob und wie sich Russland in die Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt hat - und ob russische Agenten Trump sogar geholfen haben, die Wahl zu gewinnen. Russland hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

mho/Reuters

insgesamt 96 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
florian29 24.08.2017
1. whow
Dutzende Geldgeber von Clinton suchen unter der Ägide von Mueller ununterbrochen seit Monaten nach emails und Beweisen - das Ergebnis ist eine unbeantwortete email. Das nenne ich einen Erfolg!
rabkauhala 24.08.2017
2. So sad...
... Das es gleich wieder heisst, das alles nur heiße Luft ist, keine Beweise vorliegen und eine Hexenjäger von den Demokraten geführt wird. Einfach mal die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten und so lange den 'Whataboutism' und die Fakenewsvorwürfe lassen. Aber da meistens was dran ist muss für die russischen Interessen ja schon mitten im Prozess gegen alle möglichen Ergebnisse schwadroniert werden, egal ob am Ende, wie im Rechtsstaat üblich eine Schuld oder die Unschuld festgestellt wird. Schwierig zu akzeptieren, wenn man gelenkte Justiz gewöhnt ist oder sie sogar begrüßt, solange sie den eigenen Zwecken dient.
gandhiforever 24.08.2017
3. Indizien
Es tauchen immer mehr Indizien auf, dass Trump und seine Leute mit den Russen zusammengearbeitet haben, um Frau Clinton zu verhindern. Trump seinerseits musste dafuer bei der Geldwaesche (ueber den Kauf von Immobilien) helfen.
krassper 24.08.2017
4. @florian29
Sie glauben, dass diese "Enthüllung" die Untersuchungsergebnisse darstellen? Wenn dem so wäre wäre es sicherlich lächerlich für das Team, jedoch würde kein Ermittlungsteam jemals einfach so seine Ergebnisse vorlegen bevor es nicht zu einem Abschluss gekommen ist. Also dies ist nicht das Ergebniss, aber eventuell ein Versuch den Möchtegern-Gott aus der Reserve zu locken. Taktisch leider recht unbedacht wenn ich schon darauf komme. Am Ende werden wir hoffentlich (wahrheitsgetreu) mehr erfahren, aber das garantiert uns niemand.
taglöhner 24.08.2017
5. Spitze des Eisbergs
Zitat von florian29Dutzende Geldgeber von Clinton suchen unter der Ägide von Mueller ununterbrochen seit Monaten nach emails und Beweisen - das Ergebnis ist eine unbeantwortete email. Das nenne ich einen Erfolg!
Ich lese, die Mail sei beim Kongressausschuss aufgetaucht, Sie nicht? Ich las nirgends, dass dies das einzige war. Sie? Der Ausschuss hat nichts mit Mueller zu tun, wussten Sie das nicht? Es ist sehr unwahrscheinlich, dass vor Abschluss der Ermittlungen mehr als unautorisierte Leaks auftauchen, um jene nicht zu gefährden, meinen Sie nicht?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.