Russlandaffäre Ehemaliger Trump-Berater entschuldigt sich für Instagrampost über Richterin

Donald Trumps Ex-Berater Roger Stone muss sich wegen der Russlandaffäre vor Gericht verantworten - und postete ein umstrittenes Foto seiner Richterin. Das könnte für ihn nun Folgen haben.

Roger Stone, ehemaliger Wahlkampfberater von US-Präsident Trump.
DPA

Roger Stone, ehemaliger Wahlkampfberater von US-Präsident Trump.


Roger Stone, der frühere Berater von US-Präsident Donald Trump, hat sich für einen Instagrampost entschuldigt. Stone hatte ein Bild veröffentlicht, auf dem die Richterin Amy Berman Jackson neben einem Kreuz zu sehen ist, das als Fadenkreuz interpretiert wurde - und es kurz darauf wieder gelöscht.

Jackson ist Richterin in Stones Fall. Im Januar war der 66-Jährige in der Russlandaffäre angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, den US-Kongress belogen zu haben. Es geht um die Veröffentlichung gehackter E-Mails der Demokraten während des Wahlkampfs 2016. US-Geheimdienste machen dafür Russland verantwortlich. Die Mails waren von der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlicht worden. Stone soll vorab davon gewusst haben. Er betont seine Unschuld.

In einem offiziellen Entschuldigungsschreiben an Jackson schrieb Stone, Bild und Kommentar seien "unangemessen" gewesen. Er hätte den Beitrag nicht veröffentlichen sollen. Er habe die Richterin damit nicht bedrohen wollen, sagte er laut dem Nachrichtensender CNN zu einem Mitarbeiter seines Social Media Teams.

Nachdem Stone das Bild von Jackson und dem vermeintlichen Fadenkreuz gelöscht hatte, lud er kurz darauf eine andere Version ohne das Fadenkreuz wieder hoch. Dann löschte er den Post ganz.

Richterin Jackson teilte nun mit, Stone müsse sich für den Post am Donnerstag vor Gericht verantworten. Dieser ist derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß.

kev/mfh/AP/Reuters



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