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Abgeschossener Kampfjet: Russische Blackbox angeblich nicht lesbar

Was geschah vor dem Abschuss des russischen Kampfjets im türkisch-syrischen Luftraum? Die Blackbox gibt darüber angeblich keinen Aufschluss: Laut Militär in Moskau ist der Rekorder zu stark beschädigt.

Vertreter der russischen Armee: Daten der Blackbox nicht lesbar Zur Großansicht
REUTERS

Vertreter der russischen Armee: Daten der Blackbox nicht lesbar

Übers Wochenende haben russische Experten die Blackbox des an der syrisch-türkischen Grenze abgeschossenen Kampfjets untersucht - und offenbar nichts gefunden. Die Daten auf dem Flugschreiber seien nicht lesbar, sagte ein Sprecher des russischen Militärs am Montag.

Ende vergangener Woche hatte das russische Verteidigungsministerium bereits in einer öffentlichen Aktion die Blackbox auseinandergenommen und darauf hingewiesen, dass der Rekorder stark beschädigt sei. Auch einige Speicherchips waren offensichtlich gebrochen.

Damit dürfte es noch schwerer sein, genauere Informationen über den Abschuss des Jets zu bekommen. Zwar sollten nach russischen Angaben auch britische und chinesische Experten an der Auswertung der Blackbox beteiligt sein. Eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls, die von keiner der beiden Streitparteien durchgeführt wurde, gibt es bisher nicht.

Russland behauptet, dass der Jet die Türkei umflogen und den syrischen Luftraum nicht verlassen habe. Der Jagdbomber habe keine Warnungen der Türkei bekommen. Die türkische Regierung sagt, der Kampfjet sei 17 Sekunden lang in türkischem Luftraum gewesen. Trotz Funkwarnungen habe der Kampfbomber nicht abgedreht. Um ihre Behauptungen zu belegen, legte die türkische Regierung Tonaufnahmen der Warnungen vor.

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brk/Reuters/AP

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