Russland Medwedew denkt über Rückkehr in Kreml nach

Zunächst noch ein paar Putin-Jahre und dann zur Abwechslung mal wieder Medwedew: So könnte es an der Staatsspitze Russlands aussehen - findet zumindest Regierungschef Medwedew, der eine Rückkehr ins Präsidentenamt nicht ausschließen will: "Man soll niemals nie sagen."

Russlands Ministerpräsident Medwedew in der Duma (Archivbild): "Ich schließe nichts aus"
DPA

Russlands Ministerpräsident Medwedew in der Duma (Archivbild): "Ich schließe nichts aus"


Moskau - Vier Jahre war er Russlands Staatschef, dann musste Dmitrij Medwedew weichen und Wladimir Putin wieder in den Kreml ziehen lassen. Aber wenn es nach dem amtierenden Regierungschef geht, dann könnte er in ein paar Jahren wieder an die Spitze des Landes zurückkehren: "Man soll niemals nie sagen", sagte Medwedew in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP und der Zeitung "Le Figaro". "Wenn ich gesund genug bin, die Menschen mir vertrauen, schließe ich nicht aus, dass die Dinge diese Wendung nehmen."

Medwedew war im Jahr 2008 für vier Jahre als Staatschef in den Kreml eingezogen. Sein Vorgänger Wladimir Putin durfte damals nach zwei Amtszeiten in Folge nicht mehr antreten. Er übernahm Medwedews Amt als Regierungschef. Nach einer Amtszeit überließ Medwedew Putin dann wieder die Präsidentschaftskandidatur, der daraufhin im Mai zum dritten Mal Präsident wurde. Der 47-jährige Medwedew wurde wieder Ministerpräsident.

Theoretisch kann der 60-jährige Putin nun wieder zwei Amtszeiten in Folge an der Staatsspitze machen - damit hätte er die Möglichkeit, bis zum Jahr 2024 Präsident zu bleiben. Die Amtszeit des Präsidenten war Ende 2008 per Verfassungsänderung von vier auf sechs Jahre verlängert worden.

hen/AFP

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insgesamt 19 Beiträge
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Schwarzspecht 26.11.2012
1. Das Staatsverständnis
dieser Herren ist das von selbstherrlichen Autokraten, die die Beute unter sich aufteilen und Abonnement auf die Logenplätze anmelden. Wo Russland in 5 oder 10 Jahren stehen soll, wie seine Technologieförderung, sein Wohnungsbau, seine Verkehrsinfrastruktur aussehen soll, darauf geben sie keine Antwort. Auf den Exportmärkten findet man außer Kalaschnikow und Erdgas wenig nennenswertes. Das ist das Russland, das ständig "auf Augenhöhe" von seinen Partnern einfordert.
wühlmaus_reloaded 26.11.2012
2. Bis es soweit ist ...
... haben sich die Gesetze auf wundersame Weise so gewandelt, dass Putin Präsident bleibt, bis er den Decke von innen zuzieht. Wetten dass ?
attatroll1 26.11.2012
3. Warum auch nicht
Schlimmer kann die Farce doch sowieso nicht mehr werden.
joergal 26.11.2012
4. Dima und Vova
Das russische Facebook, sowie die Kommentare auf der Internetseite des Nachrichtensenders "Echo Moskaus" quellen über vor "begeisterten Kommentaren" zu dieser Meldung.
Holbirn 26.11.2012
5. An seiner Wahl besteht kein Zweifel
Ich finde es schön, wenn jemand es sich aussuchen kann, in welchem Marionettentheater er auftritt.
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