Russland: Moskau will Demonstrationsrecht verschärfen
Zehntausende Kreml-Gegner haben in den vergangenen Tagen und Wochen in Moskau protestiert - jetzt soll das Demonstrationsrecht in der russischen Hauptstadt strenger werden. Die Begründung: Das Stadtleben werde durch die Proteste gestört. Die Opposition ist empört.
Moskau - Moskau will Medienberichten zufolge Massenproteste erschweren und nach den jüngsten Kundgebungen mit Zehntausenden Teilnehmern das Demonstrationsrecht verschärfen. Die Versammlungen hätten den "Rhythmus des Stadtlebens" verletzt sowie Verkehr und Wirtschaft gestört. Das sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung der Agentur Interfax.
In einem Bericht an Stadtoberhaupt Sergej Sobjanin, einem Vertrauten des gewählten Präsidenten Wladimir Putin, habe Vize-Bürgermeister Pjotr Birjukow zudem Millionenkosten für den Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften beklagt, berichtete die Tageszeitung "Kommersant".
Die Opposition reagierte entsetzt auf die Ankündigung. "Das ist ein Versuch, die Rechte der Bürger auf Massenproteste zu beschränken", sagte Wladimir Ryschkow von der nicht registrierten Partei Parnas. "Diese Einschränkungen sind illegal und werden nichts Positives bewirken." Sergej Udalzow von der Linken Front nannte die Initiative "die dümmste und gefährlichste Reaktion". Dadurch werde die Wut der Bürger weiter angestachelt und die Situation verschärft.
anr/dpa
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Bevölkerung: 142,958 Mio.
Fläche: 17.098.200 km²
Hauptstadt: Moskau
Staatsoberhaupt:
Wladimir Putin
Regierungschef: Dmitrij Medwedew
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