Spionage für die USA Russischer Ex-Agent muss 18 Jahre ins Straflager

Er soll Staatsgeheimnisse an den US-Geheimdienst CIA weitergegeben haben: Ein Militärgericht in Russland hat einen 61-jährigen ehemaligen Geheimdienst-Oberst zu 18 Jahren Haft verurteilt. Jetzt muss der Agent ins Straflager.


Moskau - Mit Spionage kennt sich Valeri Michailow aus. Etliche Jahre hat der 61-Jährige für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB gearbeitet - zuletzt als Oberst. Am Mittwoch hat ein Militärgericht in Russland seine Karriere abrupt beendet und ihn zu 18 Jahren Straflager verurteilt.

Die Richter befanden ihn für schuldig, als Staatsgeheimnisse eingestufte Informationen an einen Agenten des US-Geheimdiensts CIA weitergegeben zu haben. Über den Inhalt der Informationen wurde allerdings nichts bekannt.

Der Oberst muss außerdem ein Bußgeld in Höhe von 500.000 Rubeln (12.000 Euro) bezahlen, sein Besitz wird beschlagnahmt, und seine militärischen Ränge und Orden werden aberkannt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 13 Jahren und vier Monaten gefordert. Die Verteidigung hatte sechs Jahre Haft beantragt.

lei/dpa/AFP



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