Moskau - Russland muss nach Einschätzung von Ministerpräsident Wladimir Putin zum Schutz seiner Ressourcen seine Streitkräfte modernisieren. Putin schrieb in einem Leitartikel der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta", andere Länder könnten versucht sein, Gewalt einzusetzen, um Druck auszuüben. Schon bald könnten Fragen laut werden, ob die nationale Souveränität für Rohstoffe von weltweiter Bedeutung noch gelte.
Putin nannte in seinem Artikel kein Land beim Namen. Er warf jedoch in der Vergangenheit den USA vor, Russland schwächen zu wollen. Die Regierung wolle daher in den kommenden zehn Jahren rund 23 Billionen Rubel (580 Milliarden Euro) für mehr als 400 Interkontinentalraketen, mehr als 600 Kampfflugzeuge, Dutzende U-Boote und Tausende Schützenpanzer ausgeben.
Auch wegen des von Nato und USA geplanten Raketenabwehrsystems sei eine "beispiellose" militärische Aufrüstung notwendig, schreibt Putin in dem Beitrag. Auch Russland müsse sein Luft- und Weltraum-Abwehrsystem stärken.
In dieser Frage könne es nicht "zu viel Patriotismus" geben, so Putin. Die Investitionen in die Rüstungsindustrie würden zudem eine "Lokomotive" für die Entwicklung weiterer Wirtschaftssektoren. Putin, der bereits von 2000 bis 2008 russischer Staatschef war, gilt bei den Präsidentschaftswahlen am 4. März als Favorit.
anr/dpa/AFP
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