Vorwürfe der USA Russland soll Militärpräsenz in der Ostukraine ausgebaut haben

Die US-Regierung wirft Russland einen Bruch des Minsker Abkommens vor: Allen Beteuerungen zum Trotz soll Moskau zusätzliche Armee-Einheiten in die Ostukraine entsandt haben.

Russisches Luftabwehrsystem: "Russland schickt zusätzliche Einheiten"
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Russisches Luftabwehrsystem: "Russland schickt zusätzliche Einheiten"


Die US-Regierung erhebt neue Vorwürfe gegen Moskau: Russland habe seine Militärpräsenz in der umkämpften Ostukraine in den vergangenen Wochen deutlich verstärkt, sagte Marie Harf, Sprecherin des State Department in Washington.

Die russische Armee habe unter anderem zusätzliche Luftabwehrsysteme in der Ukraine stationiert. Außerdem sei Russland an Übungen prorussischer Separatisten beteiligt. "Bei dem Training kamen auch russische Drohnen zum Einsatz, ein unzweideutiges Zeichen für eine russische Präsenz", sagte Harf. Diese Ausbildung stelle einen Verstoß gegen das Minsker Abkommen vom Februar dar, das eine friedliche Lösung des Machtkampfes in der Ostukraine ermöglichen soll.

Die prorussischen Separatisten hätten "eine nennenswerte Zahl von Artillerie-Ausrüstung und Mehrfach-Raketenwerfern in den Gebieten" stationiert, die dem Friedensplan zufolge dort verboten sind. Außerdem würden weitere schwere Waffen in die Ukraine gebracht.

Der Kreml verstärke zudem seine Truppen entlang der ukrainischen Grenze. "Nachdem ihre Zahl relativ gleichbleibend war, schickt Russland nun zusätzliche Einheiten dorthin", sagte die Sprecherin. Seit Oktober seien nicht mehr so viele Soldaten im Grenzgebiet gewesen wie jetzt.

Der Westen und die Regierung in Kiew werfen Russland seit Langem vor, die Rebellen im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. Die Regierung in Moskau hat dies wiederholt zurückgewiesen.

Die USA hatten ihrerseits am Montag begonnen, ukrainische Soldaten auszubilden. Diesen Schritt hat der Kreml scharf kritisiert. Zudem plant Washington ein Hilfsprogramm in Höhe von rund 16,4 Millionen Euro für die Menschen in den umkämpften Gebieten.

syd/Reuters



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Tahlos 23.04.2015
1. Glaub ich nicht
In Russland wird eher Urlaubszeit in einigen Teilen der Streitkräfte sein und da werden wohl einige wieder in der Ostukraine faul an den Stränden oder in den Schützengräben herumliegen. Die Ukraine kann doch froh sein, zahlungskräftige Touristen im Land zu haben. Ich weiß garnicht was da immer so für ein Problem gemacht wird. Mein Gott - das die da in Uniform sind, liegt doch lediglich daran, das die nicht soviele Tage Freizeit haben, so das es sich nicht lohne den Panzerkombi großartig auszuziehen.
"Armenhaus" 23.04.2015
2. Zwischen Doofheit; ..-
Feigheit und linken Journalismus ..- Mann& Frau in eurer Schmierbude : Nicht Russland soll, ..-ja was soll das ?!? RUSSLAND HAT DIESES GEMETZEL ZU VERANTWORTEN !! Fakt ..- PS: Ostukraine, Krim usw. links aus Berlin herausfahren :) !!
xatarinsc2 23.04.2015
3. auf ammi meinung kannst einen lassen
die ammis sollen mal erwachsen werden und sich der realität stellen, schulss mit weltpolizei und outlaw. und deutschland sollte mal n blick in den atlas werfen um heraus zu finden welches geo strategische bündis wirklich sinnvoll ist, hände hoch, und zwar freundlich
siegerländer79 23.04.2015
4.
Das Minsker Abkommen wurde doch lediglich genutzt, um die ukrainischen Truppen vor einer Niederlage zu bewahren. Wie schon beim ersten Abkommen. Ein drittes wird es bestimmt nicht geben nachdem die Kriegshandlungen demnächst wieder aufflammen werden. Die Frage ist, wer hintergeht hier wen?
go-west 23.04.2015
5. Das ist das Wirken
des zynischen und falschen russischen Diktators. Putin hat diese Annexion von langer Hand geplant. Hätte er wenigstens die Ehrlichkeit zu seinen Taten zu stehen anstatt fadenscheinige Vorwände zu liefern, um die Annexion fremden Staatsgebietes zu kaschieren. Er wird diese Gebiete ganz bestimmt nicht mehr räumen. Folgende Konsequenzen drängen sich auf: 1.) Es sollte sich kein Politiker mehr mit diesem Mann zeigen, er darf keine Plattform zur Selbstinszenierung mehr haben 2.) Die Sanktionen müssen noch viel schmerzhafter werden. 3.) Diejenigen, die noch mit Russland gemeinsame Sache machen müssen deutliche Konsequenzen zu spüren bekommen 4.) die WM 2018 muß Russland wieder abgenommen werden 5.) die franz. Hubschrauberträger dürfen als Offensivwaffe definitiv nicht an Ru ausgeliefert werden (wonach es ja auch aussieht). 6.) es müssen unabhängige Informationskanäle für die russische Bevölkerung aufgebaut werden, damit sie nicht mehr alleine von der Putin'schen Propagandamaschine abhängig ist. 7.) Der Westen muss nun massives Waffenmaterial in der Ukraine stationieren, damit zumindest keine weitere Frontverschiebung mehr stattfindet.
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