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Tote bei Anschlag in Wolgograd: "Schwarze Witwe" soll Bombe in Bus gezündet haben

Zerstörter Bus in Wolgograd: War es eine "Schwarze Witwe"? Zur Großansicht
AFP/ Russian Emergencies Ministry

Zerstörter Bus in Wolgograd: War es eine "Schwarze Witwe"?

Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus sind in der russischen Stadt Wolgograd mindestens fünf Menschen getötet worden. Behörden zufolge hat die Frau eines Terroristen, eine sogenannte Schwarze Witwe, das Attentat verübt.

Moskau - Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Stadt Wolgograd hat eine Frau in einem Bus einen Sprengsatz gezündet. Sie riss mehrere Menschen in den Tod. Das nationale Ermittlungskomitee sprach von mindestens fünf Toten, knapp 30 Menschen seien verletzt worden.

In dem Bus saßen den Behörden zufolge vierzig Passagiere. Eine sogenannte Schwarze Witwe eines Terroristen habe das Attentat am Montag verübt, teilten Ermittler der Agentur Interfax zufolge mit. Die Täterin sei anhand von Dokumenten identifiziert worden. Sie sei die Ehefrau eines Bandenführers gewesen, hieß es.

Der Sprengsatz sei am Körper der Frau befestigt gewesen, sagte der Vizechef der örtlichen Ermittlungsbehörden, Waleri Safonow. In der Vergangenheit hatten in Russland immer wieder sogenannte Schwarze Witwen Selbstmordanschläge verübt, um auf diese Weise den Tod ihrer Männer zu rächen.

Die 30-Jährige stamme aus der russischen Teilrepublik Dagestan im Konfliktgebiet Nordkaukasus, hieß es. Dort kämpfen Islamisten - wie auch in der Nachbarrepublik Tschetschenien - um ein von Moskau unabhängiges Kaukasusemirat.

Der Terroristenchef des russischen Konfliktgebiets Nordkaukasus, Doku Umarow, hatte unlängst mit neuen Attentaten gedroht. Ziel sei es, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu verhindern, hatte er erklärt. Die Spiele sollen am 7. Februar in dem Schwarzmeerkurort eröffnet werden. Die Sicherheitsvorkehrungen dort gelten als beispiellos.

Russische Islamisten nutzen Anschläge seit Jahren, um ein von Moskau unabhängiges Kaukasusemirat durchzusetzen. Dabei hatten sich auch immer wieder Schwarze Witwen in die Luft gesprengt.

In dem Bus explodierte laut Medien eine Handgranate. Eine weitere Granate sei nicht gezündet und später entschärft worden, berichtete die Zeitung "Komsomolskaja Prawda". Kremlchef Wladimir Putin werde über die Entwicklungen laufend informiert, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow.

"Russia Today" meldete, die Verletzten sollten nach Moskau ausgeflogen werden. Die Stadt liegt etwa tausend Kilometer südöstlich der russischen Hauptstadt.

heb/kgp/dpa/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 19 Beiträge
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1. abartig
sysiphus-neu 21.10.2013
Dieser Mordanschlag zeigt wie viele seiner Vorgänger, warum Russland nicht vor dem islamistischen Terror zurückweichen kann. Diese verblendeten, skrupellosen Massenmörder können nie und nirgends Teil einer Problemlösung sein - nicht in Syrien, nicht im Kaukasus und nicht in Somalia. Wo sie herrschen ist Gewalt, Rechtlosigkeit und Mittelalter. Ihre Förderer, Auftraggeber und Finanziers gehören ausgeräuchert und unschädlich gemacht - allen voran die Feudaldiktaturen vom Golf. Russland sollte sich in seinem Antiterrorkampf ein Beispiel an der gnadenlosen Konsequenz der israelischen Geheimdienste nehmen, und die Drahtzieher dieser Verbrechen weltweit eliminieren - unabhängig von Rang und Namen.
2.
teenriot81 21.10.2013
Zitat von sysiphus-neuDieser Mordanschlag zeigt wie viele seiner Vorgänger, warum Russland nicht vor dem islamistischen Terror zurückweichen kann. Diese verblendeten, skrupellosen Massenmörder können nie und nirgends Teil einer Problemlösung sein - nicht in Syrien, nicht im Kaukasus und nicht in Somalia. Wo sie herrschen ist Gewalt, Rechtlosigkeit und Mittelalter. Ihre Förderer, Auftraggeber und Finanziers gehören ausgeräuchert und unschädlich gemacht - allen voran die Feudaldiktaturen vom Golf. Russland sollte sich in seinem Antiterrorkampf ein Beispiel an der gnadenlosen Konsequenz der israelischen Geheimdienste nehmen, und die Drahtzieher dieser Verbrechen weltweit eliminieren - unabhängig von Rang und Namen.
Sie sollten sich mal mit dem Krieg in Tschetschenien auseinander setzen. Russland hat genozidartigen Terror verübt, indem z.B. die einzige Geburtsklinik dauerhaft durch Heckenschützen belagert wurde. Heute existiert in Tschetschenien ein von Moskau toleriertes Terrorregime. Wer glaubt das Menschen die in solchen Zuständen leben und groß werden, sich einfach abschlachten lassen und friedlich & moderat bleiben der redet einfach nur vom Sofa aus. Russland hat die Saat gesät die ausländische "Organisationen" nun für ihre Zwecke nutzen.
3. @sysiphus-neu
amlamas 21.10.2013
Wusste gar nicht, dass man eine Idee (Ideologie) "eliminieren" kann... Und wie erfolgreich die Israelis damit sind, erkennt man an den Raketen, die trotzdem in ihre Richtung fliegen...
4. Auch
hansderdampfer 21.10.2013
Zitat von teenriot81Sie sollten sich mal mit dem Krieg in Tschetschenien auseinander setzen. Russland hat genozidartigen Terror verübt, indem z.B. die einzige Geburtsklinik dauerhaft durch Heckenschützen belagert wurde. Heute existiert in Tschetschenien ein von Moskau toleriertes Terrorregime. Wer glaubt das Menschen die in solchen Zuständen leben und groß werden, sich einfach abschlachten lassen und friedlich & moderat bleiben der redet einfach nur vom Sofa aus. Russland hat die Saat gesät die ausländische "Organisationen" nun für ihre Zwecke nutzen.
Auch wenn sie es gerne so hätten aber das ist definitiv nicht der richtige Weg und mit nichts zu entschuldigen!
5.
abc-xyz 21.10.2013
Zitat von sysiphus-neuDieser Mordanschlag zeigt wie viele seiner Vorgänger, warum Russland nicht vor dem islamistischen Terror zurückweichen kann. Diese verblendeten, skrupellosen Massenmörder können nie und nirgends Teil einer Problemlösung sein - nicht in Syrien, nicht im Kaukasus und nicht in Somalia. Wo sie herrschen ist Gewalt, Rechtlosigkeit und Mittelalter. Ihre Förderer, Auftraggeber und Finanziers gehören ausgeräuchert und unschädlich gemacht - allen voran die Feudaldiktaturen vom Golf. Russland sollte sich in seinem Antiterrorkampf ein Beispiel an der gnadenlosen Konsequenz der israelischen Geheimdienste nehmen, und die Drahtzieher dieser Verbrechen weltweit eliminieren - unabhängig von Rang und Namen.
Der Kreml hat mit seiner verfehlten Tschetschenienpolitik nur dafür gesorgt, dass sein Dauer-Abonnement für islamistischen Terror für die nächsten Jahrzehnte gesichert ist. Der Kadyrow Clan ist schon selbst für russische Verhältnisse an Brutalität und Korruption gar nicht mehr erträglich und produziert Schwarze Witwen wie am Fließband. Es ist prinzipiell gar nicht mehr fraglich, ob Russland den Kaukasus verliert, sondern nur wann, egal wie stark der Kreml an der Brutalitätsschraube noch drehen möchte, falls das überhaupt noch möglich ist.
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