Raketenwerfer für den Irak Moskau und Bagdad schließen offenbar Rüstungsdeal

Eine Moskauer Zeitung meldet ein neues Waffengeschäft Russlands mit dem Irak: Laut "Wedomosti" werden Raketen- und Granatwerfer geliefert.

Raketenwerfer TOS-1 (bei einer Übung in Wolgograd): Rüstungsgeschäft mit Bagdad
DPA/ ITAR-TASS

Raketenwerfer TOS-1 (bei einer Übung in Wolgograd): Rüstungsgeschäft mit Bagdad


Moskau - Russland hat nach einem Medienbericht mit dem Irak ein Waffengeschäft in Höhe von umgerechnet rund 750 Millionen Euro abgeschlossen. Zu dem Kriegsgerät gehöre auch der gepanzerte Mehrfachraketenwerfer TOS-1, den Russland erstmals an ein Land außerhalb der früheren Sowjetunion liefere, berichtete die russische Tageszeitung "Wedomosti".

Zwei Mitarbeiter der russischen Waffenindustrie hätten der Zeitung bestätigt, dass das Riesenreich auch Panzerabwehrraketen, Granatwerfer und Haubitzen in den Irak exportiere, hieß es. Ein Teil des Kriegsgeräts sei bereits in Bagdad eingetroffen.

Die EU hat am Dienstag Moskau wegen des Ukraine-Konflikts mit Wirtschaftssanktionen belegt, darunter fallen auch Rüstungsgeschäfte. Auf Waffendeals mit anderen Staaten hat dieser Schritt allerdings keinen Einfluss.

Der Irak gilt ohnehin als einer der lukrativsten Waffenkunden Russlands. Erst im Juni hatte Bagdad in Moskau fünf Jagdflieger vom Typ Suchoi Su-25 für den Kampf gegen die vorrückende Terrormiliz "Islamischer Staat" gekauft. Verhandlungen über zehn weitere Kampfjets laufen.

2012 hatten beide Länder bereits Lieferungen von russischen Kampfhubschraubern und Raketensystemen im Wert von mehr als 3,2 Milliarden Euro beschlossen.

Erst am vergangenen Donnerstag hatten sich die Verteidigungsminister der beiden Länder in Moskau zu Verhandlungen über eine weitere Zusammenarbeit im militärischen Bereich getroffen. Am Dienstag meldete der Armeesender Swesda, dass die ersten Hubschrauber Mi-35 und Kampfflugzeuge Su-25 an Bagdad geliefert wurden.

fab/dpa

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insgesamt 27 Beiträge
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Max2008 30.07.2014
1. Ein weiterer Meilenstein
der überaus erfolgreichen US Aussenpolitik der letzten Jahre. Die Chinesen sichern sich die Erdölquellen im Irak, die Russen liefern für Milliarden (aus Ölgeld..) Waffen. Die US Abgesandten irren derweil irgendwo in der Gegend herum.. - zu bedauern sind eigentlich nur die US Soldaten, die dort in den letzten 25 (!!) Jahren sinnlos verheizt wurden.
kamei 30.07.2014
2. preiswert und gut
nicht das neueste was die Welt zu bieten hat, aber bewährt.
NAL 30.07.2014
3. Nach amerikanischer Ansage
Zitat von Max2008der überaus erfolgreichen US Aussenpolitik der letzten Jahre. Die Chinesen sichern sich die Erdölquellen im Irak, die Russen liefern für Milliarden (aus Ölgeld..) Waffen. Die US Abgesandten irren derweil irgendwo in der Gegend herum.. - zu bedauern sind eigentlich nur die US Soldaten, die dort in den letzten 25 (!!) Jahren sinnlos verheizt wurden.
…sind die Amerikaner erst aus dem Irak abgezogen, als dort Frieden herrschte. So zumindest war bei Kriegsbeginn die Rede von Seiten Amerikas. Nun ja ich verstehe unter Frieden etwas anderes. Ausserdem schulden uns die USA noch immer den Beweis für die Massenvernichtungswaffen, de Saddam gehabt haben soll. Auch hier gilt wieder. Was stört mich mein Geplapper von gestern.
mc6206 30.07.2014
4. Sie sagen es
Zitat von Max2008der überaus erfolgreichen US Aussenpolitik der letzten Jahre. Die Chinesen sichern sich die Erdölquellen im Irak, die Russen liefern für Milliarden (aus Ölgeld..) Waffen. Die US Abgesandten irren derweil irgendwo in der Gegend herum.. - zu bedauern sind eigentlich nur die US Soldaten, die dort in den letzten 25 (!!) Jahren sinnlos verheizt wurden.
die im Iraq getöteten amerikanischen Soldaten sind umsonst gestorben. Das ist ein einziges Kriegsverbrechen.
aaaron 30.07.2014
5. #1 Zu bedauern sind vor allem
die vielen Tausend unschuldigen Opfer unter der Zivilbevölkerung seit dem Beginn des Krieges der Willigen.
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