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Russland: Verdächtige im Fall Nemzow des Auftragsmordes beschuldigt

Verdächtiger im Fall Nemzow: Angeklagt, einen Mord verübt zu haben, um sich zu bereichern Zur Großansicht
DPA

Verdächtiger im Fall Nemzow: Angeklagt, einen Mord verübt zu haben, um sich zu bereichern

Den fünf Verdächtigen, die Boris Nemzow getötet haben sollen, wird ein Auftragsmord vorgeworfen. Laut einem Moskauer Gericht sollen sie den Kreml-Gegner erschossen haben, um sich zu bereichern.

Die juristische Aufarbeitung des Mordes an dem Kreml-Kritiker Boris Nemzow nimmt ihren Lauf: Die Verdächtigen sind des Auftragsmordes beschuldigt worden. Die fünf Männer seien gemäß Artikel 105 des russischen Strafgesetzbuchs angeklagt, gemeinschaftlich einen Mord verübt zu haben, um sich zu bereichern, wie ein Gericht in Moskau mitteilte. Die Verdächtigen, vier Tschetschenen und ein Mann aus der benachbarten Kaukasusrepublik Inguschetien, waren Anfang März festgenommen worden.

Der 55-jährige Nemzow, ein scharfer Gegner von Präsident Wladimir Putin, war am 27. Februar in Kreml-Nähe von hinten erschossen worden. Die Beschuldigten werden am Mittwoch erneut dem Haftrichter vorgeführt.

Die Männer stammen aus dem islamisch geprägten Nordkaukasus. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten ein religiöses Motiv für den Mord. Der Tageszeitung "Kommersant" zufolge soll ein unbekannter Auftraggeber insgesamt rund 80.000 Euro für die Tat gezahlt haben.

Die Ermordung des früheren Vizeregierungschefs Nemzow hatte international Bestürzung ausgelöst. Die russische Opposition wirft den Behörden eine undurchsichtige Untersuchung der Bluttat vor.

mka/dpa/AFP

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insgesamt 38 Beiträge
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1. Das Martyrium des heiligen Boris im kaukasischen Zwielicht
PanzerHeinz 31.03.2015
Es kann natürlich sein, daß der russische Herrscher Putin ein solch verschlagener Schuft ist, der einen Staatsfeind vor seiner Haustüre meucheln läßt, wohl wissend, daß man ihm eine solche Dummheit nicht zutraut. Doch ist dies nicht gerade wahrscheinlich, weil das Meucheln von Staatsfeinden auf der Weltbühne einen sehr schlechten Eindruck macht. Rußland betreibt aber bis jetzt eine recht wirksame Gegenpropaganda (so sehen sich die hiesigen Anstandsdamen regelmäßig gezwungen die Zwischennetzforen zu sperren, weil die Meute die Artikel gegen Rußland allzu heftig zerreißt). Putins kaukasischer Vasallenherrscher ist zudem eine sehr zwielichtige Figur und dann sind da noch die Saudis, deren Geheimdienstchef gegenüber Putin damit geprahlt haben soll, daß die Saudis die kaukasischen Glaubenseiferer nach Belieben an und Ausschalten können. Doch würde es Rußland wenig helfen, die Saudis oder die VSA zu überführen, weil diese dann behaupten würden, das seien bloße Verschwörungstheorien.
2. Dir russische Opposition wirft undurchsichtige Untersuchung vor
Theodoro911 31.03.2015
Sie sollte sich daran gewöhnen, daß die Untersuchungsergebnisse im Prozess eingebracht werden. So ist das in einem Rechtsstaat. Über die Beweise der Staatsanwaltschaft werden sich die Verteidiger dann schon hermachen. Bis jetzt ist den Ermittlern nichts vorzuwerfen.
3.
b.h.danzeisen 31.03.2015
Putin ist für mich ein Machtbesener Mensch. Menschen die im zu gefährlich werden, werden beseitigt. Beweis der Zukunft, schmusekurs mit Griechenland. Der wird Griechenland aussaugen bis zum geht nicht mehr. Raus mit den Griechen aus der EU, und und nicht mehr rein.
4. na dann ..........
zippo2012 31.03.2015
.......... dürfte es ja ein Leichtes sein den ominösen Auftraggeber zu ermitteln, gebt den Jungs nochmal 80 Mille und die spucken das schon aus. Der Preis für einen so Prominenten wie Nemzow dürfte wohl um einiges höher sein, auch in Tschetschenien.
5.
ka117 31.03.2015
Zitat von PanzerHeinzEs kann natürlich sein, daß der russische Herrscher Putin ein solch verschlagener Schuft ist, der einen Staatsfeind vor seiner Haustüre meucheln läßt, wohl wissend, daß man ihm eine solche Dummheit nicht zutraut. Doch ist dies nicht gerade wahrscheinlich, weil das Meucheln von Staatsfeinden auf der Weltbühne einen sehr schlechten Eindruck macht. Rußland betreibt aber bis jetzt eine recht wirksame Gegenpropaganda (so sehen sich die hiesigen Anstandsdamen regelmäßig gezwungen die Zwischennetzforen zu sperren, weil die Meute die Artikel gegen Rußland allzu heftig zerreißt). Putins kaukasischer Vasallenherrscher ist zudem eine sehr zwielichtige Figur und dann sind da noch die Saudis, deren Geheimdienstchef gegenüber Putin damit geprahlt haben soll, daß die Saudis die kaukasischen Glaubenseiferer nach Belieben an und Ausschalten können. Doch würde es Rußland wenig helfen, die Saudis oder die VSA zu überführen, weil diese dann behaupten würden, das seien bloße Verschwörungstheorien.
Das mag für Europa gelten, nicht unbedingt aber für Russland. Es kann sich nämlich genauso um eine pure Demonstration der Kraft handeln, nach dem Motto: "sieht hier, ich kann machen was, wann und WO ich will. Und KEINER kann etwas dagegen tun". Nicht wahr?
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