St. Petersburg Putin dankt Trump für Hinweise auf Anschlag

Russische Sicherheitskräfte haben mit Hilfe der USA mutmaßliche Terroristen festgenommen. Präsident Putin dankte US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat für die Unterstützung.

Wladimir Putin
SERGEI CHIRIKO/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Wladimir Putin


In Russland hätte es offenbar fast einen Terroranschlag gegeben - doch dann kam ein US-Geheimdienst den russischen Behörden zu Hilfe. Von der CIA zur Verfügung gestellte Informationen hätten es ermöglicht, einen Bombenangriff im Zentrum von St. Petersburg zu verhindern, teilte das russische Präsidialamt am Sonntag mit.

Präsident Wladimir Putin habe sich in einem Telefonat bei US-Präsident Donald Trump für die Hilfe bedankt. Sollten die russischen Sicherheitsbehörden Kenntnisse über Attentatsplanungen in den USA gewinnen, würden sie diese im Gegenzug den USA zur Verfügung stellen.

Der Anschlag habe in der Kasaner Kathedrale und an anderen von vielen Menschen frequentierten Orten stattfinden sollen, teilte der Kreml mit. Wie das Weiße Haus mitteilte, hätten US-Informationen zu verhindern geholfen, dass "eine große Anzahl von Menschen getötet" hätten werden können.

Angaben zu den Tätern oder ihren Motiven wurden zunächst nicht gemacht. Bereits in der vergangenen Woche hatte es aber Berichte gegeben, denen zufolge russische Sicherheitsbeamte Anhänger des Islamischen Staates festgenommen hatten, die einen Anschlag in der Kasaner Kathedrale geplant hätten.

Fünf von sieben Verdächtigen wurden demnach in Untersuchungshaft genommen. Nach Behördenangaben kamen die Verdächtigen teils aus dem islamisch geprägten Nordkaukasus, teils aus Zentralasien.

ssu/AP/dpa-AFX/Reuters



insgesamt 41 Beiträge
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alfredo24 17.12.2017
1. Praktische Politik von Trump und Putin.
Das ist ein schönes Beispiel für Weihnachten, wenn bei der Bekämpfung von Terror auch in Russland der US-Geheimdienst CIA den entscheidenden Tipp zur Verhinderung eines Terror-Anschlags gibt. Das ist für mich ein Stück Weltfrieden, wenn Trump und Putin so ein Verhältnis in ihrer politischen Umsetzung haben. Das einzig Negative an der Sache ist die Foto-Auswahl von SPON beim Bild von Putin.
Ishibashi 17.12.2017
2. Sebstverständlichkeit
Eine gegenseitige Hilfe in der Terrorbekämpfung sollte wohl eine Selbstverständlichkeit sein. Wobei Russland da sicher weitaus mehr gefährdet ist als die USA. Die Grenzen im Süden von Russland sind praktisch nicht zu kontrollieren und die vielen Gastarbeiter aus dem Kaukasusraum macht es für Terroristen einfach unterzutauchen.
cup01 17.12.2017
3. Augenwischerei
Es soll nur zeigen wie gut Russland und die USA zusammenarbeiten könnten, wenn da nicht die Russlandaffäre wäre.
KaWeGoe 17.12.2017
4. Das ist ja wohl das Mindeste, was Putin von Trump als ...
... Gegenleistung für die Wahlunterstützung erwarten darf. Trump wird noch mehr liefern müssen, z.B. Krim, Ost-Ukraine, baltische Staaten, ....
Ekatus Atimoss 17.12.2017
5. wie gut, dass sich die beiden Mächte...
...nicht so spinnefeind sind, dass selbst das nicht mehr funktionieren würde. Persönlich würde ich sowohl Trump als auch Putin lieber heute als morgen im Orkus der Geschichte verschwinden sehen, aber wenn hierüber Menschenleben gerettet werden, ist diese Zusammenarbeit begrüssenswert.
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