Auslandsgeschäfte Mueller will angeblich Ermittlungen gegen Trumps Schwiegersohn Kushner ausweiten

Bislang ging es nur um die Russlandaffäre. Aber jetzt interessieren den US-Sonderermittler Mueller angeblich auch die Auslandsgeschäfte von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.

Jared Kushner
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Jared Kushner


Jared Kushner soll während des Wahlkampfes 2016 versucht haben, Geld von ausländischen Investoren für seine Immobilienprojekte einzuwerben. Daher wolle US-Sonderermittler Robert Mueller nun auch außerhalb der Russlandaffäre gegen den Schwiegersohn von Präsident Donald Trump ermitteln, berichtet CNN.

Bislang ging es bei den Untersuchungen um Kushners Kontakte nach Russland und die Anklage gegen Russland wegen Beeinflussung der US-Präsidentenwahl 2016. Nun sollen Kushners Versuche, während des Wahlkampfes Kontakte zu Investoren aus 15 Ländern aufzunehmen, untersucht werden.

Eine Woche nach Trumps Wahl zum US-Präsidenten hatte sich Kushner mit dem Vorstand der chinesischen Versicherungsgruppe Anbang getroffen, wie die "New York Times" berichtet hatte. Zuletzt waren Kushners Bemühungen, Gelder für ein Bürogebäude in New York zu gewinnen, publik geworden.

In der Russlandaffäre war Kushner Ende vergangenen Jahres in den Fokus gerückt: Er solle den ehemaligen nationalen US-Sicherheitsberater Michael Flynn zur Kontaktaufnahme mit Russland angestiftet haben, berichteten am Freitag mehrere US-Medien übereinstimmend.

als/dpa



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Nubari 20.02.2018
1. Mr. Kushner's Niedergang nimmt Fahrt auf
Nachdem sich Stabschef Kelly bis Ende der Woche alle Mitarbeiter ohne Sicherheitsfreigabe vorknöpfen will, kommt jetzt auch der Sonderermittler auf den Tausendsassa zu. Da Kushner niemals eine Sicherheitsfreigabe erhalten wird, sind seine Tage im Weißen Haus gezählt. Wie soll er denn Senior Adviser des Präsidenten sein, wenn er keinen Zugang mehr zu geheimen Akten haben darf? Dass sich nun Robert Mueller ihm zuwendet, war zwar zu erwarten, ist aber dennoch dramatisch. Nicht nur, dass Kushner sich von der gesamten korrupten Mischpoke am ungeniertesten um Investoren für sein den Finanztod sterbendes Projekt "666 5th Avenue" bemüht hat. Unter anderem sind sein Meeting mit Russen im Trump Tower, sein Meeting mit Sergej Gorkow von der unter Sanktionen stehenden Kreml-Bank Wneschekonombank (VEB Bank), und sein angeblicher Vorstoß beim russischen Botschafter, als Rückkanal die verschlüsselten Kommunikationskanäle der russischen Botschaft nutzen zu dürfen, unwiderstehlich für den Sonderermittler. Nepotismus, Verschwöring gegen die Vereinigten Staaten und das Ausnutzen einer Regierungsposition zur Förderung privater Geschäfte dürften leicht zu beweisen sein. Ich gebe Kushner noch zwei Wochen bis zu seiner Befragung durch das Mueller-Team und weitere vier Wochen bis zum ersten Indictment des Sonderermittlers. Robert Müller ist der beste Ermittler, den die USA haben, fokussiert und um Tempo bemüht. Wir werden auch bald die Befragung von Trump erleben, offen sind nur noch die Umstände. Entweder er stimmt zu und darf in Beisein seiner Anwälte befragt werden, oder er weigert sich und bekommt eine Vorladung vor die Grand Jury, dann müssen seine Anwälte aber vor der Türe warten.
g.eliot 20.02.2018
2. Der Nepotismus und Selbstbereicherung des Familien-Clans...
...ist sagenhaft, die Schamlosigkeit in einem westlichen Land bisher einmalig. Kushner hatte sich bemüht, die Milliarde Dollar, welche ihm von der Finanzierung von 666 Fifth Avenue fehlen, nicht nur in Russland, sondern auch in Qatar aufzutreiben. Selbst ein Milliardär, der auf solcher Unterfinanzierung sitzt, kann ganz schön in die Klemme kommen, sollten die Banken einmal nervös werden. Allein die Zinsen müssen astronomisch hoch sein. Darum war Kushner von Anfang an fleißig unterwegs. Natürlich nutzte er seine neuen Connections aus. Trumps Söhne machen fröhlich ihre Geschäfte weiter, obwohl Trump nach wie vor 100% davon profitiert. Den Fans ist es egal. Bei jedem anderen würden sie Zeter und Mordio bzw. nach Impeachment schreien und würden sich gar nicht mehr beruhigen. Ihr Idol darf alles, das ist schon mehr als skurril.
Heinrich52 20.02.2018
3. FBI Hilflos
Nachdem das FBI wegen der Russlandaffäre Trump nichts nachweisen kann, versucht man seine Geschäfte zu kontrollieren. Das ist reine Schikane. Das Was Trump oder Kushner gemacht haben, macht auch Microsoft, Apple oder andere Großkonzerne. Diese Untersuchungen müsste auf alle großen Firmen in Amerika ausgedehnt werden. Aber Kushner und Trump oder Apple Google haben gute Anwälte und wirtschaftberater die die Schlupflöcher kennen. Ich finde eine Schweinerei was in Amerika geschieht.
derjoey 20.02.2018
4.
Zitat von Heinrich52Nachdem das FBI wegen der Russlandaffäre Trump nichts nachweisen kann, versucht man seine Geschäfte zu kontrollieren. Das ist reine Schikane. Das Was Trump oder Kushner gemacht haben, macht auch Microsoft, Apple oder andere Großkonzerne. Diese Untersuchungen müsste auf alle großen Firmen in Amerika ausgedehnt werden. Aber Kushner und Trump oder Apple Google haben gute Anwälte und wirtschaftberater die die Schlupflöcher kennen. Ich finde eine Schweinerei was in Amerika geschieht.
Die Ermittlungen sind nebenläufig, wie im Artikel steht. Es ist ja nun nicht so selten, dass wenn man tief genug im Dreck stochert, mehr findet, als man ursprünglich vermutet hat. Und zum Versuch, die Geschäfte des Mr. Trump zu kontrollieren: Zum einen sehe ich nicht Negatives an etwas Kontrolle von Konzernen, zum anderen darf Mr. Trump als US-Präsident offiziell gar keine Geschäfte mehr machen - Stichwort "blind trust". Der Aufreger um die Ignoranz ggü. dieser Vorgabe von Seiten des POTUS wurde allerdings mittlerweile von bereits so vielen anderen überschattet, dass ich gut nachvollziehen kann, dass er nicht mehr so präsent ist.
g.eliot 20.02.2018
5.
Zitat von derjoeyDie Ermittlungen sind nebenläufig, wie im Artikel steht. Es ist ja nun nicht so selten, dass wenn man tief genug im Dreck stochert, mehr findet, als man ursprünglich vermutet hat. Und zum Versuch, die Geschäfte des Mr. Trump zu kontrollieren: Zum einen sehe ich nicht Negatives an etwas Kontrolle von Konzernen, zum anderen darf Mr. Trump als US-Präsident offiziell gar keine Geschäfte mehr machen - Stichwort "blind trust". Der Aufreger um die Ignoranz ggü. dieser Vorgabe von Seiten des POTUS wurde allerdings mittlerweile von bereits so vielen anderen überschattet, dass ich gut nachvollziehen kann, dass er nicht mehr so präsent ist.
Manche Fans stellen sich halt dumm. Bei jedem anderen gäbe es ein Riesenaufschrei der Empörung. Der Vorwurf des Nepotismus müsste allein schon greifen, wenn Familienmitglieder oder Verwandte in wichtige politische Positionen gehievt werden, zumal sie völlig unerfahren und nicht professionell kompetent sind. Ja, durch die nicht enden wollenden, beinahe täglich gemeldeten Ungereimtheiten, Täuschungen, Lügen bzw. durch die prolligen Twitter-Schimpftiraden fürchten manche Amerikanern schon die Bildung einer gewissen Abstumpfung und eine Akzeptanz als "the new normal". Viele Amerikaner haben Angst, dass die Menschen sich daran gewöhnen und höhere Ansprüche und Kriterien gar nicht mehr stellen werden.
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