Ermittlungen des FBI Treffen auf Seychellen diente angeblich Aufbau von Geheimkanal nach Moskau

Neue Indizien in der Russlandaffäre: Bei einem Treffen des Gründers der Firma Blackwater mit einem russischen Investor soll die Einrichtung eines Geheimkanals zwischen Washington und Moskau vereinbart worden sein.

Robert Mueller
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Robert Mueller


Der Sonderermittler des FBI, Robert Mueller, soll Beweise dafür gefunden haben, dass ein Treffen auf den Seychellen dazu diente, einen geheimen Gesprächskanal zwischen Russland und den USA aufzubauen. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Personen.

Im Dezember war durch einen Bericht der Zeitung bekannt geworden, dass kurz vor der Vereidigung des US-Präsidenten Donald Trump ein Treffen zwischen dem Gründer der Sicherheitsfirma Blackwater, Erik Prince, und dem Chef des russischen Direktinvestitionsfonds, Kirill Dmitriev, auf den Seychellen stattfand.

Laut "Washington Post" hat nun ein Zeuge ausgesagt, dass das Treffen geplant gewesen sei. In früheren Vernehmungen im Kongress hatte Prince ausgesagt, dass das Treffen mit Dmitriev zufällig war und von Beamten der Vereinigten Arabischen Emirate vorgeschlagen worden war. "Ich bin nicht dorthin geflogen, um einen Russen zu treffen", sagte er damals.

Die Ermittler um Robert Mueller vermuten nun, dass das Seychellen-Treffen eine der ersten Begegnungen war, die zu einem geheimen Gesprächskanal zwischen Russland und den USA führen sollten.

Dass es Überlegungen der Trump-Regierung gab, einen solchen Kanal einzurichten, ist bekannt. Im Sommer war bekannt geworden, dass Trumps Schwiegersohn Jared Kushner diese Möglichkeit als Option in Betracht gezogen hatte. Demnach führte Kushner im Dezember 2016, nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten, entsprechende Gespräche mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak.

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