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Russische Intervention in Syrien: Die Folgen von 167 Tagen Bombenkrieg

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Syrische Oppositionshochburg Duma nach einem Bombenabwurf Zur Großansicht
REUTERS

Syrische Oppositionshochburg Duma nach einem Bombenabwurf

Wladimir Putin zieht den Großteil seiner Soldaten aus Syrien ab. Die Militärintervention der Russen hat in dem verwüsteten Land Fakten geschaffen - von denen vor allem das Assad-Regime profitiert.

Genau 167 Tage lang waren russische Soldaten und Kampfjets in Syrien im Einsatz. Nun sollen die meisten von ihnen abgezogen werden. Das kündigte Russlands Präsident Wladimir Putin an. Der neu gebaute russische Stützpunkt bei Latakia bleibt ebenso wie die vergrößerte russische Basis in Tartus weiterhin in Betrieb.

Welche Ergebnisse resultieren bislang aus der russischen Intervention? Tatsächlich wurden neue Fakten geschaffen:

  • Baschar al-Assad ist gerettet: Bevor Russland eingriff, hatte das syrische Regime reihenweise Niederlagen einstecken müssen und war in seiner Kernregion im Westen des Landes bedroht. Diese Gefahr ist für Präsident Baschar al-Assad nun vorerst gebannt. Und sollte das Küstengebiet wieder gefährdet sein, kann Russland von seinen Stützpunkten aus erneut schnell eingreifen.

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Teilabzug aus Syrien: Russlands Jets auf dem Heimflug

  • Dem Westen fehlen die Druckmittel: Die russische Intervention nahm den USA und Europa Handlungsoptionen in Syrien wie eine mögliche Flugverbotszone. Der russische Abzug könnte nun aber dabei helfen, die Verhandlungen in Genf zwischen dem Regime und der Opposition voranzubringen. Denn Moskau signalisiert Assad, dass er Zugeständnisse machen muss.

  • Die Teilung des Landes wurde zementiert: Syrien driftet auseinander in mehrere Machtbereiche. Diesen Prozess hat Russland mit seiner Unterstützung für Assad und einzelne Milizen beschleunigt - ebenso aber auch andere Staaten wie zum Beispiel Iran und Saudi-Arabien, die in Syrien einen Stellvertreterkrieg führen.

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  • Die humanitäre Katastrophe nimmt zu: Seit Beginn der russischen Intervention mussten nach Einschätzung der Uno Hunderttausende Menschen fliehen. Journalisten und Menschenrechtler dokumentierten, wie Bomben Marktplätze trafen. Auch Krankenhäuser wurden zerstört. Die fehlende Infrastruktur erschwert es Geflüchteten, nach Syrien zurückzukehren.

Der russische Einsatz hat auch außerhalb Syriens Folgen. Der Kreml befindet sich mit dem Nato-Mitglied Türkei auf Kollisionskurs: Das türkische Militär schoss einen russischen Kampfjet ab, woraufhin Moskau Sanktionen gegen Ankara verhängte. Außerdem unterstützte Russland den syrisch-kurdischen Ableger der PKK, die YPG. Dies befeuerte den Krieg zwischen der türkischen Regierung und der PKK zusätzlich, sodass die Türkei nun an der Schwelle zum Bürgerkrieg steht.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 84 Beiträge
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1. Der Putin
wasnulos 15.03.2016
muss schon ein echter Superman sein. Er hat es geschafft Syrien zu destabilisieren und nun hat er auch noch den Türken den Bürgerkrieg vorbereitet, Respekt! Weniger Respekt kann ich hingegen der eher dümmlichen Analyse des Spon (wie nennt man das? Journalist? eher nicht, oder?) entgegen bringen. Liebe Grüße Wasnu P.s.: Militärischer Einsatz im Ausland sollte immer ein Ziel haben und nicht nur auf Dauer Rüstungsfirmen zu Gewinnen verhelfen, das aber nur am Rande ;)
2.
Loewe_78 15.03.2016
Das sind die Folgen von vier Jahren (!) Krieg, der nicht nur von Russland befeuert wird.
3. der böse Russe hat mal wieder
KlausEiner 15.03.2016
alles kaputt gemacht. Warum schreiben Sie nicht darüber, das die USA den ganzen Krieg verursacht haben? Warum schreiben Sie nicht über die US-Unterstützung des IS? Weil Sie nicht recherchieren sondern nur Vorgekautes abtippen? Der Russe hat alles kaputt gemacht. Wie lange wollen Sie diesen Schwachsinn noch gebetsmühlenartig runterleieren? Sind Sie ein Klon von Bennie Bidder? Den Unsinn glauben doch nur noch Hirntote - LOL
4. Amerika bombt
Raseramses 15.03.2016
seit eineinhalb Jahren. Das Land wurde zerstört, auch, weil sie zusammen mit ihren engen Verbündeten - wie Saudi Arabien und Türkei - seit Jahren Waffen an IS und Al Nusra geliefert haben .... und der IS immer stärker geworden. Wer hat denn nun den Krieg entfacht?
5. umfangreich
andreika123 15.03.2016
Ich sehe nur das die Russen dass geschafft haben was die andere vier Jahre versucht haben. Wenn alle gegen Terroristen gekämpft hätten währen schon alle zuhause.
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Fläche: 185.180 km²

Bevölkerung: 22,265 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Imad Khamis

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