Sturmfolgen: Iran bietet USA Hilfe an

Dieses Angebot dürfte ins Leere laufen: Iran hat den USA Hilfe wegen der Zerstörungen durch den Hurrikan "Sandy" vorgeschlagen - man habe Erfahrung mit Stürmen und Überschwemmungen, sagte der Vorsitzende des Roten Halbmondes.

Teheran - Sie sind jederzeit bereit für einen Einsatz in den USA: Der Iranische Rote Halbmond hat Washington nach dem verheerenden Wüten von Hurrikan "Sandy" seine Hilfe angeboten. Die Hilfsorganisation habe große Erfahrung mit Stürmen und Überschwemmungen, sagte dessen Vorsitzender Mahmud Mosafar am Mittwochabend der Nachrichtenagentur Fars.

Die Organisation stehe bereit, den Opfern in New York und anderen Städten zu helfen. Sollte die US-Regierung das Angebot annehmen, würden die iranischen Helfer umgehend nach Amerika aufbrechen.

Das Angebot ist äußerst ungewöhnlich: Iran und die USA gelten als Erzfeinde und unterhalten seit mehr als 30 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Der Westen verdächtigt Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms nach Atomwaffen zu streben. Der Uno-Sicherheitsrat verhängte bereits mehrere Sanktionsrunden gegen Teheran, zuletzt hatte auch die EU Sanktionen gegen den Staat beschlossen. Die iranische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Israel, das sich von dem Atomprogramm in seiner Existenz bedroht sieht, erwägt einen Angriff auf Nuklearanlagen in Iran. Auch die Regierung von US-Präsident Barack Obama schloss eine Militäraktion als letztes Mittel nicht aus.

Von Kuba, einem weiteren US-Gegner, erhielt Washington Beileidsbekundunge. Staatschef Raúl Castro drückte sein Bedauern über die Opfer in den USA und anderen Ländern wie Haiti, Bahamas, Jamaika und Kanada aus. Auf der sozialistischen Karibikinsel selbst forderte "Sandy" mindestens elf Menschenleben

hen/dpa/AFP

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1. was ist daran ungewöhnlich?
Augustusrex 01.11.2012
Die USA hatten letztens dem Iran nach einem Erdbeben auch humanitäre Hilfe angeboten.
2. gute Einstellung
RudiLeuchtenbrink 01.11.2012
Zitat von sysopDieses Angebot dürfte ins Leere laufen: Iran hat den USA Hilfe wegen der Zerstörungen durch den Hurrikan "Sandy" vorgeschlagen - man habe Erfahrung mit Stürmen und Überschwemmungen, sagte der Vorsitzende des Roten Halbmondes. "Sandy": Iran bietet USA Hilfe wegen Sturmschäden an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/sandy-iran-bietet-usa-hilfe-wegen-sturmschaeden-an-a-864684.html)
so beginnt eine dauerhafte Freundschaft. Es ist besser sich zu vertragen und zu helfen, als aufeinander zu schiessen.
3. Das...
liptovskykarl 01.11.2012
ist jedenfalls 1000x besser als einen Krieg gegeneinander zu fuehren! Aber so ein "Angebot muss natuerlich ins Leere laufen" jedenfalss laut Schreiber des Beitrages! Sind wir noch in Zeiten von "Auge um Auge Zahn um Zahn" oder leben wir in einer zivilisierten Welt!?
4.
Guillermo Emmark 01.11.2012
Sweet!
5.
Georg Hartung 01.11.2012
Zitat von liptovskykarlist jedenfalls 1000x besser als einen Krieg gegeneinander zu fuehren! Aber so ein "Angebot muss natuerlich ins Leere laufen" jedenfalss laut Schreiber des Beitrages! Sind wir noch in Zeiten von "Auge um Auge Zahn um Zahn" oder leben wir in einer zivilisierten Welt!?
Interessant wie das Wort "dürfte" als "muss natürlich" interpretiert wird. Ich empfand diese Aussage des Autors eher als objektiv in Anbetracht der allgemeinen medialen Darstellung des Irans. Der Autor geht einfach von der Haltung der USA gegenüber dem Iran aus, dass das Angebot aufgrund der diplomatischen Unruhen kategorisch ausgeschlagen wird. Wäre auch durchaus nachvollziehbar. Einen grundlegend hetzerischeren Gedanken dieses Artikels kann ich nicht unterstellen, wie Sie ihn beschreiben. Ganz im Gegenteil fand ich diesen Artikel erfrischend objektiv und neutral im Gegensatz zu dem mittlerweile gewohnten diffamierenden und propagandistischem Niveau von SPON.
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  • Donnerstag, 01.11.2012 – 11:46 Uhr
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Das Rezept des Supersturms

Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun
Entstehung
Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun sind im Grunde das gleiche Wetterphänomen. Bei allen vieren handelt es sich um Wirbelstürme, die entstehen, wenn sich um ein großes Tiefdruckgebiet ein Sturmfeld bildet. Je nach Stärke und Größe kann es erhebliche Verwüstungen anrichten.

Ein Orkan entsteht, wenn kalte Luft vom Nordpol auf warme Luft aus dem Süden trifft. An der Grenze, der sogenannten Polarfront, ziehen die Luftmassen aneinander vorbei. Dabei können Drehbewegungen entstehen, in deren Zentrum der Luftdruck stark abfällt und Tiefdruckwirbel mit starken Winden ausgelöst werden.

Tropische Wirbelstürme entstehen dagegen über aufgeheizten Wassermassen im Ozean. Die aufsteigende Luft erzeugt einen Unterdruck, der Luft aus der Umgebung ansaugt. Dieser Kamineffekt wird durch das warme Wasser weiter befeuert. Die Luftmassen werden durch die sogenannte Corioliskraft, die aus der Erdrotation entsteht, in Drehung versetzt.
Unterscheidung
Von Orkanen sprechen Seefahrer und Meteorologen ab Windstärke zwölf, dem höchsten Wert auf der nach dem britischen Admiral Francis Beaufort benannten Beaufort-Skala. Sie entspricht einer Geschwindigkeit von 117,7 Kilometern pro Stunde oder 64 Knoten. Solche Winde können nicht nur in Tiefdruckgebieten wie etwa "Kyrill", sondern auch örtlich begrenzt in Tornados auftreten.

Während der Begriff Orkan früher zusammenfassend für alle diese Phänomene benutzt wurde, bezeichnet er heute meist nur noch die Windstärke bei Stürmen in Europa. Ein tropischer Wirbelsturm wird dagegen Hurrikan oder Taifun genannt - je nachdem, ob er sich im Atlantik, dem Nordpazifik oder in der Karibik entwickelt und so zum Hurrikan wird oder aber im nordwestlichen Pazifik wütet und dann als Taifun gilt. Im Indischen Ozean wiederum wird ein Wirbelsturm auch Zyklon genannt.

Tropische Wirbelstürme entwickeln höhere Windgeschwindigkeiten als Winterstürme. Letztere besitzen dagegen breitere Sturmfelder und bewegen sich schneller fort, manchmal bis zu 2000 Kilometer pro Tag.
Gefahren
Wirbelstürme können die See zu Wellenhöhen von bis zu 20 Metern aufpeitschen. Im Binnenland sind sie wegen größerer Reibung am Boden dagegen selten, weshalb es dort meist nur zu Orkanböen kommt. Sie können selbst starke Bäume entwurzeln und schwere Verwüstungen verursachen. Der Hurrikan "Katrina" etwa, der im August 2005 New Orleans verwüstete und mehreren tausend Menschen das Leben kostete, wurde aus einem tropischen Tief geboren. In Asien lösen Taifune regelmäßig Katastrophen mit Hunderten Toten aus.

Zu vergleichbar schweren Katastrophen kam es in Europa noch nicht. Aber auch hier richteten Winterorkane schon erhebliche Schäden an und töteten Dutzende Menschen. Ende 1999 etwa zog der Orkan "Lothar" von der Biskaya kommend über Frankreich, die Schweiz und Süddeutschland und richtete einen Schaden in Milliardenhöhe an. Der Sturm traf mittags mit voller Wucht auf den Schwarzwald, mit Spitzengeschwindigkeiten von 272 km/h. Selbst in dem im tiefen Rheingraben gelegenen Karlsruhe wurden Werte von bis zu 151 km/h registriert. Mehr als 60 Menschen wurden europaweit durch den "Jahrhundertsturm" getötet.