Sankt Petersburg Weiteres Opfer des U-Bahn-Anschlags stirbt an Verletzungen

Drei Wochen nach dem Selbstmordattentat auf einen Metrozug in Sankt Petersburg ist die Zahl der Todesopfer auf 16 gestiegen. Die russischen Behörden ermitteln weiter wegen eines islamistischen Terroranschlags.

Russische Sicherheitskräfte in einer Metro-Station in Moskau
KOCHETKOV /EPA /REX/ Shutterstock

Russische Sicherheitskräfte in einer Metro-Station in Moskau


Am 3. April explodierte in der russischen Millionenmetropole Sankt Petersburg eine Bombe in einer fahrenden Metro: Wie die russischen Behörden mitteilten, erlag nun eine Frau ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Die Zahl der Toten steigt damit auf 16. Bei dem Anschlag wurden mindestens 50 Personen verletzt.

Der mutmaßliche Attentäter wurde bei dem Anschlag ebenfalls getötet. Es handelte sich laut russischen Ermittlern um den 22 Jahre alten Akbarschon Jalilow, der gebürtig aus Kirgistan stammt. Er hatte als Gastarbeiter in Sankt Petersburg gelebt und war seit 2011 russischer Staatsbürger (lesen Sie hiermehr zu dem mutmaßlichen Attentäter).

Den Sprengsatz soll Jalilow in einem Rucksack bei sich gehabt haben. Seine DNA wurde auch an einem weiteren Sprengsatz gefunden, der in einem Metro-Bahnhof deponiert war, aber nicht detonierte. An dem Tag hielt sich auch Russlands Präsident Wladimir Putin in der Stadt auf, allerdings weit entfernt vom Anschlagsort.

Tage nach der Tat wurden in der Nähe von Moskau und in St. Petersburg acht Personen aus den zentralasiatischen Republiken Tadschikistan, Kirgistan und Usbekistan festgenommen. Sie werden verdächtigt, an dem Metro-Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Bei ihnen seien Waffen und in einer Wohnung auch ein Sprengsatz gefunden worden.

Die russischen Behörden ermitteln wegen eines islamistischen Terroranschlags. Ein angeblicher Drahtzieher des Attentats wurde in dieser Woche nahe Moskau festgenommen.

mho/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.