Santorum-Erfolg über Romney: Dreifach-Triumph für den religiösen Rechten

Von , New York

Es ist eine gnadenlose Deklassierung des Favoriten: Bei drei US-Vorwahlen der Republikaner hat nicht der bisherige Spitzenreiter Romney gewonnen - sondern der Rechtsaußen Rick Santorum. Jetzt kann der Überraschungssieger auf frische Wahlkampfspenden hoffen, das Rennen scheint wieder offen.

Am Ende ist selbst der silberhaarige David Gergen sprachlos. Der ehemalige Berater von US-Präsidenten solch unterschiedlicher Couleur wie Richard Nixon, Ronald Reagan und Bill Clinton. "Das haben wir alle nicht vorhergesehen", murmelt er auf CNN. "Wie ist das so passiert?"

Nicht nur er fragt sich das in dieser Nacht. Denn eigentlich haben die US-Medien die drei jüngsten Republikaner-Vorwahlen vorab als statistisch irrelevant und als reine "Schönheitskonkurrenzen" abgetan.

Doch sie haben die Rechnung nicht mit Missouri, Minnesota und Colorado gemacht. Erst treffen die Ergebnisse aus Missouri und Minnesota ein, zwei Staaten im Mittleren Westen, die der Spitzenreiter Mitt Romney gerne eingeheimst hätte. Zumal sie Iowa umklammern, den ersten Vorwahlstaat, den er im Januar so knapp an Rick Santorum verlor. Doch Santorum gewinnt auch die, und zwar klar - Minnesota mit 44,9 Prozent, Missouri mit 55,2 Prozent. Romney bleibt weit abgeschlagen, landet in Minnesota mit 17 Prozent sogar nur auf Platz drei, hinter Ron Paul.

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Republikaner-Vorwahlen: Triumph für den Außenseiter
Um Colorado gibt es dann ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wie bei der Zitternacht von Iowa. Dabei sah Romney den Rocky-Mountains-Staat mal als sicher an - so sicher, dass er in dessen Hauptstadt Denver seine "Siegesfeier" anberaumt hat. Schließlich hatte er dort auch 2008 gewonnen. Aber auch in Colorado schlägt ihn Santorum im Endspurt, mit 40 zu 35 Prozent.

Es ist eine gnadenlose Dreifach-Deklassierung Romneys.

Zugegeben: Bei diesen drei Etappen werden zunächst keine direkten Delegierten für den Wahlparteitag bestimmt. Insofern sind sie statistisch also tatsächlich unbedeutend. Das wissen auch die Wähler - in Missouri gaben nur knapp 250.000 ihre Stimme ab, weniger als halb so viele wie 2008.

Symbolisch aber ist diese Nacht allemal, mit ihrem unerwarteten Triple für Santorum: Sie zeigt, dass die "Konservativen weiter ein fundamentales Problem mit Romney haben", wie Ari Fleischer, der Ex-Sprecher von Präsident George W. Bush, lakonisch analysiert.

Irrwitzige Kapriole

Der gerne offen frömmelnde Katholik Santorum dagegen, der das Rampenlicht nach seinem Iowa-Sieg an den lauteren Romney-Rivalen Newt Gingrich abtreten musste, sieht seine Kandidatur nun im Aufwind. Plötzlich kann er sich wieder als die bessere, konservativere Alternative gegen den moderaten Romney empfehlen, der bei der Basis unbeliebt bleibt.

Besser jedenfalls als Gingrich, der seit seinem Überraschungssieg in South Carolina steil abgestürzt ist, zuletzt in Florida und Nevada. Auch in dieser Runde verliert er - mit 16 Prozent in Colorado und 11 Prozent in Minnesota. In Missouri trat er erst gar nicht an.

Santorum darf nun auf gute Presse und frische Wahlkampfspenden hoffen. Außerdem dürfte er mehr Flankenschutz von den Evangelikalen und den Tea-Party-Vasallen erhalten, die bisher mit ihrer Unterstützung haderten. "Jetzt ist Rick dran", sagte Hogan Gidley, einer seiner Top-Berater, der "New York Times".

Der an Überraschungen bisher kaum arme US-Vorwahlkampf hat somit eine neue, irrwitzige Kapriole geschlagen. Santorum hatte zuvor prophezeit, diese Nacht werde "die Richtung des Rennens ändern" - zu Recht, wie sich nun herausgestellt hat. Auf jeden Fall haben die drei Abstimmungen die Zweifel an Romney erneuert.

"Der Konservatismus lebt", jubelt dann Santorum vor seinen Anhängern - und holt zum Doppelschlag aus, gegen den Parteirivalen und den US-Präsidenten: "Mitt Romney hat dieselben Positionen wie Barack Obama." Am Mittwoch will Santorum gleich nach Texas weiterreisen - nicht für Wahlauftritte, sondern um Spender zu werben. Sein Top-Finanzier, der Multimillionär Foster Friess, steht bei seiner Siegesrede direkt hinter ihm auf dem Podium.

"Ich erwarte, dass ich unser Kandidat werde."

Doch der Weg zur Nominierung bleibt lang und sündhaft teuer. Romney liegt mit 85 Delegierten weiter vorne, und seine Helfer argumentieren in der Nacht, dass John McCain vor vier Jahren auch 19 Staaten verloren habe. Bei den kommenden Vorwahlen in Arizona und Michigan am 28. Februar hat Romney gute Chancen, zumal er in Michigan aufgewachsen ist. Und keiner weiß, was am "Super Tuesday" am 6. März passiert, wenn elf Bundesstaaten zugleich wählen.

Romney, der nach seinem Doppelsieg von Florida und Nevada als "unvermeidlich" galt, tritt am späten Abend vor einen halbleeren Saal ("mit so vielen Freunden"), gratuliert Santorum und liefert eine gefühllose Rede ab. "Wir werden weiterkämpfen", verspricht er. "Ich erwarte, dass ich unser Kandidat werde."

Santorum ruft er persönlich an. Doch der Ex-Senator aus Pennsylvania geht leider nicht ans Telefon. Er ist zu beschäftigt mit Feiern.

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insgesamt 71 Beiträge
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1. ca 3
bmehrens 08.02.2012
Zitat von sysopEs ist eine gnadenlose Deklassierung des Favoriten: Bei drei US-Vorwahlen der Republikaner hat nicht der bisherige Spitzenreiter Romney gewonnen - sondern der Rechtsaußen Rick Santorum. Jetzt kann der Überraschungssieger auf massenhaft Wahlkampfspenden hoffen, das Rennen scheint wieder offen. Santorum-Erfolg über Romney: Dreifach-Triumph für den religiösen Rechten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813965,00.html)
Spon hat sich jetzt auf drei geeinigt - wird noch schwierig bei 52 Staaten.
2. xxx
Dumpfmuff3000 08.02.2012
Es gibt kaum etwas abstoßenderes als den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Was da an Niedertracht und Bigotterie ans Tageslicht gespült wird, ist echt erschütternd.
3. Romney, Santorum oder Gingrich?
The Captain 08.02.2012
Okay. Pauls ist raus, Gingrich effektiv auch. Bleibt's jetzt bei Romney oder holt Santorum auf? Letztendlich ist das alles wurscht. Kein Kandidat der Republikaner ist sympathisch genug, als dass ich, wäre ich US-Amerikaner, ihn wählen würde. Romney? Ich will keinen Millionär im Weißen Haus sehen, der durch Zerschlagung von Unternehmen und Entlassungen reich geworden ist - egal, wie präsidial er ausschaut. Santorum? Rechtsaußenfrömmler? Nein danke. Dumm ist wer Dummes tut, und ihn zu wählen ist schon saudumm. Der Niedergang der USA ist solchen Erzkonservativen anzulasten. Gingrich? Abgesehen davon, dass er Wasser predigt und Wein säuft und lieber ordentlich mit "Scheiße um sich wirft", statt ein eigenes Programm aufzuziehen - fast schon sympathisch. Noch sympathischer ist eigentlich nur Pauls. Der Polit-Opa ist aber schon draußen. Also zumindest aus meiner Sicht stellen die Republikaner nur "Gurkenkandidaten" bzw "Unsympathen" auf. Da war McCain noch ein echter Lichtblick. Dumm nur, dass er sich seine Chancen mit der erzkonservativen Palin verdorben hat. Wann begreifen die Republikaner endlich, dass frömmelnder Erzkonservatismus höchstens in den Südstaaten zieht, aber Ost- wie Westküste abstößt?
4.
güti 08.02.2012
Zitat von sysopEs ist eine gnadenlose Deklassierung des Favoriten: Bei drei US-Vorwahlen der Republikaner hat nicht der bisherige Spitzenreiter Romney gewonnen - sondern der Rechtsaußen Rick Santorum. Jetzt kann der Überraschungssieger auf massenhaft Wahlkampfspenden hoffen, das Rennen scheint wieder offen. Santorum-Erfolg über Romney: Dreifach-Triumph für den religiösen Rechten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813965,00.html)
Nachdem Präsident Obama versucht Arbeitgeber zu zwingen die Abtreibung ihrer Angestellten zu bezahlen, wissen die Leute was sie wählen sollen...
5.
stevendedalus65 08.02.2012
Zitat von bmehrensSpon hat sich jetzt auf drei geeinigt - wird noch schwierig bei 52 Staaten.
Was bitte sind die Staaten No. 51 und 52?
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US-Vorwahlen: Millionen vom Zockermogul

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Vorwahl in Florida: Romney nimmt Revanche

US-Wahl
Wahl des Präsidenten
In den USA liegt die exekutive Gewalt grundsätzlich beim Präsidenten, der Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte in einer Person ist. Der Präsident wird alle vier Jahre neu gewählt, eine einmalige Wiederwahl ist möglich.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ist eine indirekte Wahl: Am Wahltag, der immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November stattfindet, wählt die US-Bevölkerung in jedem Bundesstaat Wahlmänner. Diese bilden das Wahlmännergremium, das offiziell erst im Dezember den Präsidenten und seinen Vize wählt. Dabei gilt in den allermeisten Bundesstaaten das Mehrheitswahlrecht: Die Wahlmänner eines Bundesstaates stimmen alle für den Präsidentschaftskandidaten, der in ihrem Staat die meisten Stimmen bekommen hat. Für den Gegner sind alle Wahlmänner verloren - egal wie knapp das Ergebnis ist ("Winner takes all"-Prinzip).
Parteien und Swing States
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet: Praktisch spielen nur die demokratische und die republikanische Partei eine Rolle. Da in vielen Bundesstaaten die Mehrzahl der Wähler traditionell einer der beiden Parteien zugetan sind, steht in diesen Staaten praktisch fest, für welchen Kandidaten die Wahlmänner dieses Staates stimmen werden.
In anderen ist der Ausgang der Wahl hingegen offen: Sie werden als umkämpfte Staaten oder Swing States bezeichnet. Auf sie konzentriert sich der Wahlkampf der Kontrahenten. Besonders die bevölkerungsreichen unter ihnen wie Ohio und Florida stehen im Fokus der Wahlkampfstrategen, da sie viele Wahlmänner im Wahlmännergremium stellen und damit für den Ausgang der Präsidentschaftswahl entscheidend sein können.
Wahlmänner
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt von Wahlmännern ("electors"). Ein Wahlmann ist ein Bürger, den die Einwohner eines US-Bundesstaates gewählt haben, damit er oder sie in einem landesweiten Gremium in ihrem Namen seine Stimme für den Präsidenten und den Vizepräsidenten abgibt. Die Wahlmänner werden von ihrer jeweiligen Partei in einem Auswahlprozess aufgestellt, der von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden ist. Normalerweise nominieren die Parteien sie auf einem Parteitag im jeweiligen Bundesstaat, oder der Zentralausschuss ("central committee") der Partei stellt sie auf.
Am Wahltag geben die Wähler jedes Bundesstaates ihre Stimme für einen der Präsidentschaftskandidaten ab. Da die Wahl indirekt ist, wählen sie damit Wahlmänner, die dann nach dem eigentlichen Präsidentschaftswahltag in dem bundesstaatenübergreifenden Wahlmännergremium ("electoral college") ihre Stimme für ihren Präsidentschaftskandidaten und seinen Vize abgeben.
Welche Wahlmänner aus einem Bundesstaat in das Wahlmännergremium geschickt werden, wird in 48 US-Bundesstaaten nach dem Mehrheitswahlrecht ermittelt: Alle von einem Staat entsandten Wahlmänner gehören derselben Partei an, selbst wenn diese in dem betreffenden Staat nur mit einem hauchdünnem Vorsprung gewonnen haben sollte ("Winner takes all").
Wie viele Delegierte ein Bundesstaat entsendet, ist von seiner Größe abhängig. Jeder Staat schickt so viele gewählte Electors, wie er Senatoren und Abgeordnete im Kongress stellt. Die meisten Wahlmänner, nämlich 55, hat zurzeit Kalifornien, gefolgt von New York (31) und Florida (27). Bevölkerungsarme Staaten wie zum Beispiel Alaska oder Montana entsenden das Minimum von drei Wahlmännern. Obwohl der Hauptstadtbezirk Washington D.C. keine stimmberechtigten Vertreter im Kongress hat, entsendet auch er drei Wahlmänner ins Gremium.
Wahlmännergremium
Das Electoral College ist ein Kollegium von insgesamt 538 Vertretern der einzelnen US-Bundesstaaten, das den US-Präsidenten und seinen Vize wählt - denn Amerikas Bürger entscheiden nicht direkt darüber, wer sie regiert, sondern nur über die Zusammensetzung des Gremiums, das den Präsidenten wählt.
Das Wahlmännergremium tritt physisch nie an einem Ort zusammen. Stattdessen versammeln sich die Wahlmänner im Dezember nach der Wahl durch das Volk in den Hauptstädten ihrer Bundesstaaten, um ihre Stimme abzugeben. Dabei richten sie sich in ihrer Entscheidung traditionell nach dem Votum des Volkes, zwingend vorgeschrieben ist das jedoch nicht in allen Staaten. Die Wahlmänner-Stimmen werden dann nach Washington geschickt, wo sie während einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses im Januar ausgezählt werden. Der amtierende Vizepräsident kann dann endlich das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahlen verkünden, das in der Regel ja schon kurz nach der allgemeinen Wahl bekannt ist, weil die Zahl der Wahlmänner jedes Kandidaten feststeht.
Wenn keiner der Präsidentschaftskandidaten die Mehrheit der Wahlmännerstimmen erhält, sieht der 12. Zusatzartikel der Verfassung vor, dass die Wahl durch das Repräsentantenhaus entschieden wird. In diesem Fall wählt das Repräsentantenhaus den Präsidenten per Mehrheitsentscheid unter den drei Kandidaten aus, die die höchste Anzahl an Wahlmännerstimmen erhalten haben. Jeder Staat gibt dann eine Stimme ab. Wenn keiner der Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten die Mehrheit der Wahlmännerstimmen erhält, entscheidet hingegen der Senat per Mehrheitsentscheid über den Vizepräsidenten, wobei sich jeder Senator für einen der beiden Kandidaten mit der größten Anzahl an Wahlmännerstimmen entscheiden muss.
"Winner takes all"
In 48 US-Bundesstaaten gilt bei den Präsidentschaftswahlen das Mehrheitswahlrecht: Alle Wahlmännerstimmen eines Staates werden komplett dem Präsidentschaftskandidaten zugeordnet, der in diesem Bundesstaat die meisten Wählerstimmen erhalten hat - "Der Sieger bekommt alles" ("The winner takes it all"). Der in diesem Staat unterlegene Präsidentschaftskandidat geht leer aus, ganz gleich wie viele Stimmen der Bürger er auf sich vereinigen konnte - diese Stimmen entfallen.
Präsident wird, wer die Mehrheit der Stimmen von den Wahlmännern bekommt, die jeder einzelne Bundesstaat in das staatenübergreifende Wahlmännergremium (electoral college) schickt. Ob der Präsidentschaftskandidat auch die Mehrheit der in den USA abgegebenen Stimmen (popular vote) bekommen hat, ist für die Präsidentenwahl hingegen nicht entscheidend. So führt das Prinzip "Der Sieger bekommt alles" dazu, dass die Wahl kein genaues Bild vom wahren Kräfteverhältnis im ganzen Land gibt.
Nur in den Bundesstaaten Nebraska und Maine gilt das System des "Winner takes all" nicht. Hier werden die Wahlmänner nach dem Verhältniswahlrecht ermittelt: Die Wahlmännerstimmen werden proportional zu den auf die Kandidaten entfallenen Wählerstimmen zwischen den Parteien aufgeteilt.