US-Präsidentschaftswahl: Romney-Unterstützer wettern gegen Obamas Sieg

Prominente Unterstützer von Mitt Romney reagieren konsterniert auf Obamas Wiederwahl. Sarah Palin bezeichnete den Sieg des Demokraten als katastrophalen Rückschlag. Donald Trump ruft zum Marsch auf Washington.

Obama-Gegner Trump: "Wir dürfen das nicht zulassen" Zur Großansicht
REUTERS

Obama-Gegner Trump: "Wir dürfen das nicht zulassen"

Washington - Prominente Unterstützer des unterlegenen Mitt Romney haben zerknirscht auf die Wiederwahl des Präsidenten reagiert. Schon bevor Barack Obamas Sieg feststand, äußerte sich Sarah Palin, Vize-Kandidatin der Republikaner 2008: "Ich bin enttäuscht", sagte Palin. "Noch mal vier Jahre Obama, das ist wirklich ein katastrophaler Rückschlag!" Für sie sei es unvorstellbar, dass die Mehrheit der Amerikaner glaube, die Anhäufung weiterer Schulden sei gut für die US-Wirtschaft. "Das ist für viele von uns eine verwirrende Zeit."

Noch drastischer äußerte sich Immobilien-Tycoon und Romney-Finanzier Donald Trump via Twitter, wo er eine ganze Schimpftirade abließ: "Unsere Nation befindet sich jetzt in ernsten und beispiellosen Schwierigkeiten." Die USA seien keine Demokratie mehr, so Trump. "Wir dürfen das nicht zulassen. Wir sollten nach Washington marschieren und diese Farce beenden. Unsere ganze Nation ist gespalten." Das Repräsentantenhaus dürfe keine Zugeständnisse an den Präsidenten machen, solange dieser nicht die Gesundheitsreform Obamacare rückgängig mache.

Bei Fox News wollte Karl Rove, einer der wichtigsten Strategen der Republikaner, die Niederlage Romneys nicht eingestehen. Es sei voreilig, Obama zum Sieger im vorentscheidenden Swing State Ohio zu erklären. Er erinnerte an die Wahl 2000 als der Demokrat Al Gore frühzeitig fälschlicherweise zum Sieger erklärt wurde.

syd

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insgesamt 47 Beiträge
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1. Einsperren und hinrichten!
tommahawk 07.11.2012
Was fällt diesem Immobilienhai eigentlich ein, hier zur Revolution zu rufen? Der Aufruf, nach Washington zu marschirern und die "Sache zu beenden", ist Aufruf zum Mord. Und was ist das denn für ein Demokratieverständnis? Wie wär's, wenn man den Spies umdreht, Trump inhaftiert und standrechtlich erschiessen läßt!? Das hätte in etwa die gleiche Qualität.
2. Richtung Bürgerkrieg
founder 07.11.2012
Wie beginnen üblicherweise Bürgerkriege in afrikanischen Banenanrepubliken? Da ist eine Wahl, die eine Seite behauptet eine Niederlage könne es nicht geben, Aufruf zu protesten. Eine demokratische Wahlentscheidung als "Farce" zu bezeichnen und zu einem Protestmarsch aufrufen, ist der sichere Weg zu einem Bürgerkrieg. Atomwaffen in der Hand von Fundamentalisten, dieser Albtraum könnte wahr werden, wenn im Bürgerkrieg Fundamentalisten mit der Mentalität von Kreuzrittern als Sieger hervor gehen.
3. Unglaublich...
defycgn 07.11.2012
... wie kann dieser Mensch sich wagen die Spaltung Amerikas Obama anzulasten? Schuld hat daran einzig die tumb-rechte Blockierergruppe Tea Party. Wenn ich nur lese dass für Trump das Wichtigste sei Obamacare rückgängig zu machen. Hallo? Hat der Mammon dem Mann das letzte bisschen Menschlichkeit rausgebrannt? Es geht um Menschen und menschenwürdige Existenz. Wenn jemand kein Geld für eine dringend notwendige medizinische Behandlung hat - soll er sich dann zusammen rollen und sterben?
4. Ruhig Blut! Es war doch schon immer so!
PH-sauer 07.11.2012
Wahlfälschungen, verbales Säbelgerassel, Trotzreaktionen - es war doch schon immer so! Es war im Prinzip auch immer so, daß der republikanisch geprägte, ländliche "Bibelgürtel" gegen die industrielle Küstenregionen stand. Vergessen Sie nicht, die US-Arbeiter sangen zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts noch die Internationale! Entscheidender sind die zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen, denn die Reichtümer befinden sich in europäisch-stammenden Händen, während der Anteil der Bevölkerung an indo-hispanisch-, schwarz-afrikanisch- und auch asiatisch stammender Bevölkerung sehr schnell zunimmt. Der Sprengstoff Armut gegen Reichtum kann nur mit der rigorosen Durchsetzung eines rudimentären Sozialstaates entschärft werden, denn langfristig droht den USA sonst eine gesellschaftlich und staatlich Dreiteilung (Ost, West, Mitte).
5.
DMenakker 07.11.2012
Zitat von tommahawkWas fällt diesem Immobilienhai eigentlich ein, hier zur Revolution zu rufen? Der Aufruf, nach Washington zu marschirern und die "Sache zu beenden", ist Aufruf zum Mord. Und was ist das denn für ein Demokratieverständnis? Wie wär's, wenn man den Spies umdreht, Trump inhaftiert und standrechtlich erschiessen läßt!? Das hätte in etwa die gleiche Qualität.
REalistischerweise ist es nur gefrustetes Geschwätz eines ohnehin politisch nicht gerade belesenen dummen Jungen. Ein Staatsanwalt, der das ernst nimmt, macht da aber ganz schnell einen Aufruf zu Hochverrat daraus, und dann ist das mit dem erschiessen ( bzw. giftgas ) gar nicht mehr so weit weg!
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