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Sarkozy in der Krise Dünnhäutig, amtsmüde, aggressiv

Präsident Sarkozy: Unpopulär, isoliert, angefeindet
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2. Teil: "Er hat's nicht mehr drauf"

Obendrein grassiert bei Lehrern, Erziehern und Eltern der Unmut über Sarkozys Stellenabbau im Erziehungswesen, Richter und Anwälte demonstrierten diese Woche gegen die rabiate Strafrechtsreform. Arbeiter, ländliche Bevölkerung wie wertkonservative Bürger haben sich abgewandt, die Führungsteams im Élysée liegen im Dauerclinch mit den Kollegen aus dem Matignon, wo Premierminister Francois Fillon regiert, die konservativen Parlamentarier vermissen klare Ansagen aus der Parteizentrale. Sarkozys sprichwörtliches Machtgefühl? "Er hat's nicht mehr drauf", klagt ein UMP-Mann, "der Präsident kann ja kaum noch seine Gesichtszüge kontrollieren."

Vom präsidialen Tief profitieren vor allem die Sozialisten (PS). Martine Aubry, noch vor Wochen gerade mal als schwache Übergangschefin der Partei gewürdigt, hat deutlich an Oberwasser gewonnen, und die totgesagten PS-Genossen hoffen auf ein Comeback. Zwar kam es ausgerechnet während des Wahlkampfes zum Showdown zwischen der Pariser Führung und einem lokalen PS-Bonzen im Languedoc, der nach antisemitischen Bemerkungen aus der Partei ausgeschlossen wurde und jetzt mit einer eigenen Liste antritt; doch im Ansehen der Genossen konnte Aubry bei dem Kräftemessen eher zulegen.

Auch die Kommunisten, die Linkspartei und andere Splittergruppen fühlen sich im Aufwind: Während die Sozialisten in den Meinungsumfragen für die erste Abstimmungsrunde derzeit knapp in Führung liegen, werden die kleineren linken Listen beim entscheidenden zweiten Durchgang über den Ausgang entscheiden. Aus diesem Grund rechnet auch die Gruppierung der französischen Grünen auf eine Wiederholung ihres Erfolgs bei den Europawahlen, bei denen sie beinahe die Sozialisten überflügelten.

Hoffnung in Wahlmüdigkeit umgeschlagen

Selbst die Rechtsextremisten des Front National wittern Morgenluft. Marine Le Pen, Tochter und Nachfolgerin des alternden Parteichefs Jean-Marie Le Pen, hat es mit Geschick verstanden, die alten, fremdenfeindlichen Parolen um populistische Forderungen zu ergänzen: Beim Wahlkampf im gebeutelten Norden des Pas-de-Calais beschimpft sie Kriminalität genauso wie Produktionsverlagerungen ins Ausland. "Die Arbeiter haben die Kommunisten satt, und sie glauben auch Sarkozy kein Wort mehr", so die blonde FN-Frau und rechnet sich für die Region "gute Chancen" aus.

Die Rechnung könnte aufgehen, vor allem dann, wenn die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent rutschen sollte - was zumal für den ersten der beiden Durchgänge denkbar ist. Denn die Hoffnung auf eine politische Wende, der 2007 beim Präsidentschaftsduell Sarkozy gegen Ségolène Royal zu einer Spitzenbeteiligung von 84 Prozent führte, ist umgeschlagen in Wahlmüdigkeit. "Verantwortlich ist dafür die vermeintliche Machtlosigkeit der Politik, die Probleme der französischen Gesellschaft, allen voran die Arbeitslosigkeit, zu bekämpfen", sagt Brice Teinturier vom Umfrageinstitut TNS-Sofres: "Die Enttäuschung entspricht den Erwartungen."

Sarkozy geht schon vorweg auf Distanz zum möglichen Wahldebakel. Bei den Reformen werde er eine "Pause" einlegen, kündigte er an. Eine Regierungsumbildung in Paris, sonst in der V. Republik ein probates Mittel, um einen politischen Neuanfang zu signalisieren, soll es nicht geben - es käme ja einem Eingeständnis des eigenen Scheiterns gleich. Und überhaupt, "das ist ein französisches Problem", belehrt Sarkozy seine Zuhörer beim Runden Tisch in Pontarlier, man dürfe doch bitte nicht immer die Anlässe durcheinanderbringen. "Regionale Wahlen bedürfen regionaler Konsequenzen, nationale Wahlen erfordern nationale Konsequenzen."

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insgesamt 13 Beiträge
Rübezahl 12.03.2010
Als Tiger gesprungen ,als Bettvorleger von Carla Bruni - Sarkozy gelandet.
Zitat von sysopUnpopulär, isoliert, angefeindet in der eigenen Partei - Präsident Sarkozy scheint nichts mehr zu gelingen: Bei den anstehenden Regionalwahlen droht ein politisches Debakel, und selbst privat scheint der Haussegen schief zu hängen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,682892,00.html
Als Tiger gesprungen ,als Bettvorleger von Carla Bruni - Sarkozy gelandet.
Dr. Buchholz 12.03.2010
Bei der nächsten Ehefrau wird er sich wahrscheinlich ein unscheinbares unbekanntes Mauerblümchen statt einer internationalen Top-Stil-Ikone und Liebhaberin der Wichtigen und Reichen nehmen, die ihm nicht in den Rücken fällt und [...]
Bei der nächsten Ehefrau wird er sich wahrscheinlich ein unscheinbares unbekanntes Mauerblümchen statt einer internationalen Top-Stil-Ikone und Liebhaberin der Wichtigen und Reichen nehmen, die ihm nicht in den Rücken fällt und abhaut, wenn es mal nicht so gut läuft. Er ist ein Opfer seiner eigenen Eitelkeit, tja, ein schöner Lerneffekt.
Hilfskraft 12.03.2010
Carla hat ihn ausgepowert! Sollte allen älteren Herren, die auch noch etwas anderes zu tun haben, als ihre jungen Frauen zu befriedigen, eine Lehre sein. Eins geht nur! H.
Carla hat ihn ausgepowert! Sollte allen älteren Herren, die auch noch etwas anderes zu tun haben, als ihre jungen Frauen zu befriedigen, eine Lehre sein. Eins geht nur! H.
Meckerliese 12.03.2010
Wenn man meint man ist der Nachfolger vom Sonnenkönig. Und sich dann noch eine Frau nimmt, die schon durch sämtliche Betten gehüpft ist und zur First Lady macht.....und selber auch nichts anbrennen lässt sollte man sich evtl. [...]
Wenn man meint man ist der Nachfolger vom Sonnenkönig. Und sich dann noch eine Frau nimmt, die schon durch sämtliche Betten gehüpft ist und zur First Lady macht.....und selber auch nichts anbrennen lässt sollte man sich evtl. einen anderen Beruf suchen??????
woscho 12.03.2010
*fehlendem Regierungserfolg, das französische Pendant zu unserem käuflichen Millionen-Nebenverdiener und Spenden-Tornado "Super-Guido"?* Könnte doch fast den Anschein haben. Weder in Frankreich, noch in Deutschland [...]
Zitat von sysopUnpopulär, isoliert, angefeindet in der eigenen Partei - Präsident Sarkozy scheint nichts mehr zu gelingen: Bei den anstehenden Regionalwahlen droht ein politisches Debakel, und selbst privat scheint der Haussegen schief zu hängen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,682892,00.html
*fehlendem Regierungserfolg, das französische Pendant zu unserem käuflichen Millionen-Nebenverdiener und Spenden-Tornado "Super-Guido"?* Könnte doch fast den Anschein haben. Weder in Frankreich, noch in Deutschland - den zwei stärksten EU-Mitgliedern - genügt es, wenn sich Regierungsoberhäupter nur auf teuren Genussempfängen küssend treffen und alberne Ansichten verbreiten. Die Franzosen sind Gott sei Dank zielgerichteter, wenn sie ihren Unmut loswerden. Nach Sarkozy kräht bald nicht einmal mehr der "Gallische Hahn". Während Merkel ihre ganz verschlosssenen Landsleute mit falschem Beliebtheitsschein gerade noch täuschen kann. Lange wird auch sie vom "Berliner Bär" nicht mehr umarmt, eher zerfleischt!!! Man kann keine Politik mit Erklärungen oder Moderation machen. Frau Merkel betreibt eine Blender-Politik, die sie mit dem Koalitionspartner SPD lange und unverdient kaschieren konnte. Jetzt hat sie im wahrsten Sinne des Wortes, der *populäre "Nacktscanner" erwischt*, ihr gelingt nicht einmal mehr ein billiges Vortäuschen und Durchgewurschtel. Auf das "Patt" kann nur der "Rücktritt" folgen. *Au revoir, ma maman.*
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Die wundersame Welt des Nicolas Sarkozy
AFP

Politik? Nebensache. Frankreichs Präsident Sarkozy macht mehr Schlagzeilen mit seinem Privatleben als mit seiner Staatsführung - und beglückt die Grande Nation mit einer Peinlichkeit nach der anderen.

Treppenwitze, verblüffend wirksame Blitzdiäten, brillante Geschenkideen - eine Bestandsaufnahme.







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